14.02.2011

BÜCHERBöser Hamster, gutes Eichhörnchen

Es gibt zutiefst gute und ausgesprochen boshafte Nagetiere - für den Naturwissenschaftler und Autor Kurt Floericke war das offensichtlich. Abscheuliche Wasserratten und erbärmliche Stachelschweine etwa. Ganz anders das fleißige Eichhörnchen: voller "Verschmitztheit und Schläue". Derart blumig beschrieb Floericke 1932 für die Leser der Zeitschrift "Kosmos" die Tiere, auf die er bei seinen Erkundungen traf. Jetzt ist das alte Kosmos-Bändchen mit dem Titel "Nagetiere" neu erschienen; jeder Text liebevoll gestaltet und ironisch kommentiert. Kurt Floerickes Tierbeobachtungen zeigen, wie damals Populärwissenschaft gemacht wurde. Vorbild für den Tier-Poeten waren Alfred Brehm und dessen berühmtes Werk "Tierleben". Wie dieser schloss Autor Floericke aus dem Verhalten der Tiere auf allzu menschliche Eigenschaften. Vor allem dem Hamster misstraute er: "Er ist ein Geizhals sondergleichen."
Kurt Floericke: "Nagetiere". Hrsg. von Jan Neersö. Verlag Grosskonzern, Berlin; 128 Seiten; 13 Euro.

DER SPIEGEL 7/2011
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