14.12.2009

Was war da los, Herr Maurer?

Der deutsche Fotograf Daniel Maurer, 31, über einen prominenten Gefangenen
"Sieben Stunden saß ich im Schnee und wartete. Ich hatte meine Skisachen angezogen, einen Klappstuhl dabei und belegte Brötchen. Und mein 400er Objektiv. Damit konnte ich aus 30 Meter Entfernung die Fenster von Roman Polanskis Chalet ranholen, den Blick immer starr auf die Vorhänge gerichtet. Von überall her waren Paparazzi nach Gstaad gereist und lauerten in der Kälte auf den Regisseur im Hausarrest. Nach ein paar Stunden fühlte sich mein Körper an wie Eis. Einmal kam Polanskis Frau vom Einkaufen, einmal zeigte sich das Hausmädchen. Nach sechs Stunden waren die Batterien meiner elektrischen Fußwärmer leer. Nach sieben Stunden wurde es dunkel. Polanski tauchte nicht mehr auf. Stattdessen musste ich ein langweiliges Bild von seinem Haus verkaufen."

DER SPIEGEL 51/2009
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