31.05.2010

SÜDAFRIKAAufbruch ins Graue

16 Jahre nach dem Ende des Apartheidregimes feiert Südafrika mit der Fußball-WM seine Rückkehr auf die Weltbühne. Wer dem Land gerecht werden will, muss sich davon verabschieden, die Wirklichkeit in Schwarz und Weiß zu malen. Von Ullrich Fichtner
Südafrikas Sonne leuchtet über Bösen und Guten, und den Verbrechern glänzen, wie den Ehrlichen, der Mond und die Sterne, wenn die Polizeireporter Mzi Gumede, der bis vor kurzem Kellner war, und Sipho Mchunu, der auch an heißen Tagen Anorak trägt, für die "Daily Sun" in Johannesburg auf Mörderjagd gehen. Es ist der Sonntag 40 Tage vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft, der 2. Mai, ein warmer Spätherbsttag liegt groß über dem Land. Zwei Tage zuvor sind Raubmörder in Soweto ins Haus eines Buchhalters eingestiegen, haben ihn mit einem Schraubenschlüssel erschlagen und danach den Fernseher, eine Schüssel Kartoffelsalat und ein paar Flaschen Bier mitgenommen. Auf dem Hof der Polizeistation am Stadion der Orlando Pirates rangieren Pick-ups, Kripo-Leute gehen herum, die selber wie Zuhälter aussehen, sie werden "die Scheißkerle" jagen heute, sagen sie, und sie werden sie kriegen.
In alten Toyota und Ford rumpeln sie die steilen Straßen von Soweto hinauf und hinunter, sie strecken die Arme aus den offenen Autofenstern wie Darsteller in einem Gangsta-Rap-Video, sie fühlen sich gut, sie tragen Revolver Kaliber 45 am Gürtel und kleine karierte Hüte keck auf dem Kopf. Wenn die Kuppen der Hügel droben erreicht sind, liegt drunten das Panorama von Soweto atemberaubend im klaren Licht. Die legendärste der einstigen Townships ist eine Großstadt für sich, kein Slum, eher ein Klein-Los-Angeles, eine Stadt ohne Zentrum mit nagelneuen Shopping-Malls und Caféterrassen. Häuser und Hütten sind dicht in das wellige Land gestreut bis an den Horizont, und am nordöstlichen Rand begrenzt der gewaltige Bau des Baragwanath-Hospitals den Blick, wo an schlechten Tagen mehr Menschen mit Schusswunden eingeliefert werden als in Kabul oder Bagdad in einer Woche.
Das sind die Fakten, die kennen und gleich wieder vergessen muss, wer Südafrika gerecht werden will: Es ereignen sich im Land mehr als 50 Morde pro Tag, mehr als 18 000 pro Jahr, alle paar Minuten wird eine Frau vergewaltigt und alle paar Sekunden ein Mensch bestohlen, das ist, an Deutschland gemessen, wo in einem Jahr 2000 Menschen umgebracht werden, unfassbar. Aber Südafrika muss sich nicht an Deutschland messen. Nicht das Land und nicht seine WM. Es muss sich auch nicht an Europa messen, denn Südafrika hat genug mit sich selbst zu tun. Es kämpft hart, und es kämpft erst seit kurzem ohne Fesseln, seit 1994, als die Apartheid zu Ende ging.
Seit 16 Jahren kämpft das Land um eine Zukunft, historisch gesehen ist das nur ein Wimpernschlag, und wenn die Fußball-WM am Kap in zwei Wochen beginnt, wird für das Land, wird für Schwarzafrika ein Traum wahr ähnlich dem, den China vor seinen Olympischen Spielen träumte. Es geht darum, sich und der Welt die eigene Leistungskraft zu beweisen, darum, zu zeigen, was man kann und wer man ist. Im Fall Südafrikas ist das nicht leicht zu sagen.
16 Jahre nach der Wahl von Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten bleibt das Land ein sozialer Großversuch, dessen Ausgang offen ist. Alte Gegensätze zwischen Weißen, Schwarzen und Farbigen leben fort, der Wohlstand bleibt ungleich verteilt, auf allen klassischen Feldern der Politik klaffen gewaltige Baulücken. Es gibt nicht ausreichend Schulen, nicht ausreichend Richter, nicht ausreichend Arbeit, und vielerorts gibt es nicht einmal genug Wasser oder Strom.
Aber Südafrika, die überwältigende Mehrheit seiner Bewohner, hat gerade erst ein neues Leben begonnen, viele bei null, viele nach Jahrzehnten einer Sklavenexistenz, die sie abschnitt von Bildung, Handel, Kultur, vom Rest der Welt und ihren Ideen. Viele Bedenkenträger außerhalb Afrikas, die sich seit einigen Wochen vorrangig damit befassen, ob der Verkauf der WM-Tickets gut genug organisiert sei, ob rings um die Stadien die Blumenkübel korrekt aufgestellt würden oder ob die Umkleidekabinen den Standards der anreisenden Weltfußballer genügen, müssen sich im Ernst nach ihren Maßstäben befragen lassen.
Die Rede ist von einem Land, in dem von 49 Millionen Einwohnern fast 6 Millionen Aids-infiziert sind. Es geht um eine Nation, die auch 16 Jahre nach dem Ende des Terrorregimes in manchen Nächten aus wilden Alpträumen aufschreckt, um einen Staat, der sehr bald seinen überlebensgroßen Gründervater Nelson Mandela verlieren wird und dessen Gesellschaft sich bald darüber wird befragen müssen, ob die ruhmreiche Befreiungsbewegung des ANC das Land wirklich am allerbesten führen kann. Südafrika ist ein Land im Umbruch, immer noch. Die Kriterienkataloge des Weltfußballverbands Fifa zählen zu den eher nachrangigen Problemen.
Gleichzeitig geht es darum, jetzt, da alle Welt nach Südafrika schaut, bekanntzumachen, dass es Millionen Menschen im Land heute bessergeht als je zuvor, dass es viele Schwarze zu Wohlstand gebracht haben und dass viele andere wenigstens aus bitterer Armut in ein menschenwürdiges Leben unterwegs sind. Es geht darum, dass die Gewalt nicht mehr gesetzlich festgeschrieben ist, um das Wunder auch, dass die so lange unterdrückte Mehrheit nicht hasserfüllt hergefallen ist über ihre Unterdrücker, sondern ihren Führern gefolgt ist auf dem Weg einer schmerzhaften, bitteren Versöhnung. Es geht, trotz aller Niederlagen, die Südafrika tagtäglich einfährt, auch um viele kleine und große Siege, die gleichzeitig Tag für Tag errungen werden.
Polizeireporter Mchunu, der Fotograf im Anorak, ist seit langem im Geschäft, er erzählt, dass er seit einigen Jahren immer seltener mit korrupten Cops zu tun habe. "Der Wind hat gedreht", sagt Mchunu. Es sei noch nicht lange her, dass viele Polizisten gesuchte Verbrecher nur deshalb aufspürten, damit sie sie gegen Schmiergeld wieder laufenlassen konnten. Mittlerweile säßen aber viele korrupte Beamte im Gefängnis, von 10 000 kriminellen Polizisten in Haft ist die Rede. Mittlerweile, sagt Reporter Mchunu, "fängt die Polizei hier an, so zu funktionieren, wie sie sollte".
An jenem Sonntag Anfang Mai haben die Cops einen Tipp bekommen, der sich erst als falsch erweist. In einem Haus um die Ecke der Gedenkstätte für Hector Pieterson, der im Juni 1976, gerade zwölfjährig, von weißen Polizisten erschossen wurde, findet das von einem Spitzel gemeldete Treffen der Mörder nicht statt. Die Polizisten stehen für einen Moment ratlos herum, sie telefonieren, sie polieren den Lauf ihrer Kalaschnikows mit Spucke. In den Vorgärten ringsum feiern Familien Grillfeste, Menschen mähen Rasen, sie waschen ihr Auto, sie beachten die Polizisten kaum. Sie spielen ein für Südafrika ziemlich neues Spiel des Lebens mit Namen: schwarze Mittelschicht.
Die Ermittler werden kurz darauf, nach neuerlichen Irrfahrten, fündig, sie sind jetzt dem Hehler der Raubmörder auf der Spur. Die Toyota und Ford fahren in ein weites Meer aus Bungalows, sie halten vor einer Wohnanlage aus dreistöckigen Häusern, ein Trupp der Polizisten, fünf, sechs Mann, marschiert in T-Shirt und engen Jeans, ohne Schutzwesten, ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen, hinein, mit gezogenen Waffen, sie laufen durch Vorgärten, in denen Frauen Wäsche aufhängen, dann haben sie einen dicklichen Inder am Kragen, er ist der Hehler, er gesteht, er wird unsanft verhört hinter verschlossener Tür, während seine Mutter draußen die Hände ringt.
Von drinnen sind kurze Schreie ihres Sohnes zu hören, das scharfe Knistern von Elektroschockern, die Fahnder machen ihrem Zeugen Angst mit glühenden Zigaretten, dann haben sie, was sie wollten: Sie wissen jetzt, wo sich "die Scheißkerle" verstecken, es geht wieder zurück in die Autos, zurück auf die Straßen von Soweto, wo sich an den großen Kreuzungen chaotisch dauernd die Wege queren von Eselskarren und Touristenbussen, von Nonnen in bunten Gewändern und Straßenverkäufern, die Nüsse, Zeitungen oder Südafrika-Fähnchen an Autofenster halten, und bis hierher ist alles so, wie man sich das südliche Afrika ungefähr vorstellt: brutal, wirr, unbegreiflich.
Aber die Farbe der Wirklichkeit ist grau, nicht mehr schwarz oder weiß. Manthi Ribani wohnt auch in Soweto. Sie ist 22, ein strahlendes Mädchen, den Kopf fast kahl geschoren, und die Arme und Beine sind mit Smileys tätowiert, naiven, lächelnden Gesichtern, die sie magisch beschützen sollen gegen Unbill.
Beim Eröffnungsfest der WM am 11. Juni, wenn das Turnier mit viel Tamtam in Soccer City beginnt, in einem Stadion, das aussieht wie ein löchriger Topf aus Terrakotta, wird sie auf dem Rasen drunten tanzen vor der ganzen Welt. Sie schaffte es in die Auswahl des WM-Sponsors McDonald's, der für viel Geld einen Großteil des Beiprogramms bestreiten darf, denn sie ist gut. Sie hat die Körperspannung einer Primaballerina, sie kann sich drehen wie ein Derwisch, sie ist beeindruckend beweglich, nun trainiert sie noch härter für den großen Tag. Manthi Ribani sagt, dass sie sehr stolz darauf sei, ihrem Land ein Gesicht geben zu dürfen.
Sagten die Statistiken aus Südafrika allein die Wahrheit, dann dürfte es ihre Geschichte gar nicht geben. Manthi wurde geboren in einem rauen Teil Sowetos als eines von drei Kindern, umgeben von Gewalt, von Suff und Arbeitslosigkeit, in einer Straße voller Nachbarn, "die den ganzen Tag nichts tun". Aber ihre Smileys, sagt sie, bewahren sie bis heute vor dem Schlechten. Auf dem Handrücken trägt sie einen, der die Mundwinkel nach unten zieht, er ist klein, viel kleiner als die anderen, er versinnbildlicht das Schlechte im Leben. "Das Schlechte ist nur so groß, wie man es sein lässt", sagt sie, "in meinem Leben ist es klein, und die schlechten Leute sind klein."
Manthi Ribani hat schon einen HipHop-Wettbewerb und 3000 Rand Preisgeld gewonnen, gut 300 Euro, ein Vermögen für ein Mädchen aus Soweto. In einem Werbespot für Edgars Department Store war sie zu sehen, in einer Coca-Cola-Reklame konnte man sie als Vortänzerin bewundern. Sie arbeitet hart, sie arbeitet gern, sie fährt weite Wege in den engen Minibus-Taxis, eineinhalb Stunden von Soweto nach Johannesburg und eineinhalb Stunden zurück, und wenn sie gerade nicht tanzt, gerade nicht Modell steht, entwirft sie Broschüren und Flyer für Vereine oder Boutiquen. Sie liebt die Kultur, sagt sie, gutes Design, die Kunst, sie liest viel, sie plant gerade die Herausgabe eines Magazins über gutes, richtiges Leben, und sie versucht, "die guten und richtigen Leute zu treffen, Leute mit gleichen Interessen, mit denen man reden kann", und all das wäre ihr im alten Südafrika per Gesetz verwehrt gewesen.
Die Tänzergruppe, mit der sie während der Eröffnungsfeier auftreten wird, vor 100 000 Menschen im Stadion und Milliarden an den Fernsehern, wird ein schönes Bild von Südafrika abgeben; schwarze Mädchen, weiße, farbige werden gemeinsam tanzen. McDonald's und die Fifa werden die "rainbow nation" hochleben lassen, und Manthi Ribani sagt, alle Mädchen in der Gruppe verstünden sich wirklich sehr gut. Was die weißen von den schwarzen Tänzerinnen trenne, sei ganz einfach: "Die weißen Mädchen kommen alle im eigenen Auto, die schwarzen kommen alle zu Fuß."
Es gibt jetzt viele Geschichten in Südafrika wie die von Manthi Ribani, auch Alfred "Lux" Baloyi kann eine erzählen, er wird während der WM mit einiger Gewissheit zum Medienstar aufsteigen, weil er vor vielen Jahren eine gute Idee hatte. Baloyi ist 54, ein breiter, bärtiger Mann mit blutunterlaufenen Augen, ein Aufsteiger aus dem Slum, der noch immer in einer Hütte wohnt und stolz ein Trikot der Johannesburger Kaizer Chiefs trägt, des Bayern München Südafrikas.
Schon 1979 begann er damit, einfache Bauhelme mit Fußballmotiven zu bemalen und als fliegender Händler an Straßenkreuzungen zu verkaufen. Er schloss damit eine Marktlücke in einem Land, in dem unzufriedene Fußballfans in den Stadien mit allem werfen, was sie in die Hände kriegen. Die Geschäfte gingen gut.
Baloyis Helme wurden bunter mit der Zeit, bald lackierte er sie mit grellen Farben, mit Vereinsmustern, Flaggen, endlich kam er auf die Idee, mit Teppichmessern Muster in die Plastikkappen zu schneiden und über Hitze aufzubiegen. Es wurden lustige Hüte daraus, ihre Träger sehen aus, als hätten sie ein Geweih oder als steckten Fähnchen an ihrem Helm, alles in den Farben der großen Teams koloriert. Baloyi hat jetzt die Produktion aus seiner Hütte auf eine Fabriketage verlegt, in einem nagelneuen Gewerbegebiet an der Autobahn N1 im Norden von Johannesburg. Für die WM fertigt er mit 26 Leuten seine Helme in Serie, er plant, noch auf 40 Arbeiter aufzustocken, damit er möglichst viele der "Makarapass" in möglichst vielen Nationalfarben auf den Markt werfen kann.
Außer der Fabriketage hat sich Baloyi auch einen weißen Manager zugelegt, der die Arbeit überwacht und sich ums Marketing kümmert. An langen Tischen malen und schneiden die Arbeiter, auf langen Bänken liegen die fertigen Helme in Schwarz-Rot-Gold, in Bleu-Blanc-Rouge, es gibt den Union Jack und Stars and Stripes und sehr viel Südafrika, bis zum WM-Start sollen 5000 Helme fertig sein und sich dann für 350 Rand pro Stück verkaufen. 35 Euro für ein billiges Plastikteil, aber alles Handarbeit, Baloyi ist stolz auf sein Produkt, er sagt, "wir fertigen auch Einzelstücke", und zu seinen großen Kunden gehört schon Coca-Cola.
Es gibt noch mehr Geschichten wie die von Manthi Ribani und Alfred Baloyi, auch von Menschen, die es noch viel weitergebracht haben im neuen Südafrika, die aufgestiegen sind in der schnell wachsenden Wirtschaft des Landes und die sich nun Träume leisten können, die für ihre Eltern völlig unerreichbar waren.
In den Großstädten wird neuerdings zu Brandy-Festivals eingeladen, zu Austernfesten oder Weinverkostungen. Schauplätze sind die Festsäle von Grand Hotels, schöne Terrassen im reichen Johannesburger Stadtteil Sandton oder Restaurants in Melrose Arch, es gibt derlei "social events" jetzt in allen großen Städten, in Kapstadt, in Pretoria, und die Zielgruppe sind nicht mehr die Weißen, sondern die schwarzen Aufsteiger, Banker und Manager, gutbezahlte Angestellte, die in Bugatti und BMW vorfahren, immer eine Spur zu grell gekleidet.
Zwischen Johannesburg und Pretoria, aber auch anderswo im Land, sind Hochzeitsdörfer groß in Mode gekommen, schlaue Unternehmer haben Land gekauft und in geputzte Parkanlagen verwandelt, vollgestellt mit falschen toskanischen Bauten oder mit krummen Kopien venezianischer Palazzi, mit thailändischen Tempeln, und wer hier feiern will, unbehelligt von den finsteren Ungewissheiten der Städte, mit großem Buffet und kirchlicher Trauung, mit Fotoshooting und Whisky-Flaschen auf jedem Tisch, muss eine Menge Geld mitbringen.
Anfang Mai ist die Reihe an Siphokazi Cola und Khulile Ngombane, sie sind ein sehr schönes Paar, beide arbeiten im Casino-Business, als Personalchefs, als Manager. Khulile, der Bräutigam, fährt in einem weißen BMW X3 vor, während sich die Braut im Verborgenen rüstet und stundenlang frisieren lässt. Es ist eine vornehme Hochzeitsgesellschaft, der Brautvater ist ein großgewachsener, eleganter Mann aus Pretoria, es dauert, bis alle da sind. Die Zeremonie wird beginnen mit fast zwei Stunden Verspätung im "Villa Tuscana Wedding Village" nördlich von Johannesburg, einer Anlage also im italienischen Stil, die Gebäude sind in erdigen Farben getüncht, und die Kirchentore sehen aus wie antik. Die Kapelle ist ausgemalt mit Engeln an Posaunen im Stil einer komischen Renaissance, in Deutschland würde man sagen: Sieht edel aus.
Der Priester sagt dann die alten Sätze, es wird ein Gospelgottesdienst, die Festgesellschaft füllt den Raum mit wunderbarem Chorgesang, und nur am Rande ergeben sich, ohne dass das Brautpaar und seine Gäste etwas davon mitbekämen, hässliche Gespräche mit dem bestellten Hochzeitsfotografen, einem Weißen, der über die Schwarzen herzieht, mit denen er gerade sein Geld verdient. Über deren Unfähigkeit zum Organisieren, über ihr kindisches Zeitgefühl, er sagt: "Ich mache schwarze Hochzeiten, klar, aber nur in solchen Dörfern wie hier. Draußen? Draußen schneiden sie einem die Kehle durch für einen Zahnstocher - was, glauben Sie, passiert, wenn sie erst eine 1000-Dollar-Kamera sehen?" Man wartet darauf, dass er noch anfügt: "… die Kaffern, die Nigger, die Affen".
Die Sonne Südafrikas leuchtet Bösen und Guten, über Reichen und Armen, ihre Geschichten werden Tag für Tag im fensterlosen Chefbüro der "Daily Sun" in Johannesburg zum ersten Mal erzählt, wo Deon du Plessis, ein drei Zentner schwerer Nachfahre französischer Hugenotten, das Chaos des Lebens für seine fünf Millionen Leser vorsortiert. Es sind noch vier Wochen bis zum Anpfiff der Fußball-WM, du Plessis hat schlechte Laune. Die Konkurrenzzeitungen sind noch nicht geliefert, seine Ressortleiter versammeln sich, der Chef sagt zur Begrüßung: "Wo sind die beschissenen Zeitungen, soll ich sie mir selber vom Kiosk holen?" Dann tragen seine Leute reihum ihre Themen vor, die tägliche Agenda Südafrikas.
Am Ostkap in East London bekommen die Leute ihre Rente nicht ausbezahlt, weil die Beamten streiken. Der Streit über den öffentlichen Aids-Test von Präsident Jacob Zuma geht weiter. ANC-Jugendführer Julius Malema muss sich vor einem Parteikomitee rechtfertigen, weil er bei einer Veranstaltung Lieder gesungen hat, die den Mord an weißen Farmern feiern. In Kapstadt hat eine bewaffnete Bande einen Bus überfallen und die Insassen ausgeraubt. Eine schwangere Frau ist aufgeschlitzt worden in der Nähe von Bloemfontein. In Johannesburg beginnt der Prozess gegen die Mörder eines Pastors, "einer der Dreckskerle steht jetzt vor Gericht", sagt der Ressortleiter, er sagt "one of these motherfuckers".
Du Plessis, Mitbegründer, Miteigentümer und Herausgeber der "Daily Sun", ist ein Mann wie ein Berg, geschätzt zwei Meter hoch, aus seinen Pullovern ließen sich Zeltbahnen schneiden, wenn er von seinem Stuhl aufsteht, bebt der Fußboden im Zimmer. Er macht, der Weiße, der eine Berühmtheit ist in seinem Land, seit sieben Jahren die Zeitung für den schwarzen Arbeiter, und er macht sie so gut, dass sie sich mittlerweile 500 000-mal am Tag verkauft und von 4,8 Millionen Leuten gelesen wird.
Seine Familie hat sich eingeschrieben in die südafrikanische Geschichte, die ersten du Plessis kamen 1670 ins Land am Kap, "aber schon im 18. Jahrhundert waren wir im Arsch", sagt er, "weil einer der Vorväter eine befreite Sklavin heiratete". Er meint das als Witz. Er hat kein Problem mit den Schwarzen. Seine ganze Mannschaft, von einigen Ressortleitern abgesehen, ist schwarz. "Der durchschnittliche Südafrikaner heute ist schwarz", sagt er. "So what?"
Wie ein Komödiant referiert er dann die Geschichte des Landes in groben Strichen, er spielt die Engländer nach, wie sie in Natal einmarschieren, er stimmt "God Save the Queen" an, er sucht Erklärungen für die Gewalt in Südafrika. Ihre Wurzel sei die endlose Geschichte der zerrissenen Familien, eine Tragödie angezettelt von den Rassisten der Apartheid, die den Söhnen die Väter wegnahmen und den Frauen die Männer, um sie zu Sklavenarbeitern zu machen. Verlorene Generationen seien die Folge, sagt du Plessis, "und nun laufen eben viele junge, dumme Männer herum, und einige denken, sie könnten sich den Tod eines Weißen wie eine Feder an den Hut stecken".
Europas Probleme findet der schwere Mann vergleichsweise lachhaft. Natürlich hat er gelesen und gehört von der Finanzkrise, aber vor allem beeindrucken ihn die Debatten im fernen Norden, ob es ein Fehler gewesen sei, die WM nach Südafrika zu vergeben. Er schließt die Augen, fährt sich mit der rechten Faust über das Kinn und macht ein angewidertes Gesicht. "Erzählen Sie den Leuten, dass sich das ganze Land hier auf die WM freut", sagt er, und dabei sei es den Südafrikanern, weiß oder schwarz, mittlerweile "ziemlich scheißegal", ob sich der Rest der Welt mit ihnen freue. Wer kommen wolle, sei willkommen, "und wer sich an die Regeln hält, wer die Zonen respektiert, dem wird auch weiter nichts passieren". Er macht eine theatralische Pause, dann sagt er: "Man muss nur eines wissen: Wenn Sachen schiefgehen in Afrika, dann gehen sie richtig schief."
Es geht viel schief in Südafrika, nicht nur in Johannesburg, auch in Kapstadt, auch in Port Elizabeth, auch in Polokwane, in Pretoria, das sich neuerdings Tshwane nennt, oder in den Provinzen Eastern Cape, Limpopo und Free State, es geht so viel schief, dass sich Leute wie du Plessis und seine Mannschaft mit zynischen Witzen schützen und am Ende gern entwaffnend fragen: So what?
Aber neben diesem finsteren Südafrika gibt es wenigstens ein zweites: Das grandiose, strahlende Land der Prospekte, das Naturschauspiel, das immer gleich an den Grenzen der Städte beginnt auf einer Fläche dreimal größer als Deutschland, wo die Giraffen durch Wildparks ziehen und die Flusspferde baden, wo Antilopen springen und Löwen brüllen, wo der Indische Ozean an die Küsten brandet und sich die paradiesischen Formationen der Drakensberge auffalten wie in einem schönen Traum.
Wer die Provinz Gauteng verlässt, den Großraum um Johannesburg und Pretoria, fährt bald durch die befreiende Leere des Landes, durch Buschland, Savanne, sanft schwingende Mittelgebirge, und nach ein paar Stunden Richtung Nordosten ist Polokwane erreicht, das alte Pietersburg, wo der Kindergarten "Mother Goose" aus einem nahen Dorf gerade das neue WM-Stadion besichtigt.
Frankreich und Mexiko, Griechenland, Argentinien und andere Teams werden hier Spiele austragen, und sie haben Glück. Den Baumeistern ist eine grandiose Fußballarena gelungen, ein steiles, schönes Amphitheater für das größte Schauspiel der Welt. Die Kinder gehen auf den leeren Tribünen herum und tröten in kleine Vuvuzelas, es werden Fotos gemacht und Fähnchen geschwenkt, und Frau Smith, die Erzieherin, sagt, dass alle in ihrem Dorf "wahnsinnig aufgeregt" seien wegen der WM, dass sie Landkarten und Fahnen von allen teilnehmenden Ländern aufgehängt hätten und dass dies eine historische Stunde für Südafrika sei, "fast so groß wie die Wahl von Mandela, na ja, fast".
Außerhalb des Stadions ist Polokwane eine gesichtslose Kleinstadt, eine Etappe auf dem Weg zwischen Pretoria und dem nahen Simbabwe, der Stadtplan beschreibt ein Gitter aus Alleen, gesäumt von gepflegten Gärten und Häusern wie in besseren amerikanischen Vororten, nur gibt es hohe Zäune, Wachmänner und Videokameras auf allen Mauern. Entlang der Hauptstraße reihen sich die Filialen der Fast-Food-Ketten aneinander, und wer es sich leisten kann, fährt hinaus an den Stadtrand in die Savannah Shopping Mall, wo es Eisbecher und Espresso gibt und eine Filiale der Seafood-Kette "Ocean Basket", in der für kleines Geld große Platten mit frittiertem Fisch serviert werden.
20 Kilometer vor der Stadt hat Peter Mockford seine Farm, 1850 Hektar groß, 140 Arbeiter, in seinen Koben und Ställen stehen 19 000 Schweine, auf den Wiesen grast eine Herde Bonsmara-Rinder, 85 Prozent der Produktion verkauft er als Speck und Schinken an die großen Supermarktketten. Es ist kein leichtes Leben hier draußen, war es nie. Heutzutage ist die internationale Konkurrenz hinzugekommen, die Kanadier, sagt Mockford, drücken in den Markt, und die Brasilianer stehen vor der Tür, "aber die haben wir bislang raushalten können", sagt er, "mit Hygieneargumenten".
Mockford ist 57, selbst Sohn eines Farmers, dieses WM-Jahr, sagt er, sei das zweitkälteste und zweitnasseste der vergangenen 54 Jahre, aber das ist im Augenblick sein geringstes Problem. In der Vorwoche wurden wieder zwei Überfälle gemeldet, auf benachbarten Bauernhöfen wurde Diesel gestohlen, Schweine kamen abhanden, einen Nachbarn haben sie gefesselt und, als er sich befreite, mit Gewehren beschossen. Eine andere Nachbarin, 70-jährig, haben sie überfallen, ausgeraubt und vergewaltigt. "In den vergangenen sechs Wochen", sagt Mockford, "hatten ringsum alle Farmen Einbrüche." Er berichtet nüchtern, er lässt es stehen, unkommentiert. Während des ganzen Besuchs sagt er kein einziges Wort über Schwarze, über Weiße, ihm ist die Hautfarbe der Täter gleichgültig; Hauptsache, sie werden gestoppt.
Vor ein paar Tagen erst ist er von einer Neuseeland-Reise zurückgekehrt, er hat seine Tochter besucht, die gerade sein zweites Enkelkind geboren hat. In einem Nebensatz sagt er einmal, er habe die Tochter "an Neuseeland verloren", so sprechen Siedler, die Nachfahren der Voortrekker. Ihm sei jedenfalls wieder einmal aufgefallen, sagt Mockford, wie schön es doch sei, "ein normales Leben zu führen". Was das sei, ein normales Leben? "Keine Alarmanlage zu brauchen. Und keine Angst um die eigene Frau haben zu müssen, wenn man am Abend nicht zu Hause ist."
Die Bilder der WM-Standorte abseits von Johannesburg und Kapstadt ähneln einander, es sind Bilder aus der Provinz. Das nach der Stadt Rustenburg benannte Stadion liegt eigentlich weit außerhalb, schon auf dem Gebiet des uralten Königreichs der Bafokeng, in einem weiten Nichts. Man gelangt hin in zwei Stunden Fahrt von Johannesburg Richtung Nordwesten, es geht über Land, wo Afrika immer nur eine schmale Straße in extremer Weite ist, gesäumt von Überlandleitungen, gefärbt von roter Erde.
Rustenburg liegt zersiedelt in der Ebene, umstanden von Förderanlagen, eine Kleinstadt wie ein räudiges Wildwestdorf. Von den Fassaden der Fertigbauten leuchtet Werbung überall, es reihen sich riesige Getränkemärkte aneinander, wo billiger Schnaps in Fünfliterflaschen verkauft wird, viele Bestattungsunternehmen haben sich angesiedelt, ansonsten dreht sich in der Gegend alles um Platin.
Nördlich der Stadt lagern die weltgrößten Vorkommen, noch weiter nördlich arbeitet die größte Platinmine der Welt direkt neben dem Stadion der Platinum Stars, in dem England, Ghana, Mexiko, Japan und andere während der WM spielen werden. Seine Königliche Hoheit Leruo Molotlegi hat eigens einen Media-Beauftragten bestellt, er heißt Martin Bekker, er führt durch die Anlage und kann die tausendjährige Geschichte des Bafokeng-Reichs innerhalb von acht Minuten referieren. Viel zu verstehen ist davon nicht, es ist eine verwickelte afrikanische Geschichte. Leichter zu verstehen ist, dass ein paar Kilometer weiter die Straße hoch Paul Krugers historische Farm zu besichtigen wäre. Und dass gleich gegenüber die Engländer ihr Trainingslager aufschlagen werden.
Vor dem Stadion selbst spielen Kinder Fußball, ein wenig abseits beschäftigt sich ein Junge verträumt, versunken, ganz allein mit einem Ball, er spielt vor dem Schattenriss des WM-Stadions, hinter dem gerade die Sonne sinkt. Er hält den Ball in der Luft, minutenlang, mit den Füßen, den Schultern, mit dem Kopf; er lässt ihn in den Nacken fallen und dort lange liegen; dann über den Rücken rollen, dann kickt er den Ball mit dem Absatz über den Kopf wieder vor sich hin, nimmt ihn auf mit dem Fuß, und es geht alles wieder von vorn los, es sind Momente berückender Poesie.
Der Junge, Katlego Selepa, ist 18, er trägt ein verwaschenes Brasilien-Trikot, er spielt für Saulville United, und er kickt den Ball selbst während des Gesprächs noch weiter, voll glühender Begeisterung, er schwärmt für Lionel Messi, er erzählt, dass sein Vater lange schon abgehauen ist und seine Mutter 650 Rand im Monat als Küchenhilfe verdient, 65 Euro, und dass deshalb auch die billigsten WM-Tickets für 140 Rand, 14 Euro, unvorstellbar teuer seien.
Dasselbe gilt für viele schwarze Fußballfans, auch in Port Elizabeth, eineinhalb Flugstunden von Johannesburg, weit drunten an der Küste im Süden gelegen, von zehn Uhr abends an ist der Ort am Indischen Ozean tödlich leer, die bunt angemalte Innenstadt nahe am Hafen wirkt wie ausgestorben. Grandiose Strände ziehen sich die ganze Nelson-Mandela-Bucht entlang, wo am Morgen weiße Rentner aus aller Herren Länder ihre Spaziergänge machen. Man kann hier rüstige Senioren treffen, die aus Kleve stammen, seit 41 Jahren ausgewandert sind und noch immer die "Auto, Motor und Sport" abonniert haben; die den Fußball lieben, aber trotzdem keine Sekunde daran denken, ins hiesige WM-Stadion zu gehen, weil ihnen der Platz vor dem Fernseher behaglicher vorkommt.
Port Elizabeth heißt in Südafrika meist nur "PE", in der Region hat sich die Autoindustrie angesiedelt, VW produziert hier in großem Stil, vom Wasser aus gesehen ist es eine typische Stadt der Neuen Welt, mit maritimen Holzhäusern an der Promenade, am Pier kann man Tee trinken im Blue Waters Café, vor dessen Türen weiße Kinder im weißen Anzug weiße Sandwiches essen, es ist ein unheimlicher Ort. Richtung Downtown sind wieder die Schwarzen in der Mehrheit, die Innenstadt klettert vom Meer aus steil die Küste hoch, man hat aus allen Fenstern hier Meerblick, aber das eigentliche Port Elizabeth findet sich nicht am Strand, sondern ein Stück weiter im Hinterland, wo sich enorme Townships aus Apartheid-Zeiten erstrecken, noch immer dicht bevölkert, hier leben die Menschen, die das neue WM-Stadion von PE auch nicht von innen sehen werden, nicht, weil ihnen der Eintritt zu gefährlich, sondern weil er zu teuer ist.
Viel Begeisterung, viel Flair könnte der WM dadurch entgehen, wie viel, lässt sich beim Besuch eines Spiels der Orlando Pirates gegen die Gastmannschaft Als Puk Tawana erahnen. Man ist dabei, als Weißer, fast allein unter Tausenden Schwarzen. Die Meisterschaft der Liga ist schon ausgespielt, es geht um den Nedbank Cup, ein Einladungsturnier, Orlando und Tawana spielen um den Einzug ins Viertelfinale. Die Tickets kosten 20 Rand, 2 Euro, aber schon das ist so viel, dass sich das Stadion kaum zur Hälfte füllt.
Die 20 000, die kommen, machen Lärm für 100 000, und mit dem Anpfiff tanzt und trötet und singt die ganze Arena, erst recht, als die Pirates in der 10. Minute zum ersten Mal treffen, dann in der 22., der 34. und der 45., es steht 4:0 zur Halbzeit, und das Publikum berauscht sich an der Aussicht auf den Sieg, es herrscht festliche Stimmung, die Handvoll weißer Zuschauer wird einbezogen, es werden Hände geschüttelt und Daumen nach oben gereckt, und der Fußball verbindet die Welten, als wäre es nichts.
Der Fußball verbindet auch die Südafrikaner, aber es ist gut möglich, dass sie es selbst gar nicht bemerken. Am Freiheitstag dieses Jahr, am 27. April, dem Jahrestag der ersten freien Wahlen von 1994, herrschte wie immer großer Betrieb in den Shopping-Malls rund um den Nelson-Mandela-Square in Sandton, wo ein vielfach überlebensgroßer Mandela fröhlich in Bronze ausschreitet.
Der Statue gegenüber sind jetzt mannshohe Muster aller WM-Bälle aufgebaut, der "Telstar" von 1974, der "Etrusco" der WM in Italien, der "Azteca" und der neue "Jabulani". Viele Passanten, Inder, Chinesen, Farbige, Schwarze, Weiße, stellten sich im Lauf des Feiertags immer wieder vor den Bällen zum Foto auf. Nebeneinander gelegt ergäben die Abzüge den Bilderbogen einer "rainbow nation", deren Angehörige sich letztlich an sehr ähnlichen Dingen freuen, sehr ähnliche Fotos machen und die sich beim Fußball eigentlich ganz ungezwungen begegnen könnten, im Stadion, vor Großleinwänden, ohne einander fürchten zu müssen.
Aber das wird sehr wahrscheinlich nicht geschehen. Die Südafrikaner leben nebeneinander her, alte Gegensätze bestehen fort, 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid, während sich neue auftun. Es kann nicht um große Siege gehen, nur um kleine Schritte, es kann nur darum gehen, das Gute größer und das Schlechte kleiner zu machen, Stück für Stück.
In Soweto, am Sonntag, 41 Tage vor Beginn der Fuball-WM, verliert das Böse ein kleines Stück Boden. Die Operation der ruppigen Polizisten gegen zwei Raubmörder führt am Ende eines langen Tages zum Erfolg. Die Kripo-Leute ziehen auf einer Kreuzung einen der Täter aus dem Verkehr, und nachdem sie ihm kurz die Ohren verdreht haben, verrät er seinen Komplizen, der bald neben ihm sitzt, an Händen und Füßen gefesselt. Nach europäischen, westlichen, nördlichen Maßstäben treten die Polizisten zu forsch auf. Aber europäische Maßstäbe können, bis auf weiteres, in Südafrika nicht gelten. ◆
Von Ullrich Fichtner

DER SPIEGEL 22/2010
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