14.12.2009

DEUTSCHE BAHNNervenkrieg um Millionenabfindung

Bahn-Chef Rüdiger Grube und sein Chefaufseher Werner Müller haben sich auf einen unkonventionellen Weg geeinigt, um eine millionenschwere Abfindung für den überraschend beurlaubten Bahn-Infrastrukturchef Stefan Garber zu umgehen. Um die, glaubt man in Berlin, könnte es dem 54-jährigen Manager nämlich gegangen sein, als er vergangene Woche bei einer Aufsichtsratssitzung als einziger Vorstand neue Bonusregelungen ablehnte und damit einen Eklat provozierte. Laut Vertrag stehen Garber, dem die Kostenexplosion des Stuttgarter Pilotbahnhofs angekreidet wird, bis Mitte des Jahres 2013 Zahlungen in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zu. Sie setzen sich aus einem jährlichen Grundgehalt in Höhe von 550 000 Euro und einem Leistungsbonus in Höhe von 750 000 Euro zusammen. Anders als ursprünglich geplant, wollen Müller und Grube den teuren Manager nach der Auseinandersetzung im Aufsichtsrat jedoch nicht mit vollen Taschen zur Konkurrenz abwandern lassen. Garber soll bei der Bahn bleiben - zum vereinbarten Grundgehalt. Die fetten Boni hingegen sollen gestrichen werden, mit einer einfachen Begründung: "Wer nichts leistet, kriegt auch nichts."

DER SPIEGEL 51/2009
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