24.11.2008

Hausmitteilung24. November 2008 Betr.: Sterbehilfe

Seit vielen Jahren beschäftigt sich SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta, 43, mit dem Thema Sterben. Sie begleitete ein Jahr lang die letzte Lebenszeit von Tumorpatienten und schrieb darüber; oft hat sie miterlebt, wie Menschen litten. Welche Antwort aber sollen Ärzte geben, wenn Todkranke nicht mehr leben wollen? Die offizielle Position der deutschen Ärzteschaft ist eindeutig: Strikt lehnt sie jede Hilfe beim Suizid oder gar aktive Sterbehilfe ab. Der Wirklichkeit wird diese Haltung nicht mehr gerecht. Lakotta fand heraus, dass die Mediziner in dieser Frage "tief gespalten" seien, "etliche sind dazu bereit, gegen die Standesethik oder das Strafrecht zu verstoßen". In den vergangenen Wochen sprach sie mit mehr als einem Dutzend Ärzten, die ihr unter dem Schutz der Anonymität offenbarten, wie und warum sie Patienten illegale Hilfe beim Sterben leisten. Gestützt wird ihre Recherche durch eine vom SPIEGEL in Auftrag gegebene repräsentative Befragung unter 483 Ärzten. Danach plädieren 35 Prozent dafür, Schwerstkranken beim Suizid helfen zu dürfen (Seite 164).

DER SPIEGEL 48/2008
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24. November 2008 Betr.: Sterbehilfe

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