28.02.2011

NRWSchloss für einen Euro

In der Affäre um den nordrhein-westfälischen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) werden immer dubiosere Geschäftspraktiken bekannt. So kaufte der BLB im Januar 2009 das Schloss Kellenberg in Jülich für 3,1 Millionen Euro, um es wenig später als nicht werthaltig auf einen Euro abzuschreiben und dadurch vermutlich Steuern zu sparen. Die Abschreibung wurde damit begründet, dass es noch keinen zahlenden Mieter für die Immobilie gebe. Warum der BLB das Schloss trotzdem erworben hat, beschäftigt jetzt die Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Auf den merkwürdigen Schloss-Deal stießen die Korruptionsfahnder im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen BLB-Manager und mögliche Komplizen. Dabei wurde auch bekannt, dass einer Gräfin aus der Familie der Verkäufer vom BLB ein lebenslanges und unentgeltliches Wohnrecht in einer 300-Quadratmeter-Wohnung im Schloss eingeräumt worden sein soll.

DER SPIEGEL 9/2011
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