09.11.2009

NIEDERLANDEDer Angsthändler

Der Rechtspopulist Geert Wilders will den Koran verbieten, das Kopftuch besteuern und die Kosten der Einwanderung berechnen. Demnächst würde er gern Premierminister werden.
Geert Wilders sitzt im Flugzeug. Er blickt auf den Wolkenteppich unter sich, ab und zu blättert er eine Zeitungsseite um. Hinter ihm sitzt ein Kameramann der niederländischen Nachrichtenagentur und filmt jede seiner Bewegungen. Dann landet das Flugzeug, es ist nur eine kurze Reise von Amsterdam nach London. Geert Wilders, 46, Chef der rechtspopulistischen Partei PVV, steigt als Erster aus, er ist jetzt wieder in Großbritannien, zum ersten Mal seit acht Monaten.
Diesmal hält ihn kein Grenzbeamter auf, anders als im Februar. Da durfte er nicht einreisen, weil die Briten ihn zu einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit erklärt hatten. Wilders flog trotzdem, mit 50 Journalisten im Schlepptau, er wurde sofort wieder zurückgeschickt. Seine Umfragewerte schnellten danach in die Höhe, nichts hat ihm mehr geholfen als diese Entscheidung. Jetzt also darf er wieder ins Land, und er hat vor, auch das zu einem Triumphzug zu machen.
Außer einem Mittagessen mit einem Lord des Oberhauses hat er nicht viel zu tun in London, aber er braucht noch ein paar Bilder. Er gleitet in einer Limousine vom Flughafen Heathrow zum Parlament, wo er eine Pressekonferenz geben will. Vor dem Parlament brüllt sich schon eine Gruppe Bilderbuch-Islamisten warm. Sie rufen: "Wilders, fahr zur Hölle." Auf ihren Plakaten steht: "Der Islam wird die Welt beherrschen." Perfekter kann die Kulisse für einen Wilders-Auftritt nicht sein.
Seine Rede ist kurz, viel zu sagen gibt es eigentlich nicht. Geert Wilders stellt fest, dass es ein Sieg sei, hier in London zu sein, nicht ein Sieg für ihn persönlich, sondern "ein Sieg für die Redefreiheit".
Dann kommen die üblichen Fragen: Warum wollen Sie den Koran verbieten? Wollen Sie dann etwa auch die Bibel verbieten? Wilders antwortet so, wie er es immer tut: Der Islam sei keine Religion, sondern eine faschistische Ideologie, der Koran daher nichts anderes als Hitlers "Mein Kampf". Und wenn das Buch verboten sei, dann müsse man eben auch den Koran verbieten. Meistens zitiert er als Kronzeugen den großen britischen Staatsmann Winston Churchill, der diesen Vergleich ja auch schon gezogen habe. Churchill würde jetzt gut passen, aber vor der Weltpresse in London hat Geert Wilders vor Aufregung Churchill vergessen.
"Wir haben gute Beziehungen zu unseren Muslimen, der Einzige, der Spannungen schafft, sind Sie", ruft ein Journalist. "Die letzte Gruppe, die in Europa wegen ihrer Religion verfolgt wurde, waren die Juden", ruft ein anderer. "Ich akzeptiere keine Parallelen", sagt Wilders. Schließlich sagt er noch, man könne nicht nur mit Freunden debattieren, sonst gäbe es ja keine Debatte, danach steht er auf und geht.
Geert Wilders ist ein begnadeter Rechtspopulist, der letzte einer Generation, die sich vorgenommen hat, Europa aufzumischen. Der Schweizer Christoph Blocher wurde abgewählt, der Österreicher Jörg Haider fuhr sich tot, der Deutsche Ronald Schill kokste in Rio. Geert Wilders könnte Premierminister der Niederlande werden. Im Mai 2011 sind Wahlen, und seine PVV, die "Partei für die Freiheit", führt seit Monaten die Umfragen an, er kommt auf knapp 20 Prozent. Bei den Europawahlen im Juni lag sie nur knapp hinter den regierenden Christdemokraten.
Der PVV-Chef ist jeden Tag auf der Titelseite irgendeiner Zeitung, jede Wilders-Schlagzeile im Internet bringt dreimal mehr Klicks als eine Balkenende-Schlagzeile. Jan Peter Balkenende ist zwar Premierminister, aber eigentlich regiert Geert Wilders schon heute mit: Seit er 2004 die Liberalen verlassen hat, treibt er die Regierungen vor sich her mit seinem Feldzug gegen den Islam. Viele seiner Sätze fangen an mit "Es muss doch erlaubt sein zu sagen, dass ..." Dass die holländische Kultur besser sei als die der Muslime. Dass es eine islamische Invasion gebe. Dass die Muslime Europa zu einer Kolonie Arabiens machten. Die Realität ist kompliziert geworden, aber Geert Wilders findet einfache Worte.
Er will die Niederlande aus den Händen der Islamisten zurückerobern, Straße für Straße, Viertel für Viertel. Zurückerobern. Marokkanische Straßenterroristen. Rabat an der Maas. Islamisierungstsunami. Das sind Wilders-Wörter. Schlagzeilenwörter. Muslime, das sind für ihn Menschen, die mit ihren Kopftüchern, ihren "Hass-Bärten", Burkas und Moscheen den öffentlichen Raum verschmutzen. Weshalb er erst neulich eine Kopftuchsteuer gefordert hat - 1000 Euro pro Kopf und Jahr. Aber er habe nichts gegen Muslime, sagt Geert Wilders. Nur gegen den Islam.
Das ist ein abstruser Verbalspagat, aber die Menschen in diesem kleinen, reichen, liberalen Land stören Wilders' Verrenkungen nicht. Denn viel hat sich geändert seit jenem Tag vor fünf Jahren, als ein islamistischer Fanatiker den Filmemacher Theo van Gogh erst erschoss, ihm dann die Kehle durchschnitt und mit einem Messer eine Drohbotschaft an die Brust heftete. Der 2. November 2004 war der 11. September der Niederlande, und viele Politiker erklärten danach, das Land befände sich im Krieg.
Es war dieser Tag, an dem Geert Wilders' Aufstieg begann.
Wer zu ihm will, muss durch eine Röntgenkontrolle am Parlamentseingang und durch zwei Sicherheitsschleusen im Abgeordnetentrakt. Vor der Tür sitzt ein Leibwächter, vor dem Fenster hängt eine schusssichere Abdeckung, und davor sitzt im Halbdunkel Geert Wilders und trinkt Orangensaft. Sein Haar leuchtet, gebleicht und in Wellen gelegt. Wie eine Mozartperücke sitzt es auf seinem Kopf. Oder wie ein Schutzhelm. Viel ist geschrieben worden über sein Haar, sogar, dass er es färbe, um den Einfluss einer angeblich jüdisch-indonesischen Großmutter zu verbergen. Er wirkt jedenfalls nicht wie einer, dessentwegen der Nato-Generalsekretär Angst vor Anschlägen islamistischer Extremisten hatte, sondern eher wie ein Kaninchen, das sich in seinem dunklen Bau verschanzt hat.
Zwei Todesdrohungen, sagt Geert Wilders zur Begrüßung. "Nur das Übliche." Die Drohbriefe sind sein Thermometer, mit dem er die Temperatur im Land misst. An diesem Vormittag ist sie nur leicht erhöht.
Seit fünf Jahren steht er unter Polizeischutz, der Staat hat ihm ein Haus gebaut, ein Gefängnis eher. Bombensicher, schusssicher, Kameras überall. Seit fünf Jahren lebt Wilders in einer Welt der Hintereingänge und Panzerglaslimousinen, ständig begleitet von einem Dutzend Leibwächter. Und wenn er mal über einen Marktplatz läuft und Flugblätter verteilt, dann ähnelt das eher einem Überfall als einer Demonstration von Volksnähe.
303 von 424 Drohungen gegen niederländische Politiker galten im vorigen Jahr allein ihm. Fast jeden Tag findet irgendwo im Land ein Prozess gegen einen Drohbriefschreiber oder Drohanrufer statt. Der Strafsatz für Wilders-Beleidigungen hat sich bei 500 Euro eingependelt. Die Polizei hat ein Spezialformular für Anzeigen gegen Geert Wilders entwickelt.
Woher kommt der Hass, Herr Wilders?
"Ich will niemanden beleidigen oder provozieren", sagt Geert Wilders. Aber es müsse in einer freien Gesellschaft doch erlaubt sein zu kritisieren, und wenn sich jemand beleidigt fühle, bitte.
Eine Million Muslime leben im Land, gerade sechs Prozent der Bevölkerung. Nur ein paar hundert von ihnen sind radikale Islamisten, ein paar tausend vielleicht haben Straftaten begangen. Aber es geht nicht mehr um solche Fakten, es geht um Gefühle, um Ängste. Eine Nation fremdelt mit ihrem eigenen Land, in dem Frauen hinter Gesichtsschleiern und Männer in Kaftanen zum Alltag gehören. Der Schriftsteller Geert Mak sprach nach dem Mord an Theo van Gogh von einem "Angsthandel", betrieben von Politik und Medien. Wilders ist der gewiefteste Angsthändler.
Ein "Land der verworfenen Epochen" nannte der Historiker James Kennedy die Niederlande. Ein Land, in dem sich die Geschichte nicht kontinuierlich bewegt, sondern ruckartig. So ein Ruck war der Mord vom 2. November 2004, er beförderte lange Unterdrücktes und Ungesagtes an die Oberfläche.
Auch die Volksparteien haben sich seither nach rechts bewegt. Jahrzehntelang haben Christ- und Sozialdemokraten Probleme mit Marokkanern und Türken verschwiegen, aus Hilflosigkeit, Desinteresse und falsch verstandener Toleranz. Jetzt haben manche die Ideen von Geert Wilders kopiert, in der Hoffnung, ihn rechts überholen zu können. Aber das Original ist ihnen immer einen Schritt voraus. Während die Regierenden ihm noch generös die Juniorpartnerschaft in einer Koalition anbieten, sagt er ihnen frech ins Gesicht, dass sie wie ein Schrottauto im Sand feststeckten, mit toter Batterie, während ein Hund an ihren Vorderreifen pinkelte. Und fordert dann ihren sofortigen Rücktritt.
Das ist ein typischer Wilders-Vergleich. Er hat die Regierung auch schon mit vergorener Milch verglichen, die Durchfall hervorruft. Sich selbst vergleicht er gern mit dem Wind. "Irgendwer hat das Fenster aufgemacht, und frischer Wind kommt rein. Die Politiker hassen den frischen Wind, sie bekommen Panik. Sie versuchen, das Fenster zuzudrücken, aber es geht nicht mehr."
Im Parlament ist Geert Wilders scharfzüngig und unverschämt, beim Gespräch in seinem Büro redet er wie ein Volksschullehrer. Seine Sätze sind abgewogen, seine Argumente abgeschliffen von der Wiederholung. Ein exzentrischer Intellektueller wie sein Vorgänger Pim Fortuyn ist er nicht, auch kein Volkstribun zum Anfassen. Er ist ein höflicher Kreuzzügler gegen den Islam. Ein Rechtspopulist, der Israel, Amerika und Maggie Thatcher liebt und gegen die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen eintritt.
Ansonsten ist wenig über ihn bekannt. Er hatte bei Kühne in Deutschland Gurken in Gläser gestopft, um Geld für einen Aufenthalt in Israel zu verdienen, hatte Jura studiert und für die Sozialversicherungsbehörde gearbeitet, bevor er in die Politik ging. Von seiner Frau ist nur bekannt, dass sie eine Ex-Diplomatin aus Ungarn ist.
Er trägt immer die gleichen schwarzen Anzüge, dazu am liebsten eine schmale rote Krawatte. Manchmal tauscht er die rote Krawatte gegen eine eisblaue, moosgrüne oder rapsgelbe. Primärfarben, keine Zwischentöne. Das einzige bisschen Persönlichkeit, das er sich ansonsten in der Öffentlichkeit gönnt, ist seine Haarfarbe.
Geert Wilders ist ein Populist ohne Eigenschaften, ohne Skandale, ohne öffentliches Privatleben. Es wirkt, als spiele er eine Rolle, die Rolle des Rechtspopulisten Geert Wilders. Ein Schauspieler seiner selbst, immer auf Distanz, zur Welt und zu sich selbst. Sein Biotop ist die Grauzone zwischen berechtigter Kritik an integrationsunwilligen Muslimen und unverblümtem Ausländerhass. So perlt auch alles an ihm ab, die Nazi-Vergleiche vor allem, die Schmähungen, nichts will richtig passen. Er ist der Teflon-Mann der niederländischen Politik. Das macht ihn so erfolgreich. Und so gefährlich. Weil sich seine Intoleranz wie ein Ölfilm in der Mitte der Gesellschaft ausbreitet.
Der langsame Aufstieg vom geächteten Parlamentsaußenseiter zum Herrn Fraktionsvorsitzenden ist auf einem Sideboard in seinem Büro zu besichtigen. Da stehen seine Preise nebeneinander aufgereiht wie Fußballpokale in einem Jungszimmer. Das Jahr 2007: der "Klare-Sprache-Preis", daneben der Preis für den "Politiker des Jahres". 2008 kam "Fitna", sein Anti-Islam-Film, 2009 noch mehr Preise: der "Free Speech Award" des Florida Security Council. Der Preis "Hero of Conscience" der American Freedom Alliance. Wilders, der letzte Aufrechte im Kampf für Rede- und Gewissensfreiheit, so sieht er sich selbst am liebsten.
Andere sehen ihn eher als wenig demokratischen Alleinherrscher über seine Ich-AG namens PVV. Denn die Partei hat nur ein einziges wichtiges Mitglied: Geert Wilders. Er ist Fraktionschef, Parteichef, Chefideologe und Schatzmeister in einem. Sogar seinen acht Mitabgeordneten hat er den Parteibeitritt versagt, genauso wie er ihnen verboten hat, in den Parlaments-Presseclub zu gehen, weil der innenpolitische Sprecher der PVV dort einmal den Barmann geschlagen hat, als der ihm keinen Alkohol mehr ausschenken wollte.
Wilders ist besessen von der Furcht, die Kontrolle zu verlieren. Kontrolle über seine Partei, seine Abgeordneten, die Nachrichten, über seine Rolle. Er geht nur in Talkshows, in denen er der einzige Gast ist. Er diskutiert nicht mit moderaten Muslimen, die ihn so unzählige Male eingeladen haben. Er greift lieber an, dann zieht er sich zurück und schaut sich aus etwas Entfernung die Empörungsreflexe an. Am besten funktioniert das mit dem Koranverbot. Dass er ein Koranverbot nie erreichen wird, weiß Wilders auch. Aber er genießt die Provokation.
Der Rest ist bekannt: Leitkultur, Einwanderungsstopp, auch Geert Wilders ist da nicht viel mehr eingefallen als Haider und den anderen. Nur dass bei ihm alles irgendwie mit dem Islam zu tun hat. Die Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre? "Wenn man sich gegen die Immigration entschieden hätte und für die älteren Menschen, dann hätten wir die fehlenden vier Milliarden Euro leicht gespart", sagt Wilders. Sein politischer Sieg ist, dass er die Muslime zum größten Problem der Niederlande hochdiskutiert hat. Vermutlich hat er das Land damit mehr islamisiert als die Muslime selbst.
Wilders' neueste Idee, jetzt, in der Wirtschaftskrise: Er will die wahren Kosten der Immigration errechnen. Der nichtwestlichen Immigration, um genau zu sein, also: das, was die Muslime den Staat kosten. Dafür sammelt er auf einer Internetseite Vorschläge. Die Leute schreiben, wie viel der Busfahrer der islamischen Schule verdiene und dass einer neulich eine Entschädigung vom Staat bekommen habe, wegen der Moschee in seiner Straße. All das soll einfließen in die große Abrechnung über die Migration, soll zu einer handlichen Zahl führen, die die Wut und die Angst der Menschen bündelt. Es soll Geert Wilders' Zahl für den Wahlkampf 2011 werden.
Bis dahin gilt es, die kleinen Wahlen zu gewinnen, die Trophäensammlung auf dem Sideboard zu vergrößern. An diesem Tag kommt ein neuer Pokal dazu, der "Bockbier-Preis" der Bierbrauervereinigung. Die hat gefragt, mit welchem Fraktionsvorsitzenden die Niederländer am liebsten ein Bockbier trinken würden. Sie stimmten für Geert Wilders. Das ist der Stammtischpreis, vielleicht der wichtigste Preis für einen Rechtspopulisten.
Der Herr von der Bierbrauervereinigung wartet in einem sterilen Konferenzraum im Parlament. Er ist etwas aufgeregt, der Pokal in seiner Hand, ein Bierglas auf einem Plastiksockel, zittert ein wenig. Dann fliegt die Tür auf, Wilders tritt ein, drei Leibwächter, eine Sprecherin im Schlepptau. Wilders schaut auf den Pokal, schaut auf den Bierbrauer, schaut auf den Präsentkorb mit Bockbierflaschen. "Phantastisch", sagt er. Der Bierbrauer hält eine kurze Rede über den Zusammenhang von Politik und Bier. Der Fotograf macht ein Foto. Phantastisch, sagt Wilders dreimal, als wäre er sein eigenes Echo. Dann greift er sich den Präsentkorb und läuft aus dem Raum. Vor sich die Leibwächter in Speerspitzenformation. Geert Wilders, so scheint es, ist nicht aufzuhalten. JULIANE VON MITTELSTAEDT
Von Juliane von Mittelstaedt

DER SPIEGEL 46/2009
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