06.04.2009

TIEREEiland der Hühner

Das Drama nahm vor über 15 Jahren seinen Lauf, als Hurrikan "Iniki" Käfige mit Hühnern zerstörte. Hennen und Hähne, ursprünglich für illegale Kämpfe gezüchtet, flüchteten und vermehrten sich rasant auf der Hawaii-Insel Kauai. Tausende Tiere rauben den Einwohnern nun den Schlaf, legen ihre Eier überall ab, auch in den Auslagen der Souvenirhändler. Vor allem aber sorgen sie für Zwietracht unter den 63 000 Insulanern. Einige deklarieren die Hähne zur Touristenattraktion, verkaufen T-Shirts mit einem Hahn drauf und der Zeile: "Offiziell ungefährdete Art". Andere versuchen mit Gift und Schrot, die Kreaturen zu dezimieren, weil auf dem Eiland die Mungos als Fressfeinde fehlen. Der Suppentopf als Waffe eignet sich nur schlecht: Die Biester sind so zäh, dass bereits folgender Kochtipp kursiert: "Leg den Hahn mit einem Lavastein in den Topf, und wenn der Stein weich ist, lasse das Fleisch noch zwei weitere Stunden auf dem Herd."

DER SPIEGEL 15/2009
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