14.12.2009

Eric Besson

Eric Besson , 51, französischer Minister für Einwanderung und nationale Identität, ist in Erklärungsnot geraten. Seit unter seiner Schirmherrschaft Anfang November eine landesweite Debatte über die nationale Identität der Franzosen initiiert wurde, ist die Website des Einwanderungsministeriums auch zum Tummelplatz für Rassisten geworden. Von den bisher rund 40 000 eingegangenen Kommentaren seien "zwischen sechs und sieben" Prozent unverblümt ausländerfeindlich, musste Besson einräumen. Diese rund 2500 Beiträge seien mittlerweile von Kontrolleuren der Website entfernt worden. Kritik, die nicht nur von der linken Opposition, sondern zunehmend auch von Vertretern der konservativen Regierungspartei UMP an der Initiative geäußert wird, weist Besson zurück. Der in Marokko als Sohn einer libanesischen Mutter und eines französischen Armeepiloten aufgewachsene Besson sagte dem Radiosender Europe 1, er freue sich über alle Kommentare. Schließlich gehörten auch Stammtischreden zur "nationalen Identität" der Franzosen.

DER SPIEGEL 51/2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 51/2009
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Eric Besson

  • Braunkohletagebau in der Lausitz: 8000 Arbeitsplätze, 4 Tagebaue, 130 Dörfer weg
  • Volocopter: Flugtaxi-Versuch in Stuttgart geglückt
  • Verblüffende Erklärung: Warum Trumps Gesicht (eigentlich nicht) orange ist
  • Das Tier im Menschen: Warum manche führen und andere folgen