07.09.2009

KARIKATURENPost aus Dschidda

Fast vier Jahre nachdem die dänische Tageszeitung "Jyllands Posten" zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, bahnt sich neuer Ärger an. Damals waren bei Demonstrationen in der muslimischen Welt über hundert Menschen ums Leben gekommen. Eine renommierte saudi-arabische Anwaltskanzlei hat nun im Namen von "Tausenden von Nachkommen des Propheten, die sich persönlich beleidigt" fühlen, einen Brief an die Chefredakteure der 16 dänischen Zeitungen geschrieben, die im Februar 2008 eine der Karikaturen nachgedruckt hatten. Die Anwälte aus Dschidda fordern die Chefredakteure auf, die Karikaturen von ihren Internetportalen zu entfernen, sich für den Nachdruck zu entschuldigen und eine Verpflichtung abzugeben, dass sie nie wieder Mohammed-Karikaturen veröffentlichen werden. Aber auch wenn die Dänen diese Forderungen erfüllen, behalten sich die Nachkommen des Propheten das Recht vor, die Zeitungen wegen Verleumdung zu verklagen. Das Ultimatum läuft Ende September ab. Die Zeitung "Jyllands Posten" erklärte, sie werde sich dem Ansinnen nicht beugen.

DER SPIEGEL 37/2009
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