12.04.2010

AUTORENDer gute Amerikaner

Mark Twain war Amerikas größter Schriftsteller. Seine Leser feierten ihn wie einen Rockstar. Er galt als Humorist, aber den imperialen Größenwahn seiner Zeit attackierte er grimmig. Amerika könnte ihn heute, 100 Jahre nach seinem Tod, gut gebrauchen.
Nehmen wir an, er würde noch einmal zurückkehren, auf Heimaturlaub sozusagen, um seinen 100. Todestag zu feiern, makaber vielleicht, aber es ist das einzige runde Datum, das greifbar ist, und da oben werden Sondergenehmigungen nur für Jubiläen erteilt.
Samuel Langhorne Clemens (1835 bis 1910), bekannter unter dem Namen Mark Twain, ein Spezialist übrigens auch für Zeitreisen, würde also ordnungsgemäß auschecken und im Harvard Faculty Club in Cambridge Platz nehmen, schwere Sitzpolster, Ölgemälde, vertraute Gauner, die er von oben kennt, und er würde sich ärgern, weil er nirgendwo mehr rauchen darf. Kannte er anders.
Er würde sich mit einer Flasche Rotwein brummend auf sein Zimmer verziehen, vor den Fernseher setzen und nach einer Weile entgeistert ausrufen: "Heavens, was ist los mit diesem Land?"
Die News-Shows berichten von einem Kamikazeflieger, der seine Einmotorige ins Finanzamt in Austin, Texas, gesetzt hat, ein Feuerball, ein zurückgelassener Bekennerbrief im Internet in biblischer Sprache: "Nehmt mein Fleisch!"
Korruption bei den Demokraten in New York, ein weiterer Amoklauf in der Nähe der Columbine High School, Raubüberfälle in Chicago, Commercials für Essenessenessen überall, Knirschen und Kauen hoch und runter, in allen Varianten, zwischendurch die Nachricht über einen Wal, der seine Trainerin tatsächlich ins Maul genommen hat, schließlich in endlosen Wiederholungen die Sexbeichte eines schwarzen Golfspielers.
Doch die Grundvibration im Lande wird von den bellenden Talkshows vorgegeben, von Flirts in die Widerstandsnischen eines Volks unter Waffen. Da ist eine neue "Tea Party", die Empörung und Wut aufsaugt wie ein Schwamm im dunklen Topfboden der wilden amerikanischen Psyche, anarchisch, richtungslos.
"Heavens!"
Dabei war Mark Twain durchaus nervenstark. Er war Mississippi-Schiffer und Abenteurer und Silberschürfer, bevor er in den Journalismus geriet, und da überzeugter Übertreiber. Er war, lange vor Tom Kummer, der erste Borderline-Journalist. Doch was will man noch erfinden, angesichts dieser Nachrichtenlage!
Die Nation, deren Aufstieg Mark Twain begleitet hat, durch Goldrausch, Rassismus und Bürgerkrieg, durch die industrielle Revolution hin zu immensem Reichtum und imperialer Geltung, diese Nation scheint verwundet und aus den Fugen. Was würde er zu ihrem Abstieg sagen?
Eines ist sicher, er würde sich einmischen, pointiert, nach der Devise seines Bewunderers George Bernard Shaw, der sagte: "Die Wahrheit zu erzählen, das ist der größte Witz in der Welt."
Mark Twain war der Shakespeare Amerikas, ein eigener Kosmos. Ralph Waldo Emerson - verweht. Walt Whitman - allenfalls ein Comeback für die Beatniks in den Sixties. Herman Melville, erst Jahrzehnte nach seinem Tod gewürdigt. Mark Twain blieb. Er war nie weg.
Er sagte von sich: "Ich bin kein Amerikaner - ich bin der Amerikaner." Tatsächlich, er war die amerikanische Stimme, mal prahlerisch, dann jäh verzweifelt, ein Unternehmertyp. Er schrieb, wie er sprach, und sein Englisch kannte alle Nuancen und Idioms. Creative-Writing-Seminare? Er hätte sich schiefgelacht: Er hat seine Geschichten geatmet, ausgeschwitzt. Er verstieß gegen alle Regeln, gerade weil er sie so gut beherrschte.
Mark Twain, Schulabgänger mit zwölf, war wohl der belesenste Autodidakt seiner Zeit. Der Schriftsteller als Selfmademan. "Bildung", sagte er, "ist etwas, was man ganz ohne Beeinträchtigung durch den Schulunterricht erwerben muss."
Er las alles, was er unter die Finger bekam, Cooper, Dickens, die Bibel, in den Auszügen des "Eclectic Reader". Später Voltaire, Paine, Shakespeare, den so gut, dass er den Mord an Cäsar im Stil einer Zeitungsreportage parodieren konnte.
Wörter. Als Druckerlehrling in Hannibal und später in St. Louis tastete er sie ab. Er nahm Wörter mit allen Sinnen auf. "Ein durchschnittliches englisches Wort hat viereinhalb Buchstaben", sagte er, stolz darauf, es auf dreieinhalb reduziert zu haben. Das hieß: mehr Präzision. "Der Unterschied zwischen einem nahezu richtigen Wort und einem treffenden ist groß - es ist der Unterschied zwischen einem
Glühwürmchen und einem Blitz." Sollte über jedem Reporterschreibtisch hängen.
Vor allem hatte er das absolute Gehör für das gesprochene Wort und eine unfehlbare Erinnerung. Er saugte auf, was er an den Ufern des Mississippi aufschnappte und später an den Lagerfeuern und in den Schürferkolonien des Westens, in den Saloons, in den Theatern, in den Bordellen, auf den Straßen, und schrieb seine Storys darüber. Ja, er witzelte, um die Leute zum Lachen zu bringen, aber auch, wie alle Getriebenen, um sich nicht umzubringen. Er spickte seine Artikel und Comedy-Programme mit scharfen Volten gegen Justizirrtümer und politische Durchstechereien, vor allem gegen den imperialen Größenwahn seiner Zeit.
Vielleicht wäre gerade jetzt der geeignete Zeitpunkt für seine Rückkehr, für eine Positionsbestimmung der Nation.
Er war der erste Stand-up-Comedian, ständig auf Tour, ein Vorgänger von Lenny Bruce, Jon Stewart, Bill Maher. Wem gehört Mark Twain? Den Rechten, den Linken? Er wäre ein unzuverlässiger Bündnispartner für beide.
Schlank, mit rötlichen Locken und schwerem Schnauzbart, redete er im schleppenden Drawl der Südstaaten. Er hatte ein untrügliches Gespür für Timing. Die Pausen, sagte er, seien das Wichtigste.
Er füllte Riesenhäuser und brachte sogar den statuesken Nordstaatengeneral Ulysses Grant zum Lachen mit einer reichlich riskanten Pointe. Er verglich dessen militärische Triumphe mit einem Baby, das es geschafft hat, seinen Zeh in den Mund zu stecken - das wohl erste "celebrity roasting" der Geschichte.
Er war oft auf Reisen, ein rasender Reporter zunächst, dann Reiseschriftsteller. Er trieb sich im Westen herum, bestieg Schiffe nach Hawaii, später nach Europa. Am Ende reiste er um die ganze Welt, um in einer Fünf-Kontinente-Tournee seine immensen Schulden zu tilgen. Er dinierte mit Kaiser Wilhelm II., mit Präsidenten und Königen und wurde in Kapstadt oder Bombay auf der Straße erkannt.
Er war der respektlose Rockstar der Weltliteratur. Als er mit dem russischen Zaren zusammenkommt, schätzt er ab, ob er diesen so unvorstellbar mächtigen Mann wohl mit einem Fausthieb zu Boden strecken könnte. Er findet: ja.
Alles Technische faszinierte ihn. Er war einer der Ersten, die eine Schreibmaschine verwendeten, und versenkte ein Vermögen in die Entwicklung einer Setzmaschine. Angesichts eines iPad hätte er feuchte Augen bekommen.
Sein Zeitreiseroman "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" ist eine Apotheose auf das amerikanische Unternehmertum, und gleichzeitig dessen Endspiel. Hank Morgan, der ganz unsentimental mit Merlins Ritterzauber aufgeräumt hat, verliert am Ende in verwesen-den Leichenbergen das Bewusstsein.
Morgan, der Dialektiker, weiß genau, was gegen ihn aufgeboten werden müsste. "Gerede und Moralpredigten"? Schluss damit. "Alle Revolutionen, die Erfolg haben wollen, müssen im Blute beginnen." Spät im Leben war Mark Twain mit Gorki befreundet und begrüßte die russische Revolution von 1905.
Moment - Mark Twain, das amerikanische Nationalheiligtum, ein früher Leninist?
Ganz sicher ein Radikaler aus Prinzip. Doch all seine Grimmigkeiten und Zerklüftungen werden im kollektiven Gedächtnis von etwas anderem überglänzt. Von einer großen Kindheitserinnerung, die gleichzeitig eine aus den Kindheitstagen der Nation ist: von den Abenteuern zweier Jugendlicher.
Mit seinem Tom Sawyer hat Mark Twain Leser in aller Welt in die eigene Jugend zurückgeführt. Und mit "Huckleberry Finns Abenteuern" hat er den ersten wirklich amerikanischen Roman geschaffen. "Es ist das beste Buch, das wir gehabt haben", schrieb Hemingway. "Vorher gab's nichts. Danach hat es nichts gleich Gutes gegeben."
Warum? Weil Mark Twain die Sprache atmen ließ und in Jazz verwandelte. Weil Huckleberry Finn seine Geschichte erzählt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, während er auf seinem Floß den Mississippi hinabtreibt, gemeinsam mit dem geflohenen Nigger-Jim.
Huck leidet Höllenqualen. Sein moralisches Dilemma ist so tief wie das einer Dostojewski-Figur.
"Die Leute werden mich ja 'nen niederträchtigen Sklavenbefreier nennen und mich verachten, weil ich dichthalte, aber das ändert nichts. Ich werd's nicht verraten." Huck fühlt sich schuldig und gehorcht doch seinem inneren Kompass, und während er zu uns darüber spricht, hat er die Taue gekappt und treibt dahin in den Idioms der Südstaaten.
T. S. Eliot hat das Buch mit den großen Menschheitserzählungen verglichen, mit der "Ilias" Homers, mit Goethes "Faust", mit Cervantes' "Don Quijote".
In Mark Twain könnte sich die Nation spiegeln in diesen Tagen und ihre Frische neu entdecken, ihre Stimme wiederfinden. In Mark Twain, dem wilden, dem immer wieder scheiternden, immer neu beginnenden Schriftsteller-Unternehmer.
Hartford, Connecticut. Sein Haus steht noch, spitzgiebelig auf dem Nook Hill, viktorianische Gotik, rotes Holz. Er hatte es 1873 bauen lassen. Mark Twains Stern strahlte nach seinem Bestsellerdebüt, der Reisereportage "Die Arglosen im Ausland". Er war, mit 38 Jahren, der bestbezahlte Schriftsteller Amerikas.
Die Villa war ausgestaltet von Tiffany, 19 Zimmer, 7 Bäder mit Spülklosett, Bodenheizung. Später kamen Telefone dazu, alles absolute Avantgarde.
Damals galt Hartford als reichste Stadt Amerikas, heute gehört sie zu den ärmsten, und in der anstürmenden Trostlosigkeit aus Pizza-Hut und Sandwich-Läden ist die Villa mit ihren chinesischen Schnitzereien und bestickten Decken ein Logenplatz im Welttheater, der Wohnzimmerorient eines Kosmopoliten.
Mit den "Arglosen im Ausland", dem Bericht über eine Schiffsreise nach Europa, hatte Mark Twain den Typ des gutmütig banausischen Yankees geschaffen, der mit ein paar reichen Gleichgesinnten die spalierstehende europäische Hochkultur durchstreift, um sie abzuwatschen, nach dem Motto: Kennst du einen Michelangelo, kennst du alle.
Noch in anderer Hinsicht war diese Reise ein Geschenk. Er lernte seine Frau Olivia Langdon kennen, in Form eines Medaillons, das ihr Bruder mit sich führte. Er verliebte sich auf Anhieb.
Im vorigen Jahrhundert wäre Mark Twains Villa fast abgerissen worden. Sie diente mal als Jungenschule, mal als Apartmenthaus, doch mittlerweile hat die Mark-Twain-Gesellschaft vieles gerettet. Die meisten Besucher wollen wissen, ob alles "genauso ist wie früher". Mark Twain hätte genickt. Alles echt - bis auf den Gipstruthahn im Dining Room.
Nun ja, er hätte sich über den Gedichtband von Byron amüsiert, der in seiner Bibliothek auf dem Tisch liegt, wahrscheinlich hat ihn seine Frau Olivia in romantischer Stimmung dort vergessen.
Jedes Zimmer wird von einer eigenen Person betreut, und jede hat ihren eigenen Mark Twain. Florence ist für den Wintergarten zuständig.
"Sieben Hausangestellte?", wird sie von der Besucherin Linda Wright gefragt, die vor ein paar Jahren aus Alabamas Africatown herzog. "Hm."
In ihrer Stimme liegt Missbilligung. Sie steht in ihrem hochgeknöpften Wintermantel auf dem Teppich wie eine Anklage aus den Tagen der Bürgerrechtsbewegung.
"Er hat ständig das N-Wort benutzt."
"Aber das haben damals alle getan", wendet die ebenfalls schwarze Florence ein. "Und er wollte festhalten, wie die Leute wirklich reden."
Linda schiebt ihre Lippe vor. Sie ist nicht überzeugt. Sieben Angestellte. Hm.
Vielleicht ist es doch eher eine Klassen- als eine Rassenfrage, was ihr da zu schaffen macht, allerdings sind die Grenzen nach wie vor die gleichen, damals wie heute, selbst wenn der Präsident mittlerweile schwarz ist, aber draußen, jenseits dieser Insel begüterter Idylle, rücken die Wohnsilos näher, und Betty, die im Damensalon arbeitet, kommt nachts nicht mehr nach Hartford, weil sie Angst hat, dass ihr Auto aufgebrochen wird.
Für Brendan, den Geschichtsstudenten, der im Obergeschoss zwischen Kinderpulten und Schiefertafeln den Stundenplan der Mark-Twain-Sprösslinge erläutert, ist klar, dass der den schwarzen Präsidenten Obama gewählt hätte.
Und: "Kein Krieg im Irak". Hätte ihn zu sehr an den demokratischen Messianismus seiner Zeit erinnert, die Epoche aus Missionaren und Kanonenbooten, die man die imperialistische nennt.
Tatsächlich hat Mark Twain Front gemacht gegen die amerikanischen Massaker auf den Philippinen, aber auch gegen den deutschen Kolonialismus in Afrika und die internationale Allianz in China, die grausam den Boxeraufstand niederschlug. Sechs Jahrzehnte vor Kennedys "Ich bin ein Berliner" schrieb er: "Ich bin ein Boxer."
Im Keller des benachbarten Besuchszentrums mit dem Souvenirladen wischt der schwarze Mr. Joe den Fußboden.
"Hartford? Hab ich keine Probleme nich mit", sagt er und taucht die Stange mit dem Feudel in die Lauge. Und wischt. "Red 'n paar Worte, wenn ich gefragt werde. Mach meine Arbeit und misch mich nich ein." Wischen. "Bin vor zwanzich Jahren hier hochgekommen, aus Georgia, nachdem sie meinen Jungen erschossen haben." Nur weg, weit weg.
Hier an der Ostküste entstanden Mark Twains große Werke. Ihre Goldadern liegen jedoch weiter im Westen, im Süden. Wir müssen zum Mississippi.
An den Flanken der Highways klebt noch Schnee, die Radiostationen bringen Gospel und Hard Rock und überschnappende Verkäuferstimmen für: Versicherungen, Autos, Videokameras, Computer, Burger, Superburger, Supersuperburger, das Land frisst sich krank, weshalb es Versicherungen, Versicherungen, Versicherungen braucht.
Auch Mark Twain saß im Vorstand einer Versicherungsgesellschaft. Doch kann man sich gegen die Ungerechtigkeiten Gottes, die Grausamkeiten des Schicksals, gegen den Tod versichern? Drei seiner Geschwister starben früh, am Tod des jüngsten Bruders gab er sich selbst die Schuld. Seine Kinder hat er alle überlebt bis auf eine Tochter, und jeder Tod hat ihm das Herz ein weiteres Mal gebrochen.
Spitztürmige Kirchen, Burgershops, Billboards. Doch jetzt mal einige hundert Kilometer keine Lagerparolen mehr, sondern "Huck Finn" als Hörbuch, Huck Finn, der auf seinem Floß durch eine Gesellschaft von Entwurzelten und Blutfehden treibt, in Vorahnung des Bürgerkriegs, trotz aller Katastrophen unbeirrt und unkorrumpierbar.
Ein Roadmovie auf dem Wasser, das erste in diesem grenzenlosen Land, ein großer Gesang auf die Natur mit finsterster Nacht und dem prächtigen Sonnenaufgang aus dem 19. Kapitel, Huckleberry Finn, der Vorläufer von Dean Moriarty aus Kerouacs "On the Road".
Die Tankstelle an einer Landstraße strahlt mit ihrer Reklame in die Abenddämmerung. Hinter dem Tresen eine Inderin im Sari, magisch, als wäre sie vom Darjeeling-Express hier im Nirgendwo abgesetzt worden, zwischen Kaffee und Schokoriegeln und Trockenfleisch in 20 Geschmacksrichtungen.
Und die Lokalzeitung. Tatsächlich, es gibt sie noch, ganz altmodisch aus Papier. Das "Poughkeepsie Journal" berichtet vom Tod Robert S. Colliers, eines angesehenen Gemeindemitglieds. Kaum jemand wusste, dass er ein Ex-Black-Panther war, auch die Inderin nicht, und sie lebt schon lange in der Gegend, sie betrachtet sein Gesicht, glaubt sich zu erinnern, war ein Netter.
Collier hatte vor 45 Jahren Sprengstoff nach New York geschmuggelt, um die Freiheitsstatue und ein paar Kaufhäuser in die Luft zu jagen. Nach einer verbüßten Freiheitsstrafe die 180-Grad-Wende. Amerika: das großartige Land der Neuanfänge. Collier geht nach Poughkeepsie, arbeitet in der Gemeinde mit Alten.
"Menschen ändern sich", sagt die Inderin. "Wen kennt man schon wirklich?"
Lehre eins: Der Terrorismus trägt nicht immer Turban, den kennt man in Amerika seit den Tagen des militanten Sklavenbefreiers John Brown.
Lehre zwei: Alte Wunden können verheilen.
Neue brechen auf. Das Motel hat ein Schwimmbad im Lichthof, Chlorgeruch und Gummipalmen, im Whirlpool ein Trucker mit Bierdose, im TV Commercials von Obama-Gegnern zur Gesundheitsreform mit einem Schweinskopf, in dessen Maul ein Fieberthermometer steckt.
"Yeah right", ruft der Tätowierte.
Das kapiert jeder. Die Botschaft heißt: Schickt die Demokraten, die euer Geld verplempern, bei den bevorstehenden Wahlen im Herbst nach Hause.
Obama wird diese Runde gewinnen, doch Mark Twain wusste: "Wenn wir erleben wollen, wie sehr die menschliche Rasse wirklich im Keller ist, dann müssen wir sie nur zu Wahlzeiten beobachten."
Pittsburgh, in Bürgerkriegstagen die Waffenschmiede am Ohio River, einer der häufigen Zwischenstopps auf den Tourneen Mark Twains durch den Osten. 1872 präsentierte er den Stahlarbeitern, den Einwanderern aus Wales, den Yankees und dem Rest der Welt bereits den vollendeten Mythos des Westens. "Roughing It" hieß sein Programm, er erzählte von seinen Erlebnissen in San Francisco und Nevada, aufgedonnert, aber authentisch.
Die Library Hall war bis unters Dach ausverkauft. Einige hatten sich schon am Tag zuvor angestellt. Der Reporter der "Pittsburgh Daily Gazette" beschreibt einen schmalen Mann mit Schnauzer und Diamantring, der sich auf der überfüllten Bühne kaum bewegen kann. Mark Twain war der Buffalo Bill der Literatur, eine Wildwestshow ohne Statisten, Lassoschwingen und Hufgetrappel.
Seit Mark Twain ist der Westen das Shangri-La der Gesetzlosen und Waffenträger, der Goldsucher, der Spieler und skurrilen Prediger und Verbrecher, der Bardamen und der Duelle auf offener Straße, das ganze Figurenarsenal aus allen zukünftigen Westernproduktionen, das wie in antiken Tragödien immer neu recycelt werden muss. Alle unkontrollier- bar, alle grenzenlos frei. Und je südlicher und westlicher, desto gesetzloser und freier und in jedem Falle misstrauischer gegen alles, was aus Washington kommt. Vielleicht würde Mark Twain, der Südstaatler, doch in der Tea Party mitmischen?
Knapp zwei Flugstunden weiter St. Louis. Die mondäne Hafenstadt am Mississippi, Mark Twain mochte sie nie, und sein Tom Sawyer erst recht nicht. "Lauter Angeber", sagt er.
Am Flughafen ein Dutzend Gefreiter in Camouflage, die vor einem American- Airlines-Schalter Schlange stehen. An vielen Flughäfen wird man so nebenbei daran erinnert, dass das Land in zwei Kriege verwickelt ist.
Auf dem Seesack von Private Lucio das "Battle Book" und der neue Dan-Brown-Thriller. "God bless you, boys", ruft ein Geschäftsmann im Vorübereilen. Lucio lächelt. Er hat sich für acht Jahre verpflichtet. Man merkt, dass er stolz ist. Und man hofft, dass ihn dieser Stolz eine Weile tragen wird.
Mark Twain war kein Held. Kein militärischer. Über seine Mobilmachung mit einem Fähnlein der Konföderierten zu Beginn des Bürgerkriegs schrieb er eine Schwejk-ähnliche Glosse. Kurz darauf folgte er seinem Bruder nach Nevada, raus aus dem großen Schlachten.
Zuvor jedoch schipperte er vier Jahre lang auf dem Mississippi. Er schwärmte: Politiker seien vom Parlament abhängig, Schriftsteller vom Leser, Journalisten von Parteien, ein Lotse dagegen sei der "einzig ungebundene und vollkommen unabhängige Mensch auf Erden".
Seine Arbeit als Lotse trug ihm sein Pseudonym zu: "Mark Twain", riefen die Schipper, wenn sie zwei Faden Wassertiefe maßen, etwas mehr als dreieinhalb Meter, riskant bisweilen, aber es reichte für die Weiterfahrt. So schipperte er, so lebte er, so schrieb er.
Heute gibt es keine Schiffsschlote mehr in St. Louis, der Mississippi ist nichts als eine graue Wasserstraße, und der Schaufelraddampfer ist ein Casinoboot.
Abwesende Blicke saugen sich an den Scheiben von Slot Machines fest. Die Casinos schicken Gutscheine an die Kunden auf ihren Versandlisten, fünf Dollar oder zehn Dollar, wie Dealer, die den ersten Schuss verschenken. Hier sitzen Frauen wie Beth, sie hat ihre Coupons schon längst verspielt und kramt in der Handtasche nach dem Ersparten, unter den nervösen Blicken ihrer Tochter.
Wäre Mark Twain zu trostlos vorgekommen. Sein Spiel war Poker. Und die Armut? Er war entfernt davon, sie zu romantisieren. "Ich gestehe, dass ich kein Freund des armen Mannes bin", schrieb er. "Ich erachte ihn als vergeudetes Rohmaterial."
Nur noch zweieinhalb Stunden auf dem Highway am Fluss entlang, vorbei an abgeernteten Maisfeldern, John-Deere-Vertretungen, Billboards, Chuck Berry tritt immer noch auf, und dann: endlich Hannibal, Missouri. Der Kindheitstraum Amerikas ist ein Spielzeugstädtchen mit historischem Zentrum, in dem jeder zweite Laden Tom Sawyer heißt.
Hier steht der berühmteste weiße Holzzaun der Welt, tatsächlich blendend in der Frühlingssonne, nur ein paar hundert Meter vom Ufer des Mississippi entfernt. Eisschollen treiben träge im Old Man River, an dieser Stelle ist er mehr als einen Kilometer breit, Inseln liegen vor dem Ufer.
Alles ist noch zu sehen in Hannibal, das Lattenhaus der Familie Clemens, das gegenüber, in dem Becky Thatcher lebt, der Schuppen, in dem Huck Finns Familie wohnt, der Friedhof, auf dem Tom und Huck den Mord beobachten.
Tom Sawyer ist romantisch und gleichzeitig absolut geschäftstüchtig. Er hasst die Schule, und besonders hasst er es, diesen weißen Holzzaun streichen zu müssen. Selbst Tante Pollys Sklave Jim lässt sich nicht bestechen. Da kommt Tom auf die genialste Idee der Welt. Während die anderen Kinder ihn verspotten, tut er so, als machte ihm die Sache Spaß.
Als Ben auftaucht und mächtig angibt, sagt er: "Ach, du bist's Ben. Hab's gar nicht gemerkt." Nein Ben, Arbeit ist das nicht. "Bekommt ein Junge vielleicht jeden Tag einen Zaun zu streichen?"
Ben ist eine Weile unschlüssig. Schließlich ist er geliefert: "Du, Tom, lass mich auch mal ein bisschen streichen."
Und dann stehen die anderen Kinder an. Ein Klassiker der Werbung. Begehren wecken, die Verwirklichung erschweren, den Preis festsetzen. Tom erhandelt sich, während er zuschaut: ein Messer ohne Klinge, eine tote Ratte samt Leine, an der man sie herumschleudern kann, einen Drachen, zwölf Murmeln und vieles mehr, das man in diversen Schubfächern des Mark-Twain-Museums besichtigen kann.
Es ist das Museum zu einer Fiktion und erhöht damit beträchtlich ihren Realitätsgehalt. Mark Twain hat seine Kindheit vergoldet, wie Norman Rockwell, der berühmte Illustrationen zu "Tom Sawyer" geliefert hat. Eine Kindheit in Kitsch.
Die Wahrheit war: bittere Armut. Der Vater war ein strenger Patriarch ohne Geschäftsglück, seine Mutter eine warme, aber tief unglückliche Frau, die nach dem Tod ihrer Tochter Margaret ständig in Sorge war um den schmächtigen Samuel.
Im Haus der Clemens', das mittlerweile ebenfalls ein Museum ist, ist ein gemeines Prügelholz ausgestellt. Ein knotiges Ding mit Lederschlaufe. Knapp die Hälfte aller Einwohner Hannibals hielten Sklaven.
"Nicht gerade ein Ruhmesblatt für unsere Stadt", sagt der 14-jährige Alex Addison, der in diesem Jahr, mit Strohhut und Angelrute und Blümchen auf dem Kragen, der offizielle Tom Sawyer ist.
"Er wird sicher mal Politiker", sagt die 14-jährige Paige Cummins an seiner Seite. Ihre blonden Löckchen sind aufgedreht, sie trägt ein blaues Kleidchen, QuakerHut. Beide vertreten Hannibal im Ausland. Sie bemühen sich, in ihrer drolligen Rol-le zu bleiben, also "golly" zu sagen statt "cool". Auf ihren iPods - tatsächlich kein HipHop, sondern Klassik. Sind die beiden echt? Oder Nippesfiguren für Rentner?
Hannibal ist eine alte Stadt. Viele Ruheständler ziehen hierher, und der Herausgeber der "Hannibal Courier-Post" hat sich darauf eingestellt. Seine neue Richtlinie heißt: Lokales. Mindestens tausend Hannibal-Gesichter will er monatlich in seiner Zeitung sehen, von der Blumenverkäuferin bis zur Altenpflegerin.
"Würden Sie einen wie Mark Twain einstellen? Er hat für den "Courier" gearbeitet."
"Aber sicher", sagt Jack Whitaker, "wenn ich ihn bezahlen könnte."
"Sie wissen, dass er oft erfunden hat? Die Story eines gewissen John Hopkins, der seine gesamte Familie massakriert haben soll, war erstunken und erlogen.""So was würde er bei mir nur einmal machen", sagt Whitaker, überhaupt nicht amüsiert. Auf seinem Schreibtisch steht das Schild: "The buck stops here."
Da ist eine Sache, die seine Reporter derzeit aufbereiten - die Sorge vor einer möglichen Flut im Frühjahr, wenn der Schnee in Wisconsin abgeschmolzen ist und die gefrorenen Böden an den Ufern des mächtigen Mississippi das Regenwasser des Herbstes freigeben und flussabwärts Richtung New Orleans drücken.
"Wenn nicht in den neunziger Jahren der große Damm gebaut worden wäre", sagt Museumskurator Henry Sweets, "hätte sich der Old Man River unsere Stadt geholt."
Dann sähe Hannibal vielleicht aus wie Frankford, ein paar Kilometer südlich. Eine Geisterstadt. Einwohner: 351. Ein Geschäft für Düngemittel, rostende Erntemaschinen am Wegrand, fünf Kirchen, viele zugenagelte Häuser, das Restaurant Wagon Wheel Cafe. Es ist das einzige.
Drinnen unterhält sich ein State Trouper mit einer jungen Familie. Der Trouper, Gary, war im Krieg.
"Nein, das ist kein böser Polizist", sagt die Mutter zu ihrem Jungen. "Er hat dich doch mit seinen Handschellen spielen lassen." Der Junge trotzt und ignoriert komplett die Cowboystiefeltafel, die neben der Durchreiche zur Küche hängt und die warnt: "Pass auf deine Manieren auf, sonst kriegst 'n Tritt!"
Vor der Fensternische steht ein Fernseher. Die Tischbeine sind in Jeanshosen gesteckt, die runde Konsole trägt einen Nietengürtel.
Kopfloser Fernsehcowboy. Untenrum Cowboybeine, obenrum plappernde Teenager auf dem Bildschirm, bisschen schnell und übergangslos, denkt man sich da, wie dieser Bauernlümmel von den harten Anfängen, die Mark Twain in "Roughing It" beschrieben hat, ins Banale geschossen ist.
"Na Charlie", sagt die Kellnerin zu dem Alten, der das Restaurant betritt. "Was kann ich für dich tun?"
"Käsesandwich mit Mayo."
Der State Trouper verabschiedet sich. "Guter Junge", sagt der Alte. "War 14 Monate im Irak, hat's überlebt."
Muss man da hingehen? Charlie nickt. Er war im Zweiten Weltkrieg, um die Nazis zu besiegen. Er ist 83.
"Was sollen wir machen? Es gibt so viele Leute mit merkwürdigen Ideen im Kopf, die uns nicht mögen und unsere Kultur."
"Früher war hier mehr los", sagt die Besitzerin des Ladens. "Frankford war mal größer als St. Louis, wir hatten sogar ein Opernhaus."
Die Kellnerin ist eine verwehte Blondine wie die aus Bob Dylans Video. "What is a sweetheart like you doin' in a dump like this?"
Hat hier jemand Mark Twain gelesen? "Huck Finn, ham wir in der Schule durchgenommen", sagt die Besitzerin. Ihr Mann lacht. "Ich les noch nich mal meine eigenen Schecks."
"Er hat Sachen erfunden", sagt die Frau.
"Berühmt war er trotzdem."
Eine Katastrophe als Baumeister? An New Orleans bedauerte Mark Twain, dass die Stadt zu seiner Zeit keinem großen Brand zum Opfer gefallen war, wie etwa Boston oder Chicago, die danach neu und schöner aufgebaut worden seien.
Doch er liebte New Orleans, das Französische Viertel mit den Schmuckgeländern, die magnoliengesäumten Auffahrten der Plantagenbesitzer, weite Teile seines Meisterwerks "Leben auf dem Mississippi" spielen hier.
Für die Schwarzen hingegen war New Orleans die Schreckensstadt, das Tor zur Hölle. Nigger-Jim aus "Huckleberry Finn" flieht, um zu vermeiden, "runter nach New Orleans" verkauft zu werden.
Eine Katastrophe als großer Baumeister? Nicht empfehlenswert, besonders für die Elenden nicht, die Ende August 2005 im Lower Ninth Ward jenseits der Mississippi-Deiche wohnten. Noch immer laboriert die Stadt an den Wunden, die ihr der Hurrikan "Katrina" zugefügt hat, noch immer sind da viele vernagelte Türen mit den Kreidehieroglyphen, die die Anzahl der Opfer anzeigen.
"Knapp fünf Jahre sind vergangen, und es ist nichts passiert", sagt Jamal, der Führer. "Nicht viel auf jeden Fall." Brad Pitt will eine Modellsiedlung bauen, Obama hat ein Haus angepinselt, aber mittlerweile ist die Celebrity-Hilfe abgeflaut, die Leute bauen nach wie vor nicht hoch genug, und die nächste Flut ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Doch der Mensch ist das Wesen, das gern vergisst. Kaum einer hat sich in das kleine Southern Repertory Theater verirrt, in dem die Gruppe Universes mit ihrem Stück "Ameriville" gastiert, einem Stück über das Land und die große Flut und ein Floß. Zwei Puertoricaner, Schwester und Bruder, dazu zwei Schwarze. An Requisiten lediglich zwei Tische, vier Hocker, die mal zur Barrikade werden, mal zur Plattform und mal, tatsächlich, zum Floß.
Auf diesem Floß treiben die vier durch die Gegenwart. Sie tanzen, sie rappen, sie sind poetisch, und sie singen mit Wahnsinnsstimmen. "Hat einer mein Land gesehen? Hat einer mein Leben gesehen?", ruft Zak, der Mann mit den Rastalocken. Wassergeräusche. Flutgeräusche. Mildred, die Puertoricanerin mit der Soulstimme: "Wie hoch ist das Wasser, Mama?" "12 Inches und steigend."
Auf die Bühnenwand werden Statistiken projiziert wie: "Alle drei Stunden wird ein Teenager durch einen Schuss getötet." Oder: "40 Prozent aller Obdachlosen waren in der Armee." Da sind Katastrophen wie die Türme, die fallen, aber auch die anderen, die hier Crack heißen und Krieg. "Niemand sagt, Freiheit ist besonders schön, aber wir haben schon Schlimmeres durchgestanden."
Das Floß, das Klappklapp der Hände, die Ruderbewegungen, der Slang, so könnten Huckleberry Finn und Jim durch das heutige Amerika treiben, mit allen seinen Schönheiten und Abenteuerlichkeiten. "Wie hoch ist das Wasser, Mama?" "14 Inches und steigend."
Eines ist gewiss mit dieser Performance: Die Flut steht uns bis zum Hals.
Ninja, der Puertoricaner, nennt sich selbst unpolitisch. Als er "Huckleberry Finn" zum ersten Mal las, hat er nichts verstanden. Bis er ihn laut sprach. Und kapierte, dass es HipHop ist. Die Schauspielerei, sagt Ninja, sorgt für die Miete und fürs Essen. Mehr nicht. Manchmal langt es auch dafür nicht. Wenn er Hunger hat, klaut er im Supermarkt. Oder er geht angeln. Das ist seine Freiheit.
Huck Finn hätte das gefallen.
Nach dem Tod seiner ältesten Tochter und seiner Frau verdüsterte sich Mark Twains Gemüt.
Doch es waren nicht nur diese persönlichen Hammerschläge, es war die politische Großwetterlage. Abgrundtie-fe Menschenverachtung verdrängte das Lächeln zunehmend aus seinen Werken.
Er lehnte Darwin ab, weil er die Theorie vom Aufstieg des Menschen von niederen Tieren ablehnte - für ihn war der Mensch ein Abstieg. Im Gegensatz zum Tier wisse der Mensch, was er tue. Er lüge, stehle, morde um des Profits willen. "Verdammte Menschenrasse".
In einer letzten Erzählung sagt die Hauptfigur, hinter der sich der Satan verbirgt: "Es gibt keinen Gott, kein Weltall, kein Menschengeschlecht … Und du bist bloß ein Gedanke - ein schweifender Gedanke, ein nutzloser Gedanke, ein heimatloser Gedanke, der inmitten leerer Ewigkeiten umherirrt."
Im Juni 1909 erlitt Mark Twain einen Herzanfall. Er witzelte, ein letztes Mal: "Die Zeitungen sprechen davon, dass ich sterbe. Das ist falsch. Ich würde so etwas niemals in meinem Leben machen."
Am 21. April 1910 starb er in Redding, Connecticut, wo er seine letzten beiden Jahre verbracht hatte. Der Halleysche Komet, der sich schon bei seiner Geburt gezeigt hatte, war wieder sichtbar geworden. Er hat Mark Twain mit sich genommen.
Jetzt fehlt er der Nation mit seinem Grimm. Aber auch seinem Optimismus. ◆
(*1) Als Denkmal in Hannibal, Missouri.
Von Matthias Matussek

DER SPIEGEL 15/2010
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