27.09.2010

AUSSTELLUNGENDas schwarze Quadrat

Seine Absicht war, die Farbe "als tiefes, strahlendes Geheimnis zu wahren". Der US-Künstler und Kunsttheoretiker Ad Reinhardt (1913 bis 1967) wollte Kunst pur: Jede Vermischung mit dem Leben sei zu vermeiden, hieß es 1952 im Manifest "Art as Art". In Deutschland wurde er 1968 durch eine Präsentation seiner Arbeiten auf der Documenta in Kassel bekannt. Nun zeigt das Josef Albers Museum in Bottrop auf einer Einzelausstellung "Letzte Bilder" (bis 9. Januar 2011). Wirklich monochrom sind selbst die Werke aus der späten "schwarzen" Phase nicht, in der Reinhardt nur noch quadratische Bilder in Schwarz malte: Bei näherem Hinsehen erkennt man darin eine Mischung aus dunklem Grün, Rot und Blau. Der Erfinder des "Schwarzen Quadrats" freilich war nicht Ad Reinhardt, sondern der russische Maler Kasimir Malewitsch (1878 bis 1935), der schon 1915 versuchte, "die Kunst vom Gewicht der Dinge zu befreien" - damals noch mit enormer politischer Sprengkraft.

DER SPIEGEL 39/2010
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