14.12.2009

RELIGIONUnchristliche CDU?

Die CDU dürfe nicht länger ihr "C" vernachlässigen und müsse sich "auf christliche Werte rückbesinnen" - diese Forderung erhebt ein in der Partei kursierendes Kritikpapier, zu deren Verfassern der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt und Joachim Klose, Leiter des Bildungswerks der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sachsen, gehören. So fehle vor allem dem Großteil der jungen Unionspolitiker-Generation in den neuen Bundesländern "ein speziell christlicher Handlungsimpuls"; unter den dortigen CDU-Mitgliedern seien immer weniger Christen, ohne dass dies als Mangel empfunden werde. Als Folge schwinde das Christliche in der CDU. Die Analyse der vergangenen Bundestagswahl habe gezeigt, so Patzelt, dass viele katholische Wähler sich von der Partei abgewendet hätten. Eine Diskussion über das "C" in der Union wird auch von anderen, den Parteien nahestehenden Persönlichkeiten gefordert. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat sie wiederholt angemahnt, der Publizist Martin Lohmann gar ein Buch geschrieben, in dem er der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel die Vernachlässigung dieses Kernthemas vorwirft.

DER SPIEGEL 51/2009
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