31.01.2011

MAGHREBDrogen für den Terror

Rauschgifthandel mit Südamerika ist zu einer wichtigen Einkommensquelle der Terrororganisation al-Qaida geworden. Das geht aus einem Bericht der algerischen Regierung hervor. Rauschgiftkartelle schmuggeln Kokain aus Kolumbien und Peru per Schiff und Flugzeug nach Nordafrika; die Qaida im Maghreb übernimmt den Weitertransport durch die Sahara nach Ägypten, Algerien oder Libyen. Sie kassiert dafür "Transportgebühren". Die algerischen Behörden schätzen, dass im Jahr 2008 bis zu 240 Tonnen Kokain durchs Land geschafft wurden; 2009 stellten sie allein im kaum besiedelten Süden 52 Tonnen sicher. Dabei sollen zur Qaida im Maghreb nur etwa 300 Kämpfer gehören. Sie halten sich in Marokko, Algerien und Tunesien auf, verübten in den vergangenen Jahren zahlreiche Attentate und verschleppten Ausländer. Nach algerischen Schätzungen sind die Einkünfte von al-Qaida aus Drogenhandel und Kidnapping seit 2007 auf bis zu 50 Millionen Euro gestiegen. Mit dem Geld kauft die Terrororganisation Waffen, wirbt Kämpfer an und unterstützt die Familien von Selbstmordattentätern.

DER SPIEGEL 5/2011
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