23.04.2011

CHINAHerrschaft der Angst

Der Pekinger Anwalt Liu Xiaoyuan hat sich fünf Tage nach seinem Verschwinden wieder zurückgemeldet. Liu, der als einer der möglichen Anwälte des festgenommenen Künstlers Ai Weiwei gilt, sagte, er sei von der Polizei "weggebracht" worden. Es handelt sich wohl um einen Einschüchterungsversuch. "Vielleicht hat es etwas mit Ai Weiwei zu tun, weil wir Freunde sind", glaubt Liu. Er hatte noch am 14. April um 19.59 Uhr eine Alarmmeldung in seinem Mikroblog hinterlassen: "Werde von Unbekannten verfolgt." Nach seiner Rückkehr schrieb er im Kurznachrichtendienst Sina Weibo den Kommentar: "Kann nicht einschlafen. Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt, dass ich es gewohnt bin, unter Schutz zu schlafen, oder ob mein Blutdruck jetzt so hoch ist." Seit Mitte Februar sperren die Behörden aus Angst vor einer chinesischen Jasmin-Revolution reihenweise Anwälte, Blogger und Aktivisten ein.

DER SPIEGEL 17/2011
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