07.12.2009

FISCHZUCHTKaviar aus der Wüste

In Zukunft will das Emirat Abu Dhabi auch mit Fischeiern Geld verdienen. Unter Leitung des deutschen Anlagenbauers United Food Technologies (UFT) wird in dem Scheichtum die weltgrößte Aquafarm für Störe errichtet. Die 64 Becken der Zuchtstation sind bereits fertig. Vom kommenden Frühjahr an sollen dort 250 000 Sibirische Störe bis zur Geschlechtsreife ernährt werden. Der geplante Jahresertrag liegt bei 32 Tonnen Kaviar. Obwohl die Halle am Rande des arabischen Sandmeers ständig auf eine Temperatur von 20 Grad gekühlt werden muss, rechnen die Betreiber mit guten Gewinnen. "Wegen der vielen Fünfsternehotels und Kreuzfahrtschiffe ist der Bedarf nach der Delikatesse in den Emiraten enorm", so ein UFT-Sprecher. Beflügelt wird das Projekt durch die dramatische Lage beim Wildstör. Das Kaspische Meer ist fast leergefischt - der Handel ist derzeit komplett verboten. Der Preis für goldgelben "Almas"-Kaviar (hergestellt aus Albino-Stören) liegt bei bis zu 50 000 Euro pro Kilo.

DER SPIEGEL 50/2009
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FISCHZUCHT:
Kaviar aus der Wüste

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