28.06.2010

AUSSTELLUNGENDie ausgestopfte Socke

Auf der Wiese, auf die mal das Berliner Stadtschloss gebaut werden sollte, steht noch bis Ende August die Temporäre Kunsthalle. Statt Schloss. Die endgültig letzte Ausstellung eröffnet am Donnerstag und trägt den landwirtschaftlichen Titel "Fischgrätenmelkstand", ein Begriff, der ein bestimmtes Ordnungssystem beim Melken von Kühen bezeichnet. Gestaltet hat die Ausstellung der deutsche Künstler John Bock - ein exzentrischer Materialienmischer, der aus Eiern oder Weckern ausufernde Installationen baut. Bock, 45, hat nun jene 60 Künstler ausgewählt, die in der finalen Schau ihre Werke präsentieren dürfen, darunter Paul McCarthy, Michael Sailstorfer oder Ingrid Wiener. Als eigenen Beitrag hat er ein Kunst-Ordnungssystem entworfen: die eigenwillige Ausstellungsarchitektur. In die Kunsthalle wird eine elf Meter hohe, begehbare Gerüstkonstruktion gebaut, in der die Kunstwerke gezeigt werden. Um die Fläche zu gliedern, hat Bock phantasievolle Raumtrenner ersonnen. Beispielsweise ließ er Dutzende Autoreifen aneinanderketten oder 1700 Herrensocken mit Watte ausstopfen und musterartig aneinandernähen.

DER SPIEGEL 26/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 26/2010
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

AUSSTELLUNGEN:
Die ausgestopfte Socke