31.05.2010

UMWELTSubprime am Meeresgrund

Immer tiefer, immer riskanter: Weltweit bohren Multis in der Tiefsee nach dem Rohstoff Öl. Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt: Unbehelligt von wirksamen Kontrollen folgen die Firmen nur eigenen Interessen. Die Sicherheitsstandards sind auch in der Nordsee nicht besser.
Es war kurz vor vier Uhr nachmittags, als plötzlich Gas aus dem Bohrloch am Meeresgrund fauchte. Panisch versuchten die Männer auf der Ölplattform, den Druck aus der Tiefe zu bändigen. Einige machten schon die Rettungsboote klar.
Tags darauf sah alles noch schlimmer aus. Verzweifelt mühten sich die Ölarbeiter, den Blowout Preventer, den letzten Schutz vor dem unkontrollierten Herausschießen des Öls, zu aktivieren. Rund 90 Mann flohen von der Bohrinsel.
Nein, diese Szenen spielten sich nicht ab auf der "Deepwater Horizon", kurz bevor sie am 20. April explodierte. Der Zwischenfall passierte vor nicht einmal zwei Wochen, nur knapp tausend Kilometer von der deutschen Küste entfernt. Tagelang versuchten die Techniker auf der Bohrinsel "Gullfaks C" 200 Kilometer nordwestlich der norwegischen Stadt Bergen, das Bohrloch mit Schlamm und Zement zu stopfen.
"Noch immer ist die Situation nicht unter Kontrolle", sagt Frederic Hauge, Gründer der norwegischen Umweltorganisation Bellona, der das Szenario nach Interviews von Augenzeugen rekonstruiert hat. Große Mengen giftigen Bohrschlamms seien im Loch versickert, der Kopf des Bohrers stecke fest. Die Lage sei "ernst", konstatierte auch die norwegische Ölaufsichtsbehörde. Der Betreiber der Plattform versichert, inzwischen habe er die Lage im Griff.
"Es gibt viele Ähnlichkeiten zur 'Deepwater Horizon'", sagt Hauge. Wie dort, so sei auch auf der "Gullfaks C" schon früher Gas ausgetreten. Und genau wie dort wurden durch einen Bedienungsfehler gewaltige Brocken Dichtungsgummi aus dem Blowout Preventer nach oben gepresst, sagt Hauge. "Es stimmt eben nicht, dass so ein Unfall nicht auch in der Nordsee passieren könnte."
Das Desaster im Golf von Mexiko ist die wohl größte Umweltkatastrophe der US-Geschichte. Zugleich aber ist es ein Menetekel für das, was auch in anderen Teilen der Welt passieren wird.
Bis zu 126 000 Tonnen Öl sind in den Golf von Mexiko gesprudelt, das ist mehr als das Dreifache dessen, was vor 21 Jahren aus dem Tanker "Exxon Valdez" ins arktische Meer vor Alaska lief. Hilflos konnte die Welt live per Webcam zusehen, wie immer mehr der tiefbraunen Brühe aus dem Bohrloch schoss. Und hilflos muteten auch die Versuche des Ölkonzerns BP an, das Loch mit Bohrschlamm, Zement oder gar mit Golfbällen, Fetzen von Autoreifen, Kabeln oder anderem Müll zu stopfen.
Die Ölkonzerne kapitulieren vor der Technik, die Politik vor den Ölkonzernen: So lautete die Lehre dieser Bilder. Die Ölmultis, das offenbarte die Katastrophe, haben sich in einem technisch hochbrisanten Bereich jeder effektiven Kontrolle längst entzogen.
Die Inspektoren der US-Regierung, die BP, Shell, Exxon und Co. eigentlich überprüfen sollten, waren unfähig, lax und korrupt - eben schlicht "fürchterlich", wie US-Präsident Barack Obama am vergangenen Donnerstag schimpfte. Unter der Bush-Regierung hatten sich die Inspekteure der zuständigen Aufsichtsbehörde Minerals Management Service (MMS) mehr als Unterstützer denn als Kontrolleure von Big Oil begriffen. Obama hatte Elizabeth Birnbaum zur neuen MMS-Chefin ernannt. Am Donnerstag musste sie gehen, weil sich nichts an den Zuständen geändert hatte.
Die Ölindustrie habe sich im wesentlichen "selbst reguliert", wetterte der US-Präsident. Damit solle es jetzt vorbei sein. Aber wie viel können seine angekündigten Verbesserungen tatsächlich ändern?
Immer tiefer dringen die Konzerne in die Ozeane vor. Immer weiter verschieben sie im Wettlauf um neue Quellen die technischen Grenzen. Damit steigt das Risiko.
Nur ein paar Monate bevor die Plattform "Deepwater Horizon" sank, hatte sie einen neuen Weltrekord für die tiefste Ölbohrung im Meer aufgestellt: 1250 Meter unter dem Meeresspiegel war sie noch einmal 9400 Meter in die Tiefe der Erdkruste vorgedrungen.
Die Kälte des Wassers, die Hitze des Öls und vor allem der enorme Druck machen hier alles zum Experiment. Die Unternehmen entwickeln die Technik, während sie mit ihr arbeiten. Die Firmen seien "abhängig von Prototypen und neuer Technologie", konstatierten dänische Ingenieure im vergangenen Jahr in einem Fachjournal. Es gebe "bedeutende Unsicherheit bezüglich der Leistungsfähigkeit dieser Systeme".
Subprime am Meeresgrund: Wie die Banker mit immer riskanteren Derivaten hantieren, so improvisieren die Ölkonzerne mit immer gewagteren Bohrungen. Beide haben sie gehofft, dass alles schon gutgehen werde. "Die Ölindustrie hat die Risiken von Offshore-Bohrungen dramatisch heruntergespielt", sagt Umweltschützer Hauge. "Und den Kontrollbehörden fehlen das technische Wissen und die Mittel."
Wie sehr sich die Konzerne inzwischen jeder Kontrolle entziehen, das wurde jetzt vor zwei Untersuchungsausschüssen des Kongresses und der US-Küstenwache offenbar. Die Mitglieder hörten Augenzeugen, Techniker und Manager, sie sichteten firmeninterne Dokumente. Rasch zeigte sich dabei, wie BP-Manager an der Sicherheit sparten. Sie trieben die Arbeiter auf der "Deepwater Horizon" zur Eile an und vertrauten offenbar darauf, dass nichts passieren werde. Dass US-Behörden dem Konzern mehrfach grobe Schlamperei vorgeworfen hatten, scherte dabei wenig.
Für BP zählte nur, dass man auf der "Deepwater Horizon" wegen technischer Schwierigkeiten hinter dem Zeitplan lag. Die Bohrung sollte abgeschlossen, das Loch versiegelt werden. Nun bohrten die Ingenieure schon 43 Tage länger als vorgesehen. Und für jeden Tag stellte Transocean, der Betreiber der Bohrinsel, dem BP-Konzern 533 000 Dollar in Rechnung. "Wir erfuhren während eines Sicherheitstreffens, dass um die 25 Millionen im Schlamm verschwunden sind", sagt Mike Williams, der Chefelektriker auf der Plattform. "Wenn sie anfangen, mit solchen großen Zahlen herumzuwerfen, dann kommt der Druck - der Druck, schneller zu machen."
Vier Wochen vor dem Unglück wurde dann auch noch der Blowout Preventer beschädigt, erzählt Williams. Ein Arbeiter habe versehentlich einen Schalter berührt, das Bohrrohr sei daraufhin mit der Wucht mehrerer Tonnen durch ein geschlossenes Ventil geschossen. Später tauchten große Gummibrocken im Bohrschlamm auf, so Williams. "Keine große Sache", habe der Vorarbeiter gesagt.
Wenige Tage vor der Explosion schien alles so weit, das Bohrloch sollte geschlossen werden. Eine oder zwei Schutzhüllen? BP stand nun vor zwei Optionen. Die Firma entschied sich für die einfache Version, das, so heißt es in einem BP-Dokument, sei "die wirtschaftlichste Variante". "Es war auch die riskantere", sagt Greg McCormack, Ölexperte an der University of Texas in Austin. Der Arbeiter Stephen Stone ist sicher: "Die haben mit unserem Leben gespielt."
17 Milliarden Dollar verdiente BP im vergangenen Jahr, im ersten Quartal dieses Jahres übertraf der Konzern seinen Vorjahresgewinn noch einmal um fast 140 Prozent. Gespart wurde trotzdem - auch und gerade, wenn es um die Sicherheit ging.
So war die Bohrinsel unter der Flagge der Marshall-Inseln registriert. Die Kontrollen der Küstenwache gingen dann blitzschnell vonstatten
Um elf Uhr morgens am 20. April, dem Tag des Unglücks, kam es dann zum offenen Streit zwischen einem Mitarbeiter von BP, dem Mieter der Bohrinsel, und deren Betreiber Transocean. Der BP-Mann wollte schweren Schlamm durch leichteres Meerwasser ersetzen, das werde die Arbeiten beschleunigen. Die Transocean-Crew protestierte. Vergebens. "Die Mieter zahlen die Rechnung, sie bestimmen, was gemacht wird", sagt Carl Smith, ein ehemaliger Kapitän der Küstenwache, vor dem Ausschuss in Louisiana.
Und es gab viel zu bestimmen an diesem 20. April. Der Druck im Bohrloch war gesunken, das sprach für ein Leck. Doch nach einem Test gab die Mannschaft Entwarnung und füllte Wasser in das Loch.
Zu dieser Zeit lauerte unten am Meeresboden längst eine große Gasblase. Doch erst 51 Minuten vor der Explosion wurde das erste Leck gemeldet, zehn Minuten später das zweite. Dann schossen zischend Gas und Bohrschlamm nach oben. Von zwei Explosionen wurde Elektriker Williams umhergeschleudert. "Ich dachte, ich werde genau jetzt hier sterben", sagt er.
In dem Moment, als die letzte Notabschaltung, der sogenannte Dead Man Switch, versagte, brach auch das System zusammen, dem die Ölkonzerne ihre astronomischen Gewinne verdanken. Mit dem emporquellenden Rohöl trat die Tatsache an die Oberfläche, wie sehr die Multis in Amerika seit Jahren machen konnten, was sie wollten.
Der MMS, eine der größten Aufsichtsbehörden der Welt, vergibt alle Bohrlizenzen in den Vereinigten Staaten. Seine Aufgabe ist es, Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Bohrinseln zu überwachen. Doch der MMS ist berüchtigt für seine Willfährigkeit gegenüber Big Oil.
Bezirksmanager Larry Williamson gibt zu: "Es ist doch klar. Wir kommen alle aus den gleichen Teilen des Landes. Fast alle Inspektoren haben einmal für die Ölfirmen da draußen auf den Bohrinseln gearbeitet. Manche kennen sich, seit sie Kinder waren. Sie gehen zusammen jagen, und sie fischen zusammen."
Beamte der Behörde, so offenbarte jetzt ein Bericht des Innenministeriums, haben sich zu Jagdausflügen und Footballspielen einladen und mit Ölfirmenjets herumfliegen lassen. Im Gegenzug durften Ölmanager ihre eigenen Prüfberichte ausfüllen, mit dem Bleistift. Die Beamten zogen sie dann nur noch mit dem Kugelschreiber nach.
Wenn die MMS-Behörde einmal fachlichen Rat sucht, dann fragt sie gern beim American Petroleum Institute an. Bezahlt wird das von der Industrie. "Das ist so, als ob man Dracula mit der Verwaltung der Blutbank betraute", spottet der ehemalige Ölmanager Ben van Bilderbeek.
Die MMS-Beamten scheuen sich nicht einmal, zugunsten der Industrie Gesetze zu missachten: Viele Bohrprojekte wurden ganz ohne die vorgeschriebene Umweltprüfung erlaubt.
"Der MMS ist die korrupteste, unqualifizierteste Behörde, mit der ich in den letzten 20 Jahren zu tun hatte. Er hat jede Absicht aufgegeben, die Ölindustrie zu regulieren", resümiert Kieran Suckling, Chef der Umweltorganisation Center for Biological Diversity.
Und wenn der MMS dann doch einmal strengere Standards einführen will, lassen die Ölkonzerne eben ihre Verbindungen spielen. Allein BP ließ sich die Lobbyarbeit in Washington im vergangenen Jahr die enorme Summe von 16 Millionen Dollar kosten.
Unter der Regierung von Präsident George W. Bush war der Einfluss der Ölmultis allgemein bekannt, schließlich saßen ihre Förderer direkt im Oval Office: Präsident Bush entstammte einer texanischen Öldynastie, und Vize-Präsident Dick Cheney war einst Vorstandschef der Ölzulieferfirma Halliburton gewesen.
Im MMS aber hat der Geist dieser Ära bislang gut überdauert: An seiner Praxis, auf Umweltprüfungen zu verzichten, hat der Regierungswechsel nichts geändert; sogar nach der Explosion der "Deepwater Horizon" stellte der MMS noch ein Dutzend Bohrgenehmigungen aus.
So lax und wohlwollend verhielten sich die Kontrolleure, dass dies die Nachlässigkeit in den Konzernen geradezu fördern musste - kaum irgendwo aber offenbar so systematisch wie bei BP. Über 700 Verwarnungen der US-Arbeitssicherheitsbehörde kassierten die Briten im vergangenen Jahr. Die nächstfolgende Firma erhielt gerade einmal 8.
Und Katastrophen schienen dabei keinerlei Lerneffekt zu erzeugen: Am 2. März 2006 flossen im größten Ölfeld Alaskas in Prudhoe Bay fast eine Million Liter Öl aus einer durchgerosteten BP-Pipeline in eine Region voller Eisbären, Eisfüchse und anderer seltener Arktisbewohner. Bereits Jahre vorher hatten BP-Techniker auf die Mängel in der Pipeline hingewiesen.
Nur knapp ein Jahr zuvor waren bei einer Explosion in einer BP-Raffinerie in Texas City 15 Arbeiter gestorben. Es war das schlimmste Industrieunglück in den USA seit mehr als 15 Jahren. Die Überwachungsbehörde, das Chemical Safety Board, begann die größte Untersuchung ihrer Geschichte. Das Ergebnis: Schlamperei, Sparmaßnahmen, fehlende Sicherheitsstandards. Der zuständige Untersuchungsleiter Don Holmstrom beklagte "ein Versagen des Konzerns auf allen Ebenen".
Genützt haben seine Warnungen nichts - und schon gar nicht die Bußgelder, die der MMS 2007 gegen BP verhängte. Auf der BP-Bohrinsel "Ocean King" war es 2002 nach hohem Gasdruck zu einem Beinahe-Blowout gekommen. Der MMS warf BP vor, in der Firma fehle es an Leitlinien für den Notfall, die Arbeiter hätten nur mangelhaftes Wissen über das System. BP musste Strafe zahlen: 41 000 Dollar. Das ist nicht einmal ein Zehntel der Tagesmiete für eine Bohrinsel.
Doch sind die Kontrollbehörden anderer Länder wirklich besser? Werden die Multis in Europa enger an die Leine gelegt? "In diesem Punkt ist die Praxis mehr oder weniger überall gleich", konstatiert der norwegische Ölexperte Per Holand.
So schreibt die britische Ölbohr-Aufsicht lediglich vor, dass Umwelt- und Sicherheitsrisiken "so gering wie vernünftigerweise möglich" sind. Und Ole-Johan Faret, Sprecher der norwegischen Ölsicherheitsbehörde, gesteht unumwunden: "Es geht darum zu überprüfen, wie die Firmen sich selbst überprüfen."
Noch weitaus schlechter steht es um die Standards vieler anderer Länder, vor deren Küsten ebenfalls Öl aus der Tiefe sprudelt. Die Aufsichtsbehörde in Kambodscha operiert unter strikter Geheimhaltung. Und vor Nigeria, so schätzen die Experten, läuft aus Bohrlöchern jedes Jahr so viel Rohöl ins Meer wie beim Unglück der "Exxon Valdez" - die Katastrophe als Alltag.
Da ist es kaum verwunderlich, dass es immer wieder zu Beinahe-Blowouts und Katastrophen kam. Im Juli 1988 starben vor Schottland 167 Menschen auf "Piper Alpha", als Gas entwich und sich entzündete. Nach mehreren Explosionen stand die Plattform in Flammen und sank.
Die Mutter aller Bohrinsel-Unglücke aber ereignete sich vor 31 Jahren vor der Südküste Mexikos - nur 1000 Kilometer vom Ort der "Deepwater"-Katastrophe entfernt. Die Techniker auf der mexikanischen Plattform "Sedco 135" konnten damals den Druck nicht mehr regulieren, als Bohrschlamm in Rissen neben dem Bohrloch versickerte. Wie bei "Deepwater" versagte auch hier der Blowout Preventer. Neun Monate lang konnte das Bohrloch nicht gestopft werden.
Selbst der legendäre Feuerteufel Paul "Red" Adair konnte den Ölfluss nicht stoppen. Zwei Entlastungsbohrungen blieben vergebens. Insgesamt 500 Millionen Liter Öl strömten vor Mexiko ins Meer.
Gespenstisch vertraut mutet die Chronik des Desasters an: Die US-Küstenwache nutzte damals Absperrungen und Abschöpfer, um ihre Küsten zu schützen, genau wie dieses Mal. Auch über einen Sandwall, wie ihn der Gouverneur von Louisiana jetzt bauen will, wurde schon damals diskutiert. Und genau wie heute stritten sich die US-Behörden über die Verwendung des Ölzersetzers Corexit, den Flugzeuge im Auftrag der Mexikaner auch seinerzeit auf dem Golf versprühten.
Den immer aufwendigeren, immer kühneren, immer riskanteren Vorstoß in die Tiefe hat die Erfahrung der "Sedco 135"-Katastrophe nicht gebremst. Wird es nach der "Deepwater Horizon" anders sein?
Präsident Obama hat für ein halbes Jahr alle Neubohrungen im Golf gestoppt. Auch in der Arktis und vor der Küste Virginias ist das Schlürfen nach Öl vorerst abgesagt. Zudem will Obama die Sicherheitsstandards verbessern. Eine Kommission soll rasch neue Vorschriften erarbeiten.
"Unter der letzten Regierung war die Öl- und Gasindustrie der absolute König", sagt sein Innenminister Ken Salazar und verspricht: "Damit ist es nun vorbei."
Umweltexperte Hauge aus Norwegen ist skeptisch. Er fordert, auch in der Nordsee Neubohrungen auszusetzen, bis mehr über die Ursachen des Unglücks im Golf bekannt ist.
Doch selbst wenn der Ölboom in Europa und den USA einen Dämpfer bekäme - andernorts geht die Offshore-Euphorie unverdrossen weiter. Die nächste Front wird gerade in Brasilien eröffnet.
800 Kilometer lange Ölfelder liegen dort vor den Küsten, 7000 Meter tief unter Ozean und Salzschichten, zugänglich nur unter technischen Extrembedingungen. 170 Milliarden Dollar will Brasiliens Staatsölfirma Petrobras für die Erschließung ausgeben. Der Konzern lässt gerade die "P-56" bauen. Die Bohrinsel erfülle den letzten Stand der Technik, heißt es. In wenigen Monaten werden die ersten Testbohrungen gemacht.
Die "P-56" ist so ähnlich gebaut wie die "Deepwater Horizon".
Von Marc Hujer, Cordula Meyer und Gregor Peter Schmitz

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