12.10.2009

POPKlage gegen Guns N'Roses

Manche Leute glauben, das Album "Chinese Democracy" von Guns N'Roses sei für den Niedergang der Musikindustrie verantwortlich. Fast 14 Jahre lang hatte der Sänger Axl Rose daran gewerkelt, dabei unzählige Musiker, Toningenieure und Produzenten verschlissen, bis es 2008 endlich erschien. Mit Produktionskosten von rund 14 Millionen Dollar war es eines der teuersten Alben der Popgeschichte, blieb aber weit hinter den Erwartungen zurück. Nun könnte noch eine Million Dollar Kosten dazukommen. Der deutsche Elektro-Produzent Ulrich Schnauss hat Rose und seine Plattenfirma Geffen nämlich wegen ungenehmigter Benutzung zweier Samples verklagt. Es geht um einige Sekunden düsterer Atmosphärenklänge, die in das Stück "Riad N' the Bedouins" eingegangen sein sollen. Frage: Sind ein paar Sekunden Gebrummel auf "Chinese Democracy" eine Million Dollar wert? Die Einzigen, die Axel Rose ähnlich wichtig nehmen wie er sich selbst, scheinen Ulrich Schnauss und seine Anwälte zu sein.

DER SPIEGEL 42/2009
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