23.02.1998

SPDDie Lizenz zum Strahlen

Finale im niedersächsischen Wahlkampf: Gerhard Schröder ringt um die entscheidenden Prozentpunkte für die Kanzlerkandidatur, und Oskar Lafontaine hilft ihm dabei - ein bißchen. Von Jürgen Leinemann
Die Wahl im September ist die allerletzte Chance der sozialdemokratischen Enkel
Wer könnte sich das nicht vorstellen: Irgendwann am Abend des 1. März, nicht allzu früh, erst nach sicheren Hochrechnungen, tritt Gerhard Schröder, der Ministerpräsident von Niedersachsen, im Landtag von Hannover vor die vielen, vielen Fernsehkameras und verkündet, daß er gewonnen hat: Die SPD ist wieder stärkste Partei, Schröder wird eine Regierung bilden.
Und nichts ist klar.
Das wäre ja auch noch schöner, wenn ein Wahlkampf mit so vielen doppelten Böden, schiefen Fronten und gezinkten Botschaften in jener von der Öffentlichkeit gewünschten ehernen Eindeutigkeit endete, die Hans Magnus Enzensberger eine "deutsche Obsession" nennt.
Statt dessen wird man wohl am ersten Sonntag im März auf das Kleingedruckte achten müssen bei der Siegesbotschaft, auf das Licht- und Schattenspiel zwischen den Worten und in den Gesichtszügen des Verkünders, um "jenes bißchen mehr" zu erfassen, um das es eigentlich ging bei der Wahl in Niedersachsen: wer sich in der SPD für das Kanzleramt qualifiziert hat.
"Einen strahlenden Sieger Gerhard Schröder sollte und könnte man nicht aufhalten", hat der stellvertretende Partei-Vorsitzende Wolfgang Thierse gesagt. Natürlich ist damit nicht ein Erfolg über seinen CDU-Herausforderer Christian Wulff gemeint, das ist kein Sieg, das ist eine Selbstverständlichkeit. Eher schon gehört zum Sieger, daß er die absolute Mehrheit verteidigt, und am Ende kommt es auch auf die Prozentzahlen an - wieviel mehr oder weniger als 44,3 Prozent, wie 1994, reichen zum legitimierten Strahlen?
Tatsächlich könnte es im eigentlichen Wettbewerb, im Psychokrieg mit Oskar Lafontaine, dem SPD-Bundesvorsitzenden und Rivalen um die Kanzlerkandidatur, auf die Qualität dieses Strahlens ankommen. Im Fernsehen kann man nicht lügen, weiß Schröder; wenn er also den Sieger gibt am Wahlabend, dann muß er sich den auch selbst glauben. Nur so würde er die Medien, die allein die Gewinner lieben und Hochstapler liebend gern entzaubern, hinter sich bringen.
Das Fernseh-Image entscheidet darüber, wer Helmut Kohl aus dem Kanzleramt vertreibt? Für den Medienstar Schröder kann das keine unangemessene Lösung sein. Für Oskar Lafontaine indes, der als Parteivorsitzender immer den Schröder-Rivalen in sich selbst mitkontrollieren muß, bietet sich diese Situation als Chance und Bürde an - der SPD-Chef muß die Legitimation der Schröderschen Selbstausrufung gegenzeichnen oder verwerfen, und zwar schnell.
Von Anfang an ist die Niedersachsen-Wahl als Fernsehkrimi inszeniert worden. Die Wähler reagieren mit Zulauf zu den Veranstaltungen. Die Stars sind sich ihrer Rollen bewußt. Alle Fragen dürften die Leute im Saal stellen, sagt Schröder, wo immer er auftritt, "nur die eine nicht". Im Harz-Städtchen Clausthal-Zellerfeld blinzelt Oskar Lafontaine verschwörerisch in den vollbesetzten Saal und sagt: "Ich weiß natürlich, warum ihr alle hier seid. Aber ein bißchen müßt ihr das Wasser noch halten."
Lafontaine wirkt locker und selbstbewußt, wenn er dieser Tage zwischen Harz und Häfen auftritt. Er bringt den Kitzel mit, das zieht. "Soviel Rummel hatten wir hier nicht mehr seit Brandt", freut sich der Unterbezirksvorsitzende Uwe Strümpel in Helmstedt, als er vor der vollgepackten Halle auf seinen Parteichef wartet.
Als der dann kommt, ist er "der Oskar", so wie Brandt einst "der Willy" war. Daß er in Feindesland wäre, ein unliebsamer Konkurrent für ihren Gerhard, lassen ihn die Genossen bei seinen 15 Auftritten nicht spüren. Eher scheint es, als fühlten sie sich aufgemuntert durch die Vibrationen des unterschwelligen Zweikampfes, die entstehen, wenn der Saarländer in Peine an einem vom Plakat grinsenden Schröder vorbei in den Saal muß.
Zwar dauert es manchmal lange, bis zu einer halben Stunde, bevor Lafontaine dann seinen Männerfreund Gerhard erwähnt oder gar preist. Dennoch ist der immer präsent, feixt aus prallen Bildern manchmal dutzendfach von der Wand, verblaßt auch schon mal neben den unvermeidlichen Buchsbäumen zur Bühnendekoration. Dann ermuntert Lafontaine die Genossen aber besonders eindringlich zum "Zugewinn" und schließt mit: "Glück auf für Gerhard Schröder."
Solche Aufmunterungen bereiten dem Saarländer keine Probleme. Es trägt beide hoch, wenn der Zustimmungspegel steigt, das hält er für ausgemacht.
Daß der eine, Oskar Lafontaine, "der Linke" sein soll, der Traditionalist, der Kumpel von der Saar, während der andere, Gerhard Schröder, als Rechter gilt, als postmoderner Macher und Genosse der Bosse, steht in den Zeitungen. Ihren Wahlauftritten kann man diese Unterschiede schwerlich ablesen.
Im Gegenteil. Gerhard und Oskar, zwei engagierte Kraftbolzen, trumpfen auf wie Schimanski-Zwillinge: "Wir machen uns stark für die Schwachen" heißt ihr Slogan. Und obwohl die Wucht und der Gleichklang dieser Auftritte durchaus Kino-Qualität haben, wirken die beiden Sozialdemokraten bei diesem Thema nicht gekünstelt. Die proletarische Lebenswelt ihrer Kindheit schlägt sich nieder in Empörung. Das Schicksal von fünf Millionen Arbeitslosen läßt ihnen keinen Spielraum für rhetorische Mätzchen.
Sowohl Oskar Lafontaine als auch Gerhard Schröder führen in Niedersachsen einen Bundeswahlkampf. Ihre Botschaft ist identisch. "Daß der Wechsel fällig ist", hämmert Lafontaine in die Säle. "Die Ära Kohl ist zu Ende", versichert Schröder.
Bis auf Nuancen klingen ihre zentralen Sätze austauschbar. Schröder fordert "ein festes Bündnis der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zusammen mit den Bauern und Handwerkern, gegen die, die nur eine schnelle Mark machen wollen". Lafontaine propagiert "eine große Bewegung der arbeitenden Bevölkerung und der Arbeitsuchenden gegen den Kasperverein in Bonn, der den Reichen Milliarden in die Taschen schiebt".
Wer ist da für, wer gegen einen Lagerwahlkampf? "Wir wollen keine Lager, wir wollen die Mehrheit", sagt Lafontaine.
Daß sich die beiden unter einem "Politikwechsel" bei genauem Hinhören womöglich doch etwas Verschiedenes vorstellen, erschließt sich nur Kennern.
Wer will, kann heraushören, daß Schröder es im Grunde nur besser machen will als Kohl, Lafontaine hingegen anders. Und wo der Saarländer findet, daß die Wirtschaft in die falsche Richtung läuft, läßt der Niedersachse ahnen, daß die Richtung schon stimme, nur der Schwung nicht.
Die Kandidaten kennen diese Unterschiede besser als die meisten Außenstehenden. So wie ihnen andererseits auch bewußt ist, daß sie - machtorientiert, instinktgeleitet, provokant und pragmatisch - einander ähnlicher sind als ihr Werbe-Image behauptet.
Nicht, daß sie über solche Einsichten derzeit redeten. Einmal haben sie, Anfang Februar, miteinander in Bonn gegessen, jetzt führen ihre Terminkalender sie erst zu den Abschlußkundgebungen in Hannover und Braunschweig wieder zusammen. Über die Modalitäten des Wahlabends, den alle so sehr herbeisehnen, wie sie ihn fürchten, werden sich die Herren vorher in privaten Gesprächen zu einigen versuchen.
Und so sind es derzeit die Gefolgsleute, die für Brisanz sorgen, die Genossen aus der zweiten und dritten Reihe, die mit dem Aufstieg "ihres" Kandidaten eigene Karriere-Hoffnungen verbinden. Ihre Nervosität heizt die Stimmung auf. In Bonn melden sich mit "alarmistischen Papieren", die, so ein Lafontaine-Berater, bisher noch vor jeder Wahl auftauchten, aufgeregte "Oskar"-Freunde zu Wort, die der Vorsitzende pflichtschuldigst verflucht.
Aber die Fragen bleiben. Hat er von den "Papierchen" (Schröder) gewußt? Hat er sie gebilligt? Hat er sie gar bestellt? Natürlich. Und natürlich nicht. Mit dem Hauptautor, dem Bundestagsabgeordneten und Ökologie-Experten Michael Müller, ist Oskar Lafontaine noch am Abend vor der aufgeregten und feindseligen Debatte in der Bonner Fraktion zusammengetroffen, bei einem Gesprächszirkel von SPD-nahen Intellektuellen, zu dem - neben dem Grafiker Klaus Staeck, ein Lafontaine-Unterstützer seit langer Zeit - auch der Schröder-Berater Oskar Negt geladen hatte.
Daß Müllers "Gestaltungstheorie für das 21. Jahrhundert" den Vorsitzenden dort übermäßig beeindruckt hätte, ist niemandem aufgefallen. Wohl aber haben alle bemerkt, wie angeregt Lafontaine der Sängerin Katja Ebstein derweil die Bedeutung der Binnennachfrage für den Arbeitsmarkt erklärte.
Vermutlich ärgert es den Vorsitzenden ja auch wirklich ein bißchen, daß es ausgerechnet seine eigene Fan-Gemeinde ist, die seine energischen Bemühungen um Ruhe in der Partei stört. Andererseits - die überempfindlichen Reaktionen der um den Aufstieg ihres Helden bangenden Schröder-Helfer rückten das Bild wieder zurecht. In Hannover hat sich längst bei vielen die Überzeugung verdichtet, daß ihr Gerhard - wie einst im Juso-Mai - durch konspirative Klüngel ausgetrickst werden soll.
Der Stimmung in der Partei mögen solche Querelen nicht zuträglich sein, die Spannung vor dem Wahltag steigern sie beträchtlich. Um sie nur nicht abflauen zu lassen, macht Oskar Lafontaine sogar um seinen Aufenthalt am Wahltag ein Geheimnis.
Soll sich der Parteivorsitzende verhalten wie bei "normalen" Landtagswahlen und bei seinen Lieben daheim bleiben? Soll er am Fernsehschirm in Saarbrücken Schröders großen Auftritt bestaunen? Oder soll er dem Hoffnungsträger und Parteifreund nach Hannover zu Hilfe eilen, um ihn, wenn es sein muß, in der Freude zu umhalsen oder im Zorn zu bremsen? Vielleicht sollte er aber auch in Bonn dem Fernsehabend vorsitzen, wie - im niedersächsischen Märchen - der Igel, der dem hechelnden Hasen signalisiert: Ick bün all hier?
Hört man sich im Schröder-Lager um, dann liegt das Problem des Abends ganz bei Oskar Lafontaine. Wenn der sich selbst ausrufe, unter nicht klaren legitimatorischen Bedingungen, dann verliere die SPD an diesem ersten März auch gleich die Bundestagswahl, heißt es in Hannover.
Die Lafontaine-Mannschaft findet hingegen, daß am Wahltag über Niedersachsen entschieden werde, und sonst gar nichts. Hatten sich nicht auch die Verlierer der drei vorhergehenden Bundestagswahlen - der Rheinland-Pfälzer Scharping, der Saarländer Lafontaine und der Nordrhein-Westfale Rau - durch prächtige Erfolge in ihren Ländern empfohlen? Außerdem: Selbst wenn Gerhard Schröder dort ein gutes Ergebnis einfahre, sei das ja nicht allein sein persönlicher Erfolg. Daß noch vor zwei Jahren die SPD bundesweit bei 30 Prozent in den Umfragen lag, jetzt aber mit 40 Prozent gehandelt werde, dürfte wohl, klingt es spitz aus Bonn, auch ein Verdienst des neuen Bundesvorsitzenden sein.
Oskar Lafontaine selbst grinst und schweigt. Seine Gelassenheit, die noch immer erstaunlich echt wirkt, erklären sich Präsidiums-Kollegen aus der Haltung: Er weiß, daß er es kann, aber er muß nicht.
Mit Sicherheit hält sich der Saarländer für den besseren Kanzler. Und daß er, falls Gerhard Schröder in Niedersachsen wider Erwarten an seiner eigenen Minus-zwei-Prozent-Hürde scheitern würde, nicht bloß der Ersatzmann eines Verlierers wäre, sondern ein Kandidat mit eigener Qualität, das glaubt er bewiesen zu haben.
Andererseits wird keiner, der den lebensfrohen Saarländer kennt, behaupten, daß es ihn um jeden Preis in den "Bunker" Kanzleramt zöge. Freunde erinnern sich, wie er einmal mit Entsetzen auf den schwer an der Bürde des Amtes schleppenden, grauen und gebeugten Kanzler Helmut Schmidt starrte und ausrief: "Und so soll ich auch mal werden? Nie."
Daß man besser nie nie sagt in der Politik, hat er inzwischen gelernt. Trotzdem wird "der Oskar" dem Siegerlächeln seines Männerfreundes Gerhard gefaßt entgegenblicken. Und wenn ihm dessen Strahlen - bei einer Unsicherheits-Marge zwischen einem Prozent plus und einem Prozent Minus gegenüber dem Ergebnis von 1994 - ein bißchen allzu gequält und aufgesetzt erscheint, dann wird es der Parteivorsitzende Lafontaine sein, der gegen Schröder entscheidet, nicht der Rivale.
Denn so mißtrauisch man auch sein mag bei diesem Psycho-Poker um die Macht: Die Versicherung, Hauptziel seiner Arbeit als Par-
* Nach der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990.
teivorsitzender sei es, die SPD in Deutschland wieder an die Regierung zu bringen, die meint Oskar Lafontaine ernst. Dieses Ziel wird der Mann, der an seiner ersten Niederlage gegen Helmut Kohl noch heute trägt, nicht durch fiebrigen Ehrgeiz gefährden. Daß er an moralischem Gewicht in der Partei sogar noch gewönne, wenn er eigene Ambitionen scheinbar selbstlos zurückstellte, dürfte ihm kein fremder Gedanke sein.
Wie immer aber der erste Sonntag im März in Hannover abläuft, wie schnell danach auch die Entscheidung in Bonn fallen mag - der ins Auge gefaßte Termin am 16. März hat allenfalls noch notarielle Vollzugsbedeutung - das Tandem Schröder/ Lafontaine wird weiter funktionieren müssen. Nicht, daß die Welt ohne das öffentliche Geturtel der beiden Macht-Machos nicht leben könnte, aber gegen Kohl haben die Sozialdemokraten im September nur dann eine Chance, wenn beide zusammenarbeiten, egal, wer Kandidat ist.
Oskar Lafontaine ist sich dessen bewußt. Für ihn finge die Arbeit erst wirklich an, sollte der Niedersachse Kandidat werden. Der SPD-Vorsitzende würde alle Hände voll zu tun haben, das berstende Ego eines Siegers Schröder mit den nur halbfrohen Parteikadern in Richtung auf einen akzeptablen "Politikwechsel" zu koordinieren.
Aber auch einen Verlierer Schröder würden die Sozialdemokraten für die Bundestagswahl brauchen. Der Niedersachse wäre schlecht beraten, wollte er sich schmollend zurückziehen. Tatsächlich hat er versprochen, sich "für Oskar zu quälen".
Das Duo Lafontaine/Schröder bleibt nicht nur aktuell, weil - wie der Göttinger Politologe Franz Walter schreibt - "die kooperative Führung das adäquate Führungsmodell für die moderne SPD ist, da deren Wähler- und Anhängerpotential stärker als das anderer Parteien in gegensätzliche Werte- und Einstellungsmilieus aufgespalten ist". Sondern auch, weil beide Kandidaten wissen, daß die Wahl im September die allerletzte Chance der sozialdemokratischen Enkel-Generation ist, in Deutschland an die Macht zu kommen.
Ein billiger Trost für einen Verlierer? Wenn es um Niederlagen geht, hält die Traditionspartei SPD viele aufmunternde Exempel bereit. Zum Beispiel die Geschichte der beiden sozialdemokratischen Kanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. Die liebten sich auch nicht, und doch trug, oft zähneknirschend, der eine den anderen mit, zum Erfolg für beide.
In ihrer wechselvollen programmatischen Vergangenheit haben sich Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder bisweilen dem einen und dann wieder dem anderen der Altvorderen nahe gefühlt. Nun kann sich jeder für die Zukunft Positives ausrechnen - wer am 1. März siegt, kommt womöglich zuerst in Bonn an die Macht, wie Willy. Aber der zweite folgt ihm nach und regiert noch viel länger, wie Helmut.
* Nach der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990.
Von Jürgen Leinemann

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