20.12.2008

PersonalienJan Korte

Jan Korte , 31, Datenschutzbeauftragter in der Bundestagsfraktion der Linken, ist Opfer des Datendiebstahls bei der Telekom geworden. Seine Privatanschrift und Mobilnummer gehörten zu dem Datensatz, der der Telekom 2006 geklaut worden war. Erfahren hat der Abgeordnete das zu seiner Verwunderung aber nicht von dem Kommunikationsunternehmen - sondern vom Bundeskriminalamt (BKA). Das BKA hatte "als Schutzmaßnahme für Mitglieder von Verfassungsorganen" die mehr als 17 Millionen Datensätze der Telekom kopieren dürfen und "zur Gefahrenabwehr" nach "Schutzpersonen des Bundes" durchforstet. Der Datenschützer der Linken reagierte gelassen: Es sei typisch, dass nur Privilegierte darüber informiert würden, wenn ihre Daten gehandelt werden. Dass Besserverdienende wie er bisher noch keinen "unerwünschten Werbe- oder Verkaufsanruf" erhalten haben, werte er als "Krise des Kapitalismus".

DER SPIEGEL 52/2008
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