03.01.2011

SPIEGEL-GESPRÄCH„All der Mist passiert wirklich“

James Cameron, 56, Regisseur von „Titanic“ und „Avatar“, über den Umbruch in Hollywood, die Grenzen des Star-Systems und die Angst vor dem Scheitern
SPIEGEL: Mr. Cameron, was sagt es über den Zustand Hollywoods, dass wir uns nicht dort treffen, sondern hier, zehn Kilometer weiter am Strand von Santa Monica?
Cameron: Das sagt erst mal, dass ich bequem bin und keine Lust habe, mich durch den Verkehr da hochzuquälen. Außerdem sagt es, dass Hollywood kein Ort mehr ist. Wenn wir über Hollywood reden, sprechen wir von einem Prinzip. Hollywood ist eine Geisteshaltung.
SPIEGEL: Was ist denn mit dem Ort?
Cameron: Als Gemeinde ist Hollywood natürlich amerikanisch, denn es liegt schließlich in den USA. Kulturell aber ist es längst französisch, kanadisch, australisch, sogar deutsch. Sehen Sie sich die Filmemacher an, die Schauspieler. Hollywood ist eine beliebige Ansammlung von Gebäuden, in denen ein Haufen Leute am Telefon hängen und mit den Plätzen verbunden sind, wo wirklich die Filme gemacht werden, rund um die Welt.
SPIEGEL: Trotzdem ist ja Hollywood immer noch ein amerikanisches Symbol.
Cameron: Glauben Sie mir. Es ist nur noch ein Vehikel. Mein Film "Avatar" hat fast drei Viertel seines Geldes außerhalb Amerikas gemacht.
SPIEGEL: Lohnt es sich dann überhaupt noch, hier zu leben?
Cameron: Immer weniger. Mein Kollege Peter Jackson fährt gut damit, riesige Blockbuster innerhalb des Hollywood-Systems zu machen, ohne, glaube ich, je länger hier gewesen zu sein. Der kommt wirklich nie. Dem geht es gut in Neuseeland. Das wäre früher nicht gegangen.
SPIEGEL: Aber Sie leben noch hier.
Cameron: Ich lebe zufällig noch hier, ja. Weil ich ein hübsches Haus in Malibu habe und hier bin, seit ich 17 bin. Aber ich werde vielleicht auch bald wegziehen.
SPIEGEL: James Cameron, der mit "Titanic" und "Avatar" die beiden erfolgreichsten Filme aller Zeiten gedreht hat, verlässt Hollywood?
Cameron: Ich habe Hollywood schon lange verlassen. Wie ich sagte, Hollywood ist nur eine Geisteshaltung.
SPIEGEL: Wie fühlt die sich an?
Cameron: Nun, es gibt die gute Seite und die böse Seite an Hollywood. Erst mal ist es ist ein Treffpunkt für kreative Leute aus aller Welt, die kommen, um Filme zu machen, die überall funktionieren. Das ist die gute Seite. Die böse ist, ach lassen wir das …
SPIEGEL: Nein, was?
Cameron: Das wird Sie nur enttäuschen. Aber dieses Glitzern, der Glamour, die Agenten, die Intrigen, der Neid.
SPIEGEL: Bekommen Sie Neid zu spüren?
Cameron: Nicht direkt, dazu bin ich gerade zu stark, aber indirekt schon. Glauben Sie mir, all der Mist, der in diesen Hollywood-Schundromanen steht, der passiert wirklich.
SPIEGEL: Zum Beispiel dass es sich für eine junge Schauspielerin immer noch lohnen könnte, mit einem Drehbuchschreiber oder Produzenten zu schlafen, um an eine Rolle zu kommen?
Cameron: Woher soll ich das wissen? Dieses Spiel habe ich nie mitgespielt. Ich kann Ihnen aber sagen, ich musste nie mit jemandem schlafen.
SPIEGEL: Bekommen Sie wenigstens Angebote?
Cameron: Jeder weiß doch, dass ich glücklich verheiratet bin.
SPIEGEL: Sogar zum fünften Mal.
Cameron: Ja, ja, Ehen können scheitern. Weiß ich sehr gut.
SPIEGEL: In welchem Restaurant in Hollywood kann ich als junger Drehbuchschreiber James Cameron treffen und ihm mein Skript zuschieben?
Cameron: Machen Sie sich keine Illusionen. Das würde nicht passieren. In ein bestimmtes Restaurant zu gehen, um James Cameron zu treffen oder Oliver Stone? Das ist, mit Verlaub, Bullshit. Halten Sie mich für altmodisch, aber ich finde, die Leute sollten sich ihre Position durch Leistung verdienen. Schreiben Sie Ihr Drehbuch, ich garantiere Ihnen, wenn es gut ist, wird irgendjemand es irgendjemandem zeigen, der es wiederum jemandem zeigt.
SPIEGEL: Es gibt ja für Blockbuster kaum noch originale Drehbücher. Das meiste, was verfilmt wird, sind Fortsetzungen, Adaptionen von Romanen, Comics oder Fernsehserien. Hollywood fallen keine Geschichten mehr ein.
Cameron: Ja. Wir haben eine Story-Krise. Jetzt wollen sie schon aus dem Spiel "Schiffe versenken" einen Film machen! Das ist reine Verzweiflung, weil inzwischen das Sequel-Business Hollywood regiert oder wie wir es auch nennen: das Franchise. Das bedeutet, man dreht von irgendetwas schon Erfolgreichem eine Fortsetzung, denn jeder in Hollywood weiß, wie wichtig es ist, dass der Film, bevor er in die Kinos kommt, bereits eine Marke ist. Wenn eine Marke schon existiert, "Harry Potter" etwa oder "Spider-Man", sind Sie Lichtjahre voraus. Und da liegt das Problem. Denn leider werden diese Marken immer lächerlicher. "Schiffe versenken"! Das degradiert das Kino.
SPIEGEL: Ihr Film "Avatar" widerlegt dies. Er basiert ja gerade auf nichts Bekanntem außer Ihrer offenbar etwas merkwürdigen Phantasie.
Cameron: Das war die größte Schwierigkeit bei dem Film. Wir mussten ihn nicht nur drehen, was schwierig genug war. Wir mussten nebenbei auch noch eine Marke kreieren, bevor der Film in die Kinos kam. Das war sehr schwer. Denn der Film sah aus wie nichts, was es vorher gab.
SPIEGEL: Trotzdem wurde Ihre Erzählung von einem Naturvolk, das sich gegen zivilisierte Eindringlinge verteidigt, überall auf der Welt verstanden. Eine universale Geschichte, wie sie nur Hollywood erzählen kann. Haben Sie das so geplant?
Cameron: Ja. Ich bin wie ein Ingenieur. Man baut etwas, damit es bestimmte Sachen macht. Wenn das dann schließlich passiert, sollte man nicht überrascht sein. Ich wusste vorher, wie die Geschichte laufen musste.
SPIEGEL: Es gab viele politische und philosophische Interpretationen Ihres Films. Wovon handelt eigentlich Ihrer Meinung nach "Avatar"?
Cameron: Die Geschichte arbeitet mit emotionalen Resonanzen und einer thematischen Idee. Die Menschen sind irgendwie vom rechten Weg abgekommen und befinden sich in einer feindlichen Beziehung zur Natur. Das ist etwas, was jeder in seinem Alltag nachfühlen kann.
SPIEGEL: Sie wollen mit Ihrem Film den Menschen sagen, sie sollen wieder öfter in den Garten gehen?
Cameron: Die Handlung des Films folgt einer der Urerzählungen des Menschen: der Geschichte des Fremden in einer fremden Welt. Dann lernt er, die fremde Welt anders zu sehen und Teil von ihr zu werden. Und weil er ein Teil von ihr wird, kann er sich verlieben in eine der Fremden. Das ist das Thema der Menschheit.
SPIEGEL: Angefangen bei Adam und Eva.
Cameron: Aber es ist noch mehr: die Erfüllung unserer geheimen Wünsche. Das ist doch Hollywood! Wir wünschen, wir könnten sein wie diese Fremden. Wir wünschen, wir könnten so frei durch den Wald laufen wie sie. Und schließlich wünschen wir uns, dass wir fliegen können. Und dann passiert etwas, was nur Hollywood kann: Im besten Fall schaffen wir Traumbilder, die dieselbe Intensität haben wie echte Träume. Man fühlt es förmlich, das Fliegen. Die leuchtenden Pflanzen bei Nacht. Man spürt eine Lebendigkeit dieser Welt, wie man sie aus seinen Träumen kennt.
SPIEGEL: Wie macht Hollywood das?
Cameron: Viele meiner ästhetischen Entscheidungen sind Versuche, das kollektive Unterbewusstsein zu erreichen. Ich wollte, dass der Film auf der Ebene eines Traums arbeitet, ein perfekter Wachtraum.
SPIEGEL: Die alte Traummaschine.
Cameron: Es klingt wie ein Klischee, aber das war Hollywood immer. Denken Sie an die dreißiger und vierziger Jahre, als die Menschen zum ersten Mal die Musical-Verfilmung des "Zauberers von Oz" sahen, 1939, in Farbe. Der Moment, als Judy Garland die Tür zum Land der Munchkins öffnet? Das war ein Traum. Niemand hatte je so etwas gesehen.
SPIEGEL: Hollywood war auch immer das Medium, das am stärksten in die Köpfe der Menschen eindrang. Spüren Sie da eigentlich eine Verantwortung für das, was Sie in unsere Köpfe pflanzen?
Cameron: Wir sollten nicht übertreiben damit, wie mächtig Filme sind. Sie sind immer noch Unterhaltung. Aber ich glaube tatsächlich, dass wir eine moralische Verantwortung haben, das Gute zu fördern und Botschaften auszusenden, von denen die Welt profitiert. Sogar wenn es nur eine simple Botschaft ist wie: Wacht auf, und riecht mal am Kaffee! Denn wir zerstören gerade den Planeten.
SPIEGEL: Sie tun so, als sei dieser 2,8-Milliarden-Dollar-Blockbuster "Avatar" in Wirklichkeit ein linker Hippiefilm.
Cameron: O ja, absolut. Retro-Future. Ich selbst war nie ein Hippie, aber natürlich gab es in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern Ideen, die die Welt verändert und mich geprägt haben. Die sexuelle Revolution, die Bürgerrechtsbewegung, der Kalte Krieg, der Beginn der grün-sozialen Bewegung, Vietnam.
SPIEGEL: Und all diese Dinge, das Gute wie das Böse, von der sexuellen Revolution bis zum Vietnam-Krieg, haben sich immer in Hollywood gespiegelt.
Cameron: Sie haben sich vor allem in mir gespiegelt. All diese Ereignisse haben meine Sicht auf die Welt geformt und das, was ich sagen wollte. Meine Weltsicht wurde in den Sechzigern geprägt. "Avatar" kommt direkt aus meinen Erfahrungen aus dieser Zeit.
SPIEGEL: Komisch, dass Sie einen solchen Film dann mit der Twentieth Century Fox drehen, dem Studio von Rupert Murdoch, der seit Jahren versucht, durch seine Medien einen Ultrakonservativismus zu befördern. Kein Problem für Sie?
Cameron: Für mich nicht. Aber aus Fox- Sicht ist das wirklich interessant. Da ist also dieser Film, mit seiner antikapitalistischen, antiimperialistischen Botschaft, und er wird finanziert von Rupert Murdoch! Toll. Diesen Widerspruch hält nur Hollywood aus. Denn wir können hier besprechen, was wir wollen. Wenn es eine Religion gibt, die hier über allem anderen steht, ist es das Geld. Klingt platt, aber wenn Sie Geld machen, sind alle glücklich.
SPIEGEL: Wir haben von der Stoff-Krise geredet, die andere große Krise, die gerade aufzieht, ist die des Star-Systems. Immer mehr Stars, die früher Kinosäle füllten - etwa Tom Hanks oder Nicole Kidman -, garantieren keine Hits mehr.
Cameron: Die Furcht vor einer Star-Krise gibt es in Hollywood, seit ich hier arbeite. Sie ist existentiell für diesen Ort. Irgendwie treibt sie Hollywood auch an. Immer gab es die Angst, dass die Stars, die wir haben, es nicht mehr richtig bringen. Dass sie uns im Stich lassen, versagen. Dann kommen neue und haben ihre Momente, doch die bringen es irgendwann auch nicht mehr und so weiter. Das hat sich nicht geändert. Als Regisseur habe ich das Star-System nie gemocht.
SPIEGEL: Stars helfen vor allem, einen Film zu finanzieren. Was hat eigentlich Ihr Studio gesagt, als Sie denen erzählten, Sie wollten den teuersten Film aller Zeiten machen, aber hätten keinen einzigen Star zu bieten?
Cameron: Ja. Riesenbegeisterung. Das ist doch die typische Studiomentalität. Keine Stars, alles klar, auf geht's! Nein, im Ernst, als das Projekt "Avatar" schon seit Jahren lief, sagte ich irgendwann dem Studio: Jungs, ist ja ganz nett, aber ich brauche grünes Licht, und zwar jetzt. Da sind die in Panik geraten und meinten: Okay, grünes Licht. Aber wir brauchen einen Star!
SPIEGEL: Sie sagten nein?
Cameron: Ich sagte, ich will Zoe Saldana, die kein Mensch kannte. Das Argument der Studios ist immer das gleiche: Die sagen, sie müssen den Film vermarkten und brauchen jemanden, den sie in eine Talkshow setzen können. Ich sagte: Macht euch keine Sorgen, bei dem Film bringt ihr jeden in einer Talkshow unter.
SPIEGEL: Kam gut an?
Cameron: Nein. Studios mögen es nicht, wenn ihnen der Regisseur erklärt, wie sie ihren Film zu vermarkten haben.
SPIEGEL: Die Plot-Krise, die Star-Krise, nun 3 D. Erleben wir, hundert Jahre nachdem hier alles angefangen hat, vielleicht Hollywoods größten Umbruch?
Cameron: Das kann sein, denn wenn man zurückdenkt - worum ging es denn bei den großen Veränderungen in Hollywood? Jeder Umbruch hatte immer zu tun mit dem menschlichen Wahrnehmungsapparat. Wir Menschen sehen und hören. Was fehlte also den ersten Filmen?
SPIEGEL: Zunächst der Ton.
Cameron: Der Ton, genau. Wir bekamen also irgendwann in den Zwanzigern Ton. Aber wir Menschen sehen in Farbe. Es brauchte noch ein Jahrzehnt, dann bekamen wir auch die Farbe. Der letzte Schritt nun war: Wir Menschen sehen in drei Dimensionen. Doch erst jetzt haben wir bei den dreidimensionalen Bildern den Durchbruch geschafft. Ist es nicht interessant, dass Hollywood hundert Jahre gebraucht hat, um angemessen zu reproduzieren, wie wir Informationen aufnehmen?
SPIEGEL: Ihre neue Filmtechnik heißt Performance Capture. Bei dieser Technik gibt es kein Dekor mehr, keine Kostüme. Bewegungen und Mimik der Schauspieler werden von unzähligen Kameras aufgenommen und digital in eine virtuelle fotorealistische Welt eingebaut. Können Sie nachvollziehen, dass einige Schauspieler das nicht wollen?
Cameron: Nein.
SPIEGEL: Die Schauspieler müssen in einem Gummianzug auf einer leeren Bühne spielen. Und alles, was sie machen, kann später am Rechner verändert werden.
Cameron: Bei mir hat sich kein Schauspieler beschwert.
SPIEGEL: Sandra Bullock oder Morgan Freeman haben sich über Performance Capture eher skeptisch geäußert.
Cameron: Mit denen habe ich nie gearbeitet.
SPIEGEL: Verstehen Sie die Sorgen nicht?
Cameron: Ich muss zugeben, ich habe mir sehr viele Sorgen gemacht, bevor ich das mit den Schauspielern ausprobiert habe. Ich war darauf eingestellt, die ganze Zeit ihre Hand halten zu müssen und sie irgendwie durch diesen Prozess zu lotsen. Aber ich merkte bald, die Schauspieler mochten das. Die freuten sich darauf!
SPIEGEL: Ach ja?
Cameron: Ja. Und wissen Sie, warum? Wenn ein Schauspieler normalerweise am Set ist, dreht er vielleicht wie viel? 20 Prozent der Zeit? Höchstens. Den Rest der Zeit werden Dinge vermessen, Lichter aufgestellt, Kräne in Position gebracht. Beim Performance Capture haben die Schauspieler 100 Prozent meiner Aufmerksamkeit. Wir sind nur da, um ihre Darbietung aufzunehmen. Denn es gibt kein Dekor, keine Kräne, keine Statisten.
SPIEGEL: Aber wie soll man sich im Gummianzug auf einer leeren Bühne in seine Rolle hineinfinden?
Cameron: Waren Sie mal an einem Filmset? Wissen Sie, was die Schauspieler sehen, während sie spielen? Die sehen einen Haufen Typen mit Headsets, deren
Hosen am Po runterhängen! Leute auf Kränen. Scheinwerfer. Sieht nach nichts aus. Sieht aus wie ein Filmset. Schauspieler müssen immer in ihrer Phantasie spielen, auch auf einem herkömmlichen Set. Sonst können sie ihren Job nicht.
SPIEGEL: Sie ärgern sich ja richtig!
Cameron: Weil ich immer höre: Es gibt einerseits die echte, die wahre Schauspielkunst - vor einer normalen Kamera. Und dann, dann ist da dieser andere Blödsinn von James Cameron. Glauben Sie mir, wenn die Schauspielergemeinde erst mal Performance Capture kapiert hat, werden die ganz verrückt sein danach.
SPIEGEL: Jetzt haben Sie sogar vorgeschlagen, Clint Eastwood könne doch wieder einen "Dirty Harry"-Film machen. Mit Ihrer Technik könnte man sein Gesicht um 40 Jahre jünger machen. Meinen Sie das ernst?
Cameron: Ach was, es ist gar nicht wichtig, ob er das macht. Wir haben nur gezeigt, was möglich ist. Zum Glück hatte ich Erfolg mit dieser Methode.
SPIEGEL: Haben Sie je darüber nachgedacht, was passiert wäre, wenn Sie mit "Avatar" gescheitert wären?
Cameron: Dann wäre ich jetzt sicherlich radioaktiv. Ich hatte schon bei "Terminator" Angst, meinem ersten großen Film. Bei jedem Film dachte ich, er sei zum Scheitern verurteilt, bevor ich ihn überhaupt fertig hatte. Aber Furcht ist relativ. Diese Angst treibt mich auch an. Sie macht mich besser. Sie sorgt dafür, dass ich hart arbeite.
SPIEGEL: Manche nennen Sie gerade den mächtigsten Mann Hollywoods. Sie können jetzt alles machen.
Cameron: O nein. Das bin ich nicht. Was ist überhaupt Macht in Hollywood? Die Leute, die die Geldschränke kontrollieren, das sind die Mächtigen. Im Übrigen habe ich gelernt, dass Macht in diesem merkwürdigen Konzept Hollywood nichts mit Macht im echten Leben zu tun hat. Noch nicht einmal mit Macht über Ihren Hund. Der Hund kommt nicht, auch wenn ich pfeife. Und die Kinder putzen sich nicht die Zähne, wenn ich es ihnen sage. Wie mächtig also bin ich wirklich?
SPIEGEL: Mr. Cameron, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Von Philipp Oehmke und Lars-Olav Beier

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