24.01.2011

RückspiegelZitate

Die "Berliner Zeitung" über einen SPIEGEL-ONLINE-Kommentar zum französischen Bestseller "Indignez-vous!" ("Empört Euch!") des ExDiplomaten Stéphane Hessel ("Im Land der Niedertracht", 13.1.2011):
Die Gründe für die Empörung seien in Frankreich offenkundig ganz andere als in Deutschland, konstatiert Jakob Augstein auf SPIEGEL ONLINE. Denn hierzulande mäkelte etwa Thilo Sarrazin: "Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken Türkisch und Arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird." Stéphane Hessel hingingen sei empört über "diese Gesellschaft der rechtlosen Ausländer, der Abschiebungen und des Generalverdachts gegenüber den Einwanderern" … Eigentlich sollte Sarrazins Erfolg ein großes Erschrecken auslösen, ein Schämen, glaubt Augstein. Denn hier offenbart sich ein tiefsitzender Rassismus. "Es macht keinen Spaß, diese Feststellung zu treffen: In Frankreich wurde ein Buch der Hoffnung zum Bestseller. In Deutschland ein Buch der Niedertracht."
Die spanische Zeitung "El País" über die Dokumentationsabteilung des SPIEGEL:
Vor fast einem Jahr traf sich in Hamburg ein ungewöhnlicher Kongress, der Spezialisten für die Verifikation von Daten versammelte, Experten also, die in Kommunikationsmedien arbeiten … und die sich exklusiv um das kümmern, was man international "fact check" nennt. Die Veranstaltung … verkündete die spektakuläre (und unbekannte) Anzahl an Journalisten und Experten, mit denen diese Abteilung des deutschen SPIEGEL aufwartet: fast 70 Personen.
Das "Hamburger Abendblatt" zum Verhältnis von "Focus" zum SPIEGEL:
Dass es dem SPIEGEL heute im Vergleich zum "Focus" gutgeht, liegt sicher daran, dass die Hamburger sich von den Münchnern haben inspirieren lassen. Der SPIEGEL ist nun farbiger, geordneter, weniger meinungsüberladen. Aber er ist dennoch das geblieben, was er einmal war: ein politisches Nachrichten-Magazin … Als der SPIEGEL im vergangenen Jahr mit den WikiLeaks-Enthüllungen erschien, präsentierte Weimer ("Focus"-Chefredakteur - Red.) ein Cover mit einem fröhlichen Eisbären und dichtete dazu die Zeile "Prima Klima" mit der Aufforderung "Umdenken: Die globale Erwärmung ist gut für uns".

DER SPIEGEL 4/2011
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