27.09.2010

MEDIZINStress hemmt Chemotherapie

Krebspatienten, die kurz vor Beginn ihrer Chemo- oder Strahlentherapie seelisch besonders unter Druck stehen oder ihren Körper - etwa durch zu viel Sport - unter Stress setzen, gefährden dadurch möglicherweise den Therapieerfolg. Darauf deutet eine Untersuchung an Brustkrebszellen durch Wissenschaftler der Ohio State University hin. Seelischer und körperlicher Stress aktiviert in gesunden Körperzellen bestimmte Eiweiße, die die Überlebenskraft der Zellen stärken. Dieser Mechanismus, so die Befürchtung der Wissenschaftler, könnte es Krebszellen erleichtern, eine aggressive Therapie zu überleben. An Brustkrebszellen im Labor konnten die Forscher den Effekt tatsächlich nachweisen: Mit Hilfe eines Moleküls blockierten sie die Bildung eines der Überlebens-Eiweiße - und prompt reagierten die Zellen empfindlicher auf Bestrahlung und Chemotherapie.

DER SPIEGEL 39/2010
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