26.09.2009

KONZERTEBenefiz für einen Oligarchen

Vor vier Jahren wurde er zu acht Jahren Arbeitslager in Sibirien verurteilt - der russische Milliardär Michail Chodorkowski soll, so die Anklage, neben anderen Vergehen in großem Stil Steuern hinterzogen haben. Nicht nur Beobachter aus dem Westen sahen in dem Prozess eine Racheaktion des Staates an dem regimekritischen Oligarchen, der es sich mit Wladimir Putin verscherzt hatte. Nun bekommt Chodorkowski Unterstützung von unerwarteter Seite. Am 29. Oktober wird es ein Benefizkonzert im Leipziger Gewandhaus geben, ebenjenem Gebäude, das Kurt Masur im heißen Herbst 1989 für die Demonstranten geöffnet hatte. Zur Aufführung kommt unter anderem die 4. Symphonie Arvo Pärts, die Chodorkowski gewidmet ist; Konzertmeister wird der lettische Star-Geiger Gidon Kremer sein. Die Einnahmen des Abends zu Ehren politisch Verfolgter gehen an ein Internat für bedürftige Kinder bei Moskau, das Chodorkowski 1994 gegründet hat.

DER SPIEGEL 40/2009
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