23.02.1998

INNENMINISTERSPD-Show für Kanther

Die SPD-Innenminister streiten um ihre Haltung zur Kriminalitätsbekämpfung - stellvertretend für die Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder. Anfang Februar hatte die Innenministerkonferenz (IMK) ein Konzept ("Partnerschaft für mehr Sicherheit") verabschiedet, das vor allem Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU) vertritt. Der Thüringer Innenminister und SPD-Landeschef Richard Dewes kritisiert jetzt in einem dreiseitigen Brief an seine Fachkollegen, die IMK verkomme zu einer "Oneman-Show" für Kanther, die "voll zu politischen Lasten" der SPD gehe. Der frühere Lafontaine-Staatssekretär Dewes verlangt ein profiliertes SPD-Konzept, um der "Verkantherisierung" entgegenzuwirken.
Die Grundsatzkritik aus Thüringen richtet sich vor allem gegen Schröders Innenressortleiter Gerhard Glogowski. Dewes vor Vertrauten: "Die niedersächsische Doktrin, vor der Wahl jeglichen Streit mit dem Bundesinnenminister zu vermeiden, ist grundfalsch." Glogowski hält dagegen, daß die Wähler laut Umfragen beim Thema Innere Sicherheit "der SPD Kompetenz zusprechen". Dies stimme ihn für die Landtagswahl am 1. März zuversichtlich.

DER SPIEGEL 9/1998
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