14.12.2009

GESTORBENRichard Todd

Richard Todd , 90. Er wäre der erste James-Bond-Darsteller der Filmgeschichte geworden, hätte sich 007-Erfinder Ian Fleming durchgesetzt. Der zartgliedrige, blauäugige Todd entsprach dem aristokratischen Agenten, den der Schriftsteller in den Bond-Romanen beschrieb, weit mehr als der Schotte Sean Connery. Todd bekam die Rolle nicht, durfte aber in dem Schlachtenepos "Der längste Tag" (1962) über die Invasion der Alliierten in der Normandie einen Major spielen, während Connery als Frontschwein durch den Schlamm robben musste. Der aus Dublin stammende Todd war 1944 bei der Invasion einer der Ersten, die als Fallschirmjäger über der Normandie absprangen. Seither galt er als perfekter Offiziersdarsteller und kämpfte im Kino an allen Fronten für Queen and Country. Für die Rolle eines siechen Corporals in einem burmesischen Militärhospital in "Gezählte Stunden" (1949) erhielt er eine Oscar-Nominierung. Richard Todd starb am 3. Dezember in der ostenglischen Stadt Grantham.

DER SPIEGEL 51/2009
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