21.02.2009

MANAGEREin grandioses Geschäft

Kurz vor seinem letzten Arbeitstag wird Arcandor-Chef Thomas Middelhoff von einer alten Geschichte eingeholt: Hat er auf einen dreistelligen Millionenanspruch für den schwer angeschlagenen Karstadt-Konzern verzichtet, um einen engen Vertrauten zu schonen?
Da war es noch mal, am 15. Dezember: sein Lächeln. Das Alles-wirdgut-Lächeln. Das Thomas-Middelhoff-Lächeln. Wie er bei der Bilanzpressekonferenz minutenlang die obere Zahnreihe blitzen ließ, da wirkte Middelhoff, Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG, mal wieder so, als gäbe es nichts Schöneres, als gerade hier, gerade jetzt und ganz besonders diesen Zuhörern seine neuesten Zahlen zu verkünden.
Miserable Zahlen.
In der kommenden Woche scheidet Middelhoff, 53, beim größten deutschen Warenhauskonzern aus, der früher mal KarstadtQuelle hieß. Seit Sommer 2004 war er Aufsichtsratsvorsitzender, ein Jahr lang; danach vier Jahre Vorstandschef, und alles hat er in dieser Zeit irgendwie überlebt und überlächelt: dass die Arcandor-Aktie von knapp 30 auf unter 2 Euro abstürzte. Oder dass sich unter dem Arcandor-Dach mit Karstadt, dem Quelle-Nachfolger Primondo und dem Reiseveranstalter Thomas Cook mehr als 800 Millionen Euro Schulden stapeln - obwohl er inzwischen die meisten Immobilien versilbert hat, um die Milliardenkredite des Konzerns zu tilgen.
Jetzt aber, kurz vor seinem Abgang, könnte selbst Middelhoffs gute Laune leiden. Eine alte Geschichte holt ihn ein, die ihn an seinem bekannt wunden Punkt trifft: dass Middelhoff als Privatmann sein Geld in Immobilien angelegt hat, die an Karstadt vermietet sind - und zwar zu außergewöhnlich hohen Preisen.
Gegen den Vorwurf, sich auf Kosten des Konzerns die Taschen zu füllen, hat er sich bislang mit dem Argument verteidigt, er sei bereits 2002 in dieses Geschäft eingestiegen, zu einem Zeitpunkt, als er noch nicht absehen konnte, dass er mal bei KarstadtQuelle landen würde. Und 2004, als es so weit war, habe er seine Geldanlage "selbstverständlich sofort den zuständigen Gremien" gemeldet, außerdem im Vorstand sich immer der Stimme enthalten, wenn es um diese Häuser ging.
Auf der Hauptversammlung 2005 beteuerte Middelhoff sogar noch einmal: "Sollten sich Konflikte zwischen dem Interesse des Unternehmens und meinem Interesse als Anleger ergeben, hat das Wohlergehen der Firma eindeutig Vorrang."
Doch jetzt sind Unterlagen aufgetaucht, die den Verdacht nähren, dass Middelhoff als Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzender ohne Not darauf verzichtete, eine dreistellige Millionensumme einzuklagen - ausgerechnet im Zusammenhang mit den Immobilien, an denen er als Privatmann schon so üppig verdient hat. Und mehr noch: zugunsten eines Mannes, der sein persönlicher Vermögensverwalter ist, Josef Esch, Projektentwickler aus Troisdorf.
Der Fall beginnt allerdings mit einer Bank, wie es sie so in Deutschland nur einmal gibt: Sal. Oppenheim jr. & Cie. Seit 1798 in Köln, versteht sie sich als erste Adresse des Geburts- und Geldadels, für Familien wie die Riegels von Haribo und die Neven DuMonts vom "Kölner Stadt-Anzeiger" und die Deichmanns von Schuh-Deichmann. "Kleinkunden empfehlen wir eher die öffentlichen Kreditanstalten", ließ sich der verstorbene Seniorchef Alfred Freiherr von Oppenheim einst vernehmen; die Philosophie des Bankiers: Für wenige tun wir alles.
Diese wenigen erwarten: erstens eine sichere Anlage, zweitens eine Rendite ab fünf Prozent aufwärts, dazu die Steuerersparnis, die spezielle Konstruktionen bieten. Für diese Kombination aber brauchte die Bank immer wieder Großimmobilien, für geschlossene Fonds. Und als Mann mit Instinkt für renditestarke Objekte gilt bei Oppenheim seit Anfang der Neunziger Josef Esch, ein Bauunternehmer aus Troisdorf, der zum Immobilienmogul aufstieg.
Gemeinsam mit dem gelernten Maurer sammelte das Bankhaus Oppenheim bei seinen Kunden allein bis 2003 rund 3,5 Milliarden Euro für etwa 70 Fonds ein, oft finanziert mit Oppenheim-Krediten.
Den damaligen Bertelsmann-Chef Middelhoff lernte Esch Ende 2000 kennen. Middelhoff hatte gerade eine höhere zweistellige Millionenprämie kassiert, für sein Meisterstück; er hatte dem TimeWarner-Konzern auf dem Höhepunkt des Internet-Booms die AOL-Anteile der Gütersloher verkauft. Ein Geschäft, das Bertelsmann 6,75 Milliarden Dollar in die Kasse spülte.
Jetzt suchte Middelhoff einen, der aus viel Geld noch mehr Geld machen würde. Er kam auf Oppenheim, und die Bank schickte ihm Esch. Der überzeugte ihn, so Middelhoff, "durch Sachkunde, analytisches Denkvermögen und unbedingten Einsatz". Also machte Middelhoff ihn zum 1. Januar 2001 mit einem Zehnjahresvertrag zum persönlichen Vermögensverwalter. Bald danach beteiligte sich der Manager über Esch an vier von fünf Oppenheim-Esch-Fonds, die eines gemeinsam hatten: Die Immobilien waren Kaufhäuser in Spitzenlagen deutscher Großstädte, die an Karstadt vermietet waren.
Damit aber noch nicht genug an Verbandelung: Ende 2003 gründete Middelhoff mit seiner Frau Cornelie und der Esch-Gattin Irma auch noch die Meav GmbH in Troisdorf. Geschäftszweck der Firma: Vermögensverwaltung und Immobiliengeschäfte. Laut Middelhoff hält er sich das Unternehmen für die Zeit, wenn er mal in Rente geht.
So waren Esch und Middelhoff bereits intensiv miteinander verflochten, als der Ex-Bertelsmann-Chef im Sommer 2004 Vorsitzender des KarstadtQuelle-Aufsichtsrats wurde. Das Geschäft, das nun Zweifel aufkommen lässt, ob Middelhoff sauber zwischen den Zielen seiner privaten Anleger-Connection und den Interessen von KarstadtQuelle trennen konnte, hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine gut dreijährige Geschichte.
Im Jahr 2000 war Wolfgang Urban Vorstandschef geworden. Urban glaubte nicht mehr so recht an das klassische Warenhausgeschäft, ein Einstieg in die Immobilienbranche schien ihm lohnend. Und die Partner lagen nahe: Oppenheim und Esch. Denn auch Urban hatte als Privatmann sein Geld bei Oppenheim-Esch angelegt.
Im Februar 2001 begannen geheime Gesprächsrunden für einen pikanten Deal. Daran beteiligt: Esch, Urban, der Oppenheim-Gesellschafter Matthias Graf von Krockow und Leo Herl, Ehemann und Generalbevollmächtigter der größten KarstadtQuelle-Aktionärin, Madeleine Schickedanz.
Gut eineinhalb Jahre später, im Oktober 2002, fasste Esch die Ziele der Allianz in einem Strategiepapier schriftlich zusammen: "Die vorgenannten vier Beteiligten stellen gleiche Interessenlage fest hinsichtlich einer effizienten Zusammenarbeit, um optimale Ergebnisse für Madeleine Schickedanz, das Bankhaus und die Oppenheim-Esch-Holding-Gesellschaften sowie deren Kunden zu erzielen."
Offenbar wollte die Geheimrunde KarstadtQuelle von der Börse nehmen und anschließend einen großen Teil der Konzernimmobilien verkaufen. Laut Protokoll "30 bis 40 Prozent" des Grundbesitzes. Außerdem beabsichtigten Oppenheim-Esch und Karstadt, gemeinsam groß in den Markt für Immobilienentwicklungen einsteigen. Das geplante Investitionsvolumen: 7,67 Milliarden Euro.
Von dem großen Plan sollte zwar auch das Unternehmen profitieren, "durch Konzentration auf das Kerngeschäft". Aber so wie es dann weiterging, könnte man auf den Gedanken kommen, dass es zumindest Esch vorrangig um eines ging: sich und der Bank die Immobilien des Konzerns zu sichern.
Viel war es ja nicht, was am Ende von der Idee übrig blieb, eines aber doch: der Verkauf von fünf Premium-Standorten des Konzerns bis 2003. Esch baute dort neue Kaufhäuser oder alte Häuser um, er legte für jedes einen Fonds auf, exklusiv für Oppenheim-Kunden, darunter eben auch Middelhoff. Und er vermietete alle anschließend wieder an Karstadt - zu deftigen Preisen, mit denen auch die Margen der Anleger in die Höhe schossen.
Als üblich gelten in der Branche Mieten, die sieben bis neun Prozent des Umsatzes auffressen. Für die fünf Häuser in München, Karlsruhe, Wiesbaden, Potsdam und Leipzig überweist Karstadt dagegen bis zu 17,2 Prozent vom Umsatz an die Esch-Fonds. Das sei mehr als die Marktmiete, urteilte auch Middelhoff in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. Sowohl das Bankhaus Sal. Oppenheim als auch Josef Esch lehnten es ab, die Fragen des SPIEGEL zu beantworten. Familie Schickedanz und Ex-Vorstand Urban reagierten erst gar nicht.
So wie es auf den ersten Blick aussah, war es also ein grandioses Geschäft für Esch, die Bank und ihre Kunden, ein grottenschlechtes dagegen für Karstadt. Schon in der Bilanz 2004 mussten die Finanzmanager des Konzerns die Mietrisiken dieser fünf Häuser abfedern, mit sogenannten Droh-Verlust-Rückstellungen in Höhe von rund 150 Millionen Euro.
Doch da gab es noch eine vertrauliche Zusatzvereinbarung. Offenbar sollte es für die Miesen aus der Vermietung einen Ausgleich geben: Gewinne, die künftig bei gemeinsamen Immobiliendeals von KarstadtQuelle und Oppenheim-Esch herausspringen würden, ein dreistelliger Millionenbetrag. Esch stellte dafür seinem Freund Urban Milliardenprojekte in Aussicht, die sie zusammen für andere Großkonzerne bauen würden. So belegt durch ein Geheimprotokoll ("Protokoll außerhalb der Tagesordnung"), das Esch am 21. Februar 2002 an Christopher Baron von Oppenheim schickte.
Tatsächlich bekam Urban als "Vorsitzender des Vorstandes KarstadtQuelle AG" ganz offiziell Post von der "Josef Esch Fonds-Projekt GmbH". Unter der Überschrift "Vereinbarung über eine Zusammenarbeit" hieß es am 1. Oktober 2002: "Wir bestätigen Ihnen unsere Vereinbarung, die Projektrealisierung der Warenhäuser der KarstadtQuelle AG durch eine von der Josef Esch Fonds-Projekt GmbH als Initiatorin zu benennende Grundstücksgesellschaft durchführen zu lassen. Weiterhin werden wir in Zukunft unsere Immobilienprojekte, die nicht der KarstadtQuelle AG zuzuordnen sind, gemeinsam mit Ihnen realisieren." Unterschrift: Josef Esch.
Das war, so kann man es jedenfalls lesen, die Bestätigung für das Ausgleichsgeschäft. Und offenbar nicht die einzige, denn gut zwei Monate später, am 18. Dezember 2002, schickte der Warenhauskonzern Esch eine Rechnung über "25 000 000,00 Euro, zzgl. 16% MwSt. 4 000 000,00 Euro". Dort heißt es: "Für die Begründung der Geschäftsbeziehungen und für die bisherige und zukünftige Zusammenarbeit bei der Realisierung von Immobilienprojekten." Esch überwies die 29 Millionen prompt.
Doch als Urban im Mai 2004 den Konzern verließ, wollte Esch von einer weiteren Kompensation für die Mondmieten der fünf Karstadt-Häuser anscheinend nichts mehr wissen. Also machte sich der neue Vorstandsvorsitzende Christoph Achenbach auf den Weg zu Esch, zusammen mit Finanzchef Harald Pinger und dem neuen Chef der Rechtsabteilung, Detlev Haselmann. Sie sollen laut Middelhoff auf das Gegengeschäft, die Erfüllung der Vereinbarung gepocht haben. Doch Esch habe sie abblitzen lassen.
Er verwies demnach auf eine merkwürdige Klausel aus dem Strategiepapier vom Oktober 2002: "Die Durchführung erfolgt unter Sicherstellung, dass die Führungsspitze, Vorstands- und Aufsichtsrats-Struktur mindestens 5 Jahre und länger erhalten bleiben, um den angestrebten Erfolg zu ermöglichen."
Nun, soll Eschs spitzfindig geantwortet haben, sei Urban ja weg, das Abkommen damit hinfällig. Die horrenden Mieten für die fünf Häuser liefen aber weiter.
"Da habe ich gesehen, KarstadtQuelle hat ein Problem mit zu bildenden Rückstellungen", sagt Middelhoff, "und deshalb habe ich gleich in meiner ersten Sitzung als Aufsichtsratsvorsitzender veranlasst, dass das Wirtschaftsprüfungsunternehmen BDO die Esch-Immobilien-Projekte analysiert und bewertet."
Das Urteil der BDO-Experten war verheerend. Im Rahmen der "Kooperation bei 5 Projekten" seien die "Kaufpreisfestsetzungen nicht nachvollziehbar". Davon abgesehen gebe es auch "keine Zustimmung durch den Aufsichtsrat für 4 Projekte" und "keine Wirtschaftlichkeitsberechnungen". Die Prüfer stießen sich zudem an den weichen Projektkosten. Das sind etwa Provisionen für die Vermietung. Wie diese weichen Kosten in die Berechnungen eingeflossen sind, von denen die Miethöhen abhingen, sei ebenso "teilweise nicht nachvollziehbar".
Dass KarstadtQuelle den Fall ernst nahm, zeigte der Verkaufsprospekt für eine Kapitalerhöhung, die Ende 2004 anstand. Darin heißt es, der Konzern prüfe derzeit die "Historie" der fünf Projekte und die "Rechtsposition". Außerdem konnten potentielle Investoren dort zum Fünf-Häuser-Deal nachlesen: "Bereits derzeit ist absehbar, dass aus den langfristigen Mietverpflichtungen nicht unerhebliche Risiken resultieren."
Auf eine Klage gegen die frühere Hausspitze verzichtete der Konzern trotz allem. Middelhoffs Begründung: Der mögliche Schaden, der durch ein Gerichtsverfahren für den Börsenwert des Unternehmens entstanden wäre, wäre weitaus größer gewesen als alles, was bei einer Klage an Entschädigung zu holen gewesen sei. "Das war eine wirtschaftliche und politische Entscheidung." Gedeckt wurde sie durch ein eigens bestelltes Gutachten des Frankfurter Aktienrechtlers Hans-Joachim Mertens, in dem es heißt, im vorliegenden Fall gebe es bei einer Abwägung durchaus Punkte, die geeignet seien, sich "gegen die aktive Geltendmachung der Schadensersatzansprüche" zu entscheiden.
Doch warum verzichtete Middelhoff auch auf eine Klage gegen Esch? Warum versuchte er nicht, den möglichen Anspruch aus dem Gegengeschäft in dreistelliger Millionenhöhe vor Gericht durchzuboxen? Hätte er das nicht schon allein deshalb tun müssen, um jeden Anschein auszuräumen, seinen Vermögensverwalter Esch zu schonen?
Eine Klage gegen Esch, so argumentiert Middelhoff, sei von vornherein so aussichtslos gewesen, dass man es erst gar nicht hätte probieren müssen. Detlev Haselmann, der Leiter der Rechtsabteilung des Konzerns, verbrachte die Osterfeiertage 2005 damit, die ihm zugänglichen Unterlagen zum Thema zu sichten, um "etwas zu finden, das einen rechtsgültigen Anspruch von KarstadtQuelle gegenüber Esch" hätte begründen können. "Das wäre in der Liquiditätssituation, in der wir waren, ein Segen gewesen. Aber da war nichts."
Und nicht nur Haselmann habe das so gesehen. Auch sein Vorgänger, Bernd-Volker Schenk, Justitiar unter Urban, habe Ansprüche gegen Esch nie als "rechtsfesten Case" betrachtet, sagt Middelhoff. "Im Gegenteil, auch der hat ausdrücklich von einer Klage abgeraten. Schließlich gab es keinen unterschriebenen Vertrag oder ein vergleichbares Papier."
Was aber ist dann mit der "Vereinbarung über eine Zusammenarbeit", die Esch doch am 1. Oktober 2002 an Karstadt geschickt hatte, offenbar die Bestätigung des Ausgleichsgeschäfts? Vom SPIEGEL damit konfrontiert, reagierte Middelhoff überrascht: Er kenne dieses Papier nicht. "Das Schreiben stammt aus dem Jahr 2002, also drei Jahre vor meinem Amtsantritt."
Sein Problem aber ist: Ex-Justitiar Schenk, befragt vom SPIEGEL, erinnert sich an den Vorgang und die damit zusammenhängenden Diskussionen anders als Middelhoff. Dieser Brief, so Schenk, sei damals von KarstadtQuelle angefordert worden, um den Ausgleichsdeal mit Esch auch schriftlich abzusichern, bevor die Verträge für die Kaufhäuser in Leipzig, Karlsruhe und München unterzeichnet worden seien.
"Gestützt auf diesen Brief, weitere damit in Zusammenhang stehende Unterlagen sowie meine persönlichen Kenntnisse des Inhalts der mit Herrn Esch geführten Gespräche, bin ich immer davon ausgegangen, dass die von Herrn Esch zugesagten Erträge aus dem Drittgeschäft bei Bedarf auch rechtlich hätten durchgesetzt werden können", erklärt Schenk. "Diese Auffassung habe ich insbesondere 2004 sowohl gegenüber dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Middelhoff und anderen Organmitgliedern der KarstadtQuelle AG als auch gegenüber Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten - jeweils unter Übergabe der mir relevant erscheinenden Unterlagen - vertreten. Es trifft nicht zu, dass ich seinerzeit als Leiter der Rechtsabteilung von einer Klage abgeraten hätte."
Eine Aussage, die Middelhoff nun schwer in die Bredouille bringen könnte - auch wenn noch nicht sicher ist, welche Version denn stimmt, und erst recht nicht, ob eine Klage Erfolg gehabt hätte. Doch so einfach wie der Arcandor-Geschäftsbericht kann man es sich wohl nicht machen. Da heißt es zu Middelhoff und seinen privaten Beteiligungen an den Esch-Fonds ganz schlicht: "Aufgrund der geringen Beteiligungshöhe ist eine Einflussnahme nicht zu erwarten."
JÜRGEN DAHLKAMP, GUNTHER LATSCH,
JÖRG SCHMITT
Von Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt

DER SPIEGEL 9/2009
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