18.01.2010

DEBATTEHEIßE UND KALTE RELIGIONEN

DER ISLAM VERKÜNDET ERLÖSUNG, DIE CHRISTEN HABEN DEN GLAUBEN ANS JENSEITS VERLOREN.
Im säkularisierten Westen hatte bis vor kurzem Gott kaum mehr eine Rolle gespielt. Das einschlägige Interesse war erkaltet. Das hat sich geändert. Der Kulturkonflikt mit dem Islam hat eine neue Religionsdebatte ausgelöst: In Konflikt geraten ein heißes und ein kaltes Religionsverständnis. Ein äußeres Symptom für heiß und kalt in dieser Angelegenheit ist die Empfindlichkeit und Aggressivität, mit der auf wirkliche oder zur Schau gestellte Kränkungen reagiert wird, wie beim Mordaufruf gegen Salman Rushdie oder bei dem versuchten Mordanschlag auf Kurt Westergaard, einen der dänischen Zeichner der Mohammed-Karikaturen. Wegen der Kontroverse um die Karikaturen verloren rund 200 Menschen bei Ausschreitungen des islamischen Mobs ihr Leben. Das ist die Blutspur der Gekränkten. Westergaard lebt unter Polizeischutz. Er hatte Mohammed mit Turbanbombe dargestellt, als Pate des Terrors. Als das also, zu dem ihn die Terroristen machen, die sich auf ihn berufen. Sie nehmen die Karikaturen zum Anlass, um ihre Mordaktionen fortzusetzen - als wollten sie nachträglich noch einmal beweisen, dass die Karikaturen ins Schwarze getroffen haben. Der Islam - eine heiße Religion? Jedenfalls ist er inzwischen ein heißes Eisen für die anderen, die gar keine oder nur noch erkaltete Bindungen an die Religion haben.
Was bedeutet es, wenn Religionen zu "kalten" Projekten werden?
Wie man mit kalter Berechnung an die Religion und den Glauben herangehen kann, demonstrierte einst Pascal. In seinen Schriften findet sich eine berühmte Stelle, die unter dem Namen "Pascals Wette" in die Geschichte des religiösen Denkens eingegangen ist. Dort plädiert Pascal für den Glauben an das Christentum so, als ginge es um den Einsatz bei einem Glücksspiel. Ihr müsst, sagt Pascal, entscheiden, ob ihr euer Leben von Gott erfüllen lassen wollt - oder nicht. Es könnte ja sein, dass Gott eine Illusion ist. Wägt Gewinn und Verlust ab. Setzt ihr auf Gott und ihr verliert, falls es Gott nicht gibt, so werdet ihr mit dem Tod nicht mehr verlieren, als ihr sonst auch verliert - Leben, Liebe und Lust. Setzt ihr auf Gott und es gibt ihn, so werdet ihr vielleicht dereinst das ewige Leben erringen und heute schon eine gewisse Zuversicht. Sterben werdet ihr so oder so, durch den Glauben könnt ihr nur gewinnen. Geht also hin, sagt Pascal, nehmt Weihwasser und lasst Messen lesen.
Fraglich ist, ob der Glaube, der sich hier in der Sprache des Spieltisches ausdrückt, wirklich der ist, aus dem Pascal gelebt hat. Es ist wohl eher so, dass etwas in ihm glauben will oder schon glaubt, und der Intellekt bietet ihm (und anderen Zweiflern) ein Kalkül an, mit dem er sich lästiger Einreden erwehren kann. Woran Pascal geglaubt hat, war wohl doch etwas anderes, als dieses Kalkül glauben macht. Es war nicht der Gott der Philosophen und Spekulanten, es war, wie Pascal selbst einmal sagte, der Gott Abrahams, an dem er festhalten wollte. Aber der geniale Mathematiker stand an der Schwelle zur Neuzeit, die sich gut auf das Rechnen verstehen wird, und er ahnte das heraufdämmernde naturwissenschaftliche Weltbild, worin Gott keinen Platz haben würde. Er schrieb: "Verschlungen von der unendlichen Weite der Räume, von denen ich nichts weiß und die von mir nichts wissen, erschaudere ich ... Das ewige Schweigen der Räume erschreckt mich ... Wenn ich bedenke, dass der Mensch ... sich selbst überlassen ist wie ein Verirrter in diesem Winkel des Weltalls ... dann überkommt mich ein Grauen."
Das, was in Pascal und den meisten Menschen glauben will, ist sicherlich das Bedürfnis nach Geborgenheit und Sinnzusammenhang. Das Christentum jedenfalls erklärt die Liebe zum Seinsgrund. Und für den Schöpfungsglauben steht am Anfang zwar das Chaos - heute nennen wir es Urknall -, aber dieses Chaos soll sich dann zu einer Ordnung entfaltet haben, die geeignet ist, dem Menschen die Angst zu nehmen. Man möchte sich nicht in einem sinnverlassenen Universum verloren vorkommen, sondern will irgendwie "gemeint" und "angesprochen" sein. In der Welt habt ihr Angst, ich aber habe euch beim Namen gerufen, ihr seid mein, verspricht der Christus.
Aber dem Glauben ergeht es schlecht, wenn man nicht mehr aus ihm, sondern nur über ihn spricht, wenn man ihm also von außen zusieht, ihn beobachtet und analysiert. Das kennen wir aus der Liebe. Auch ihr bekommt es nicht sonderlich gut, wenn sie allzu zudringlich analysiert und zerlegt wird. Es kann einem dann passieren, dass man die Erfahrung der Liebe mit ihrer Analyse verwechselt und schließlich der Analyse mehr traut als der Erfahrung.
Nun ist in der Moderne der Glaube ins Fadenkreuz der nüchternen, entzaubernden Beobachtung geraten. Man verlangt Auskunft über den Glauben, nicht gläubige Auskunft, denn die könnte eine Zumutung sein. Paulus, der eigentliche Begründer des Christentums als Weltreligion, hat sie so formuliert: "Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich" (1 Kor. 15,14).
Das ist nicht dieser milde Glaube an Versöhnung und an die Moral der ausgleichenden Gerechtigkeit - was heutzutage in der Regel vom christlichen Glauben übriggeblieben ist. Die paulinische Glaubenszumutung setzt alles auf eine Karte, und zwar auf die Auferstehung Christi von den Toten. Da Christus von den Toten auferstanden ist, so heißt es, werden auch wir von den Toten auferstehen, vorausgesetzt, wir glauben daran. Es sind für Paulus wirkliche Ereignisse und wirkliche Versprechungen, an die er glaubt. Er erwartet ein anderes, ein erlöstes Leben. Einstweilen sind wir noch in der falschen Veranstaltung, aber das kann sich schnell ändern. Das Diesseits ist allenfalls ein Provisorium, ein Transit- oder Warteraum.
Zu dieser Zeit war die christliche Religion also noch eine sehr heiße Angelegenheit. Unbedingt, den ganzen Menschen erfassend. Noch nicht machtpolitisch, aggressiv. Das kommt später, wenn der Furor der Mission, im Bündnis mit der politischen Macht, nach den Waffen greift. Dabei ging es immer auch darum, einen homogenen Glaubensraum, ein Immunsystem zu schaffen, das die von außen eindringenden Zweifel abtöten konnte. Denn eine heiße Religion reagiert höchst empfindlich auf Kränkungen. Um die innere Betriebstemperatur zu halten, muss sie Ironie, Zweifel, Skepsis, Spott, Relativierung, überhaupt jeden Blick von außen abwehren, denn er wirkt als Herabsetzung oder als Versuchung. Die diesbezügliche Reizbarkeit wuchs, als die Naherwartung des Heils, die Wiederkehr Christi, enttäuscht wurde. Gleichzeitig und zum Glück begann die schleichende Abkühlung, die eine institutionelle Verfestigung, aber auch eine Verinnerlichung mit sich brachte. So wurde die ursprünglich sehr konkrete Glaubenswelt psychologisiert, symbolisiert, ritualisiert. Am Ende wurde daraus das bekannte Gemisch aus Psychotherapie, Meditationstechnik, Kirchentagsfolklore, Politik, Kultur- und Sozialarbeit.
Dazu kam, was Max Weber die Trennung der Wertsphären genannt hat.
Getrennt haben sich die Sphären von Religion und Wissenschaft, Religion und Ökonomie, Religion und Politik. Seit der frühen Neuzeit hat sich, wenn auch nicht konfliktfrei, jenes Zweikammersystem der Kultur etabliert, das Nietzsche so beschrieben hat: Eine höhere Kultur, sagt er, müsse dem Menschen "gleichsam zwei Hirnkammern geben, einmal um Wissenschaft, sodann um Nicht-Wissenschaft zu empfinden: nebeneinander liegend, ohne Verwirrung, trennbar, abschließbar; es ist dies eine Forderung der Gesundheit. Im einen Bereiche liegt die Kraftquelle, im anderen der Regulator: mit Illusionen, Einseitigkeiten, Leidenschaften muss geheizt werden, mit Hilfe der erkennenden Wissenschaft muss den bösartigen und gefährlichen Folgen einer Überheizung vorgebeugt werden".
"Kalte" Religionen, so lässt sich nach alledem definieren, sind solche, die dieses Wechselspiel von Überhitzung und Abkühlung nicht nur äußerlich, sondern innerlich akzeptiert haben, die vernünftig geworden sind, die sich auf das Gesellschaftsdienliche herunterkühlen lassen, pluralistisch, privatisiert und in den getrennten Wertsphären domestiziert.
Inzwischen haben die einst heißen religiösen Wahrheiten Bescheidenheit und die Kränkung ertragen gelernt, dass sie auf offenem Markte als bloße Meinungen oder Gesinnungen gehandelt werden. Eine päpstliche Enzyklika konkurriert mit den Do-ityourself-Lebenshilfen und die Bibel mit den übrigen Esoterika. Der eine Gott, der einmal den geistigen Zusammenhang der abendländischen Gesellschaft verbürgte, ist zersprungen in die vielen kleinen Hausgötter. Die großen Kirchen leeren sich, aber das Angebot für den religiösen Hobbykeller wächst. Die pluralistische Gesellschaft gleicht einem Spiegelkabinett von Beobachtungen und Selbstbeobachtungen. Der aufgeklärte Mensch hat in der Regel das Pensum der großen Kränkungen hinter sich. Verstohlen pflegt er sein religiöses Restguthaben.
Eine heiße Religion ist empfindlich für Kränkungen. Sie muss Ironie, Zweifel, Relativierungen ablehnen. Zweifellos ist der islamische Fundamentalismus eine heiße Religion. Sie hat wie einst das Christentum apokalyptische Aspekte. Die, die in die Türme New Yorks flogen, waren Apokalyptiker, sie waren im wörtlichen Sinne: ein Himmelfahrtskommando.
Einem Journalisten aus Deutschland antwortete einst, vor dem Nato-Angriff, ein Taliban auf die Frage, weshalb das Regime keine Anstrengungen unternommen habe, das zerstörte Land wiederaufzubauen, mit einem Gleichnis. Wenn Sie, sagte er, bei einem Rückflug nach Deutschland in einem unwirtlichen Land abstürzen, aber überleben und die Gewissheit haben, dass Sie in absehbarer Zeit zurückgeholt werden, dann würden Sie doch auch nicht damit anfangen, an dem Absturzort etwas aufzubauen. Das sei die Lage der Taliban: Sie würden bald ins Himmelreich eingehen. Es lohne nicht, am hiesigen Elend noch etwas zu ändern. Das ist exakt jenes Transit- und Warteraumbewusstsein, das uns noch bekannt sein müsste aus der "heißen" Phase des Christentums.
Eine heiße Erlösungsreligion, wie einst das Christentum, kann also abkühlen - sie kann aber auch pervertieren. Gewiss ist es schwierig und fragwürdig, pervertierte und authentische Formen des Religiösen zu unterscheiden. Ich versuche es trotzdem.
Für die pervertierte Religion schrumpft die Welt. Ihr Anhänger findet überall nur die Bestätigung seiner Meinung, die er mit der Inbrunst des Glaubens verteidigt gegen den Rest der Welt - und gegen die eigenen Zweifel. Besonders gefährlich wird es, wenn diese Monomanie ins Politische durchschlägt. Die totalitären Ideologien des letzten Jahrhunderts, Nationalsozialismus ebenso wie Kommunismus, haben sich in diesem Sinne als pervertierte Religionen oder, was auf dasselbe hinausläuft, als politische Ersatzreligionen erwiesen. Sie monopolisieren die Wahrheit, geben dem Menschen die Geborgenheit einer Festung mit Sehschlitz und Schießscharte. Sie setzen auf die Angst vor der Freiheit und gliedern den Einzelnen in ein Kollektiv ein: Dort darf er sich zugehörig fühlen - im verfeindenden Gegensatz zu denen, die nicht dazugehören.
Eine authentische Religion indes erzieht zur Ehrfurcht vor der Unerklärlichkeit der Welt. Im Lichte des Glaubens wird die Welt "größer", sie behält ihr Geheimnis, und der Mensch versteht sich als Teil davon. Er bleibt sich selbst ungewiss und kann das aushalten. Er kann auch den schwer definierbaren Mangel besser aushalten, den wir alle kennen und den Georg Büchners Danton eindringlich beschreibt: "Es wurde ein Fehler gemacht, wie wir geschaffen wurden; es fehlt uns etwas, ich habe keinen Namen dafür - aber wir werden es einander nicht aus den Eingeweiden herauswühlen, was sollen wir uns drum die Leiber aufbrechen?"
Bei anderen suchen, was man bei sich nicht findet, oder es dort zerstören, weil man es bei sich vermisst - das sind Quellen der Verfeindung zwischen den Menschen. Von außen gesehen könnte man die menschenfreundlichen Religionen deshalb als geniale kulturelle Erfindungen interpretieren, mit deren Hilfe die horizontale Suchbewegung der Menschen in die Vertikale, nach oben also, gelenkt wird. Wenn es einen Gott gibt, sind die Menschen davon entlastet, füreinander alles sein zu müssen oder, umgekehrt, ihr Unbehagen aufeinander abzuwälzen. Sie müssen auch nicht mehr so ängstlich um ihre Identität kämpfen, weil sie glauben dürfen, dass nur Gott sie wirklich kennt. Solche Religionen muten den Menschen das Eingeständnis ihrer Ohnmacht, Endlichkeit und Fehlbarkeit zu und machen dieses Eingeständnis lebbar.
Das ist gewiss ein Idealtypus der Religion. Aber bei den real existierenden Religionen finden sich dafür Anknüpfungspunkte. Obwohl Religionen, wie alle Angelegenheiten des Menschen, von Verfall, Versteinerung und Missbrauch geprägt sind, manifestieren sich darin schöpferische Kräfte. Sie gehören zum Menschen als einem Wesen, das transzendieren, das heißt: über sich hinausgehen kann. Der Spiegel der Transzendenz bietet eigentlich die Chance, die eigenen Machenschaften und Machtpositionen relativieren zu können. Mit anderen Worten: Es gibt auch einen spirituell inspirierten Relativismus. Der äußert sich nicht zuletzt im Respekt, der es einem gebietet, jedem seinen Glauben zu lassen und ihn nicht absichtsvoll zu kränken. Doch die eine Kränkung kann man keinem Gläubigen ersparen, nämlich die, auf Schritt und Tritt mit dem Unglauben und auch mit der Kritik des Glaubens konfrontiert zu werden. Religiöse Gefühle, sofern sie sich in Handlungen äußern, können nicht einfach unter Kulturschutz gestellt werden. Rücksichtnahme auf sie findet dort ihre Grenze, wo im Namen der Religion Menschenrechte verletzt und Gewalttaten verübt werden. Religiöse Gefühle verdienen Schutz nur dann, wenn diese ihrerseits bereit sind, dort, wo Handlungen daraus folgen, die Menschenrechte zu respektieren.
Die Menschenrechte sind also maßstabgebend - auch für die Religionen. Darum liegt es nahe, sie selbst als eine Art Religion, als eine Zivilreligion eben, anzusehen. Das Grundgesetz der Bundesrepublik bietet dafür ein gutes Beispiel: Die mehrheitlich beschlossenen Grundrechte dürfen künftig nicht außer Kraft gesetzt werden - auch nicht durch Mehrheitsentscheidungen. Das ist nichts anderes als der Versuch, in einer säkularen Welt ein heiliges Tabu zu errichten. Man verankert die Menschenrechte statt im Treibsand wechselnder Mehrheiten in etwas Absolutem, in Gott oder dem, was von ihm übriggeblieben ist: eine Instanz der moralischen Letztbegründung. Man will an den Menschen und seine menschenfreundliche Vernunft glauben, macht aber dabei die überraschende Entdeckung, dass der Glaube an den Menschen womöglich leichter ist, wenn man den Umweg über Gott nimmt.
Über dieses Verfahren, die Religion ihrer wünschenswerten Effekte wegen wiederherstellen zu wollen, hat der große Religionsphilosoph Paul Tillich allerdings gesagt, es sei der Versuch, "vom Sohn her die Mutter zu schaffen und den Vater aus dem Nichts zu rufen".
Aber ganz aussichtslos ist, so denke ich, das zivilreligiöse Unterfangen nicht.
Mancher kennt noch den Kultfilm der sechziger Jahre, Antonionis "Blow up". Darin gibt es, so erinnere ich mich, die folgende Szene, ziemlich am Ende des Films. Der Protagonist, ein Fotograf, kommt am Morgen nach einer turbulenten Nacht zu einem umgitterten Platz, wo zwei Leute mit Hingabe Tennis spielen - aber ohne Ball. Der Fotograf bleibt entgeistert vor dem Gitter stehen und schaut zu. Die Kamera verfolgt mit ihren Schwenks die Flugbahn des imaginären Balls. Immer wirklicher wird das Unwirkliche an diesem grauen Morgen. Jetzt hört man das Geräusch der Ballschläge, und der Fotograf bewegt den Kopf im Rhythmus des Ballwechsels. Ein Spieler hat zu stark geschlagen. Der Ball, den noch keiner gesehen hat, fliegt über das Gitter. Die Spieler blicken bittend zum Fotografen hinüber. Der zögert, doch dann beugt er sich und hebt etwas auf, das nicht da ist, und wirft es hinüber. Die Spieler bedanken sich und setzen ihr Spiel fort.
Über den Ball lässt sich ebenso wenig sagen wie über Gott, denn er ist vielleicht auch nicht da. Aber das Spiel gibt es, und seine Dynamik verwandelt uns Zuschauer in Mitspieler. Das heißt: Fangt an zu spielen, und ihr werdet merken, wie wirklich der Ball ist. Wenn ihr vorher wissen wollt, ob der Ball da ist, dann werdet ihr nie anfangen. Dann wird es niemals ein Spiel geben.
Der Gott der Zivilreligion ist der Ball im Spiel ohne Ball.
Bleibt die Frage: Wie umgehen mit jenen, die den Ball wörtlich nehmen? Die alles auf eine Karte setzen? Die, wie im Islam, weder Zweifel noch Ironie noch Relativierung kennen, wenn es um die letzten Fragen geht, und die im Diesseits nur einen Transitraum sehen?
Von Rüdiger Safranski

DER SPIEGEL 3/2010
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