07.12.2009

INTERNETJunggeselle für 34 Pfund

Geld weg, Job weg - die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat im letzten Jahr das Leben zahlloser Menschen auf den Kopf gestellt. Nun wird deutlich, dass die Krise auch Folgen für das Liebesleben hat: Einer Untersuchung der US-amerikanischen Akademie der Scheidungsanwaltschaft zufolge hat es seit Ende 2008 einen gravierenden Rückgang von Scheidungen gegeben. 57 Prozent der 1600 befragten Anwälte gaben an, im vergangenen Jahr deutlich weniger Fälle bearbeitet zu haben. Grund dafür sei die eingeschränkte Zahlkraft der Klienten: Um Geld zu sparen, nehmen die Eheleute es offenbar in Kauf, den ungeliebten Partner noch etwas länger zu ertragen. Eine Gruppe britischer Scheidungsanwälte will nun Abhilfe schaffen: Auf der Internetseite divorce-online.co.uk wollen sie künftig eine Online-Scheidung für krisengeplagte Ehepaare anbieten - ab 34 Pfund im Monat. So kann man mit einer Kreditkarte und ein paar Klicks wieder zum Single werden. Mit Glück soll die Scheidung nur sechs Monate dauern, einen beglaubigten Namenswechsel gibt es inklusive.

DER SPIEGEL 50/2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 50/2009
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

INTERNET:
Junggeselle für 34 Pfund

  • Videoreportage zu seltenen Krankheiten: "Du denkst, das Kind stirbt"
  • Drohkulisse in Shenzhen: Was bedeuten die Militärfahrzeuge an der Grenze zu Hongkong?
  • Trumps Interesse an Grönland: US-Präsident erntet Spott
  • Roboter im All: Russland schickt Humanoiden zur ISS