01.03.2010

GESTORBENGünter Freiherr von Gravenreuth

Günter Freiherr von Gravenreuth, 61. Er war eine der größten Hassfiguren für viele Internetnutzer, landesweit gefürchtet als Abmahn-Anwalt, viele sagen: Abmahn-Ganove. In den achtziger Jahren verklagte er Raubkopierer, die illegal Computerspiele anboten. Später wurden seine Methoden rabiater, immer wieder verschickte er Massenabmahnungen. 2006 überspannte er den Bogen: Er mahnte die "taz" wegen einer unerwünschten E-Mail ab. Die Zeitung zahlte über 600 Euro, doch Gravenreuth behauptete, er habe kein Geld bekommen, und versuchte, die "taz"-Internetseite zu pfänden und meistbietend zu verkaufen. Er wurde wegen Betrugs verurteilt. Bevor er seine Haftstrafe antreten musste, verschickte er per Mail seinen Abschiedsbrief. Günter von Gravenreuth nahm sich in der Nacht zum 22. Februar in München das Leben.

DER SPIEGEL 9/2010
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