03.01.2011

Briefe„Ich, Westerwelle“

Nr. 51/2010, FDP: Machtkampf um Guido Westerwelle
Guido Westerwelle hat es vermocht, die einst stolze FDP auf eine Partei der leeren Steuersenkungsversprechen zu reduzieren. Sein persönlicher Ehrgeiz hat ihn dazu verleitet, die in sich widersprüchliche Dreifachbelastung als Außenminister, Vizekanzler und Parteichef einzugehen. Allerdings: Die FDP-Basis hat das alles zugelassen. Die Partei steht allzu offensichtlich personell alternativlos auf dem Verliererposten.
Osnabrück,
Dr. Jens Martin
Westerwelle ist eine außerordentliche Belastung für seine Partei. Man kann ihn leider nicht von der Steuer absetzen!
Recklinghausen Dietmar Jenderny
Es gab Zeiten, da hatte die FDP honorige Politiker. Die hießen Gerhart Baum, Burkhard Hirsch oder Hildegard Hamm-Brücher. Lang ist's her. Sollte der jetzt als Vorsitzender seiner Partei und als Außenminister unseres ganzen Landes amtierende Pseudopolitiker ein Programm haben, dann hat es einen Namen: "Ich, Guido Westerwelle."
Dettenhofen (Bayern)
Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid
Nicht Westerwelle hat bei der letzten Bundestagswahl nach elf Jahren Opposition die FDP in die Regierung geführt, sondern zahlreiche CDU-Wähler/innen, die durch ihre Zweitstimme zu dem 14,6- Prozent-Ergebnis der FDP beitrugen.
Heidelberg,
Martin Hausdorf
Viele der Parteifreunde, die jetzt Westerwelles Rücktritt fordern, haben ihre Karriere auch ihm zu verdanken. Vor und nach der letzten Bundestagswahl waren von diesen liberalen Freunden kaum Stimmen bezüglich Kurs und Führungsstil des Vorsitzenden zu vernehmen. Sie müssen sich fragen lassen, was sie unternommen haben, um den Vertrauensverlust beim Wähler zu verhindern. Und Konzepte vorlegen, um dieses verspielte Vertrauen wieder zurückzugewinnen.
Augsburg,
Guido Immler

DER SPIEGEL 1/2011
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