23.02.1998

ASIENSpekulative Schnäppchen

Der Kurssturz an den Aktien- und Devisenbörsen im Fernen Osten kann deutsche Anleger offenbar nicht mehr erschüttern: Sie kaufen wieder Asienfonds. Barthold Sauveur vom Fondsspezialisten Flemings registriert eine "heftige" Nachfrage vor allem bei professionellen Investoren. Auch private Anleger, berichtet Erich Wichmann von der Deka-Bank, ordern "mutig" Fonds aus Fernost. Zwar sind viele Fonds nun billig zu haben, doch die Tigerbörsen bleiben labil.
Die Probleme sind trotz internationaler Hilfe keineswegs gelöst. Manche Ökonomen befürchten, daß auch die Währungen von China und Hongkong abgewertet werden könnten. Auf keinen Fall sollten die Fondskäufer mit einem schnellen Schnäppchen rechnen. Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren zehren an den Renditen. Nur sehr wenige Fondsmanager hatten bisher eine glückliche Hand bei der Auswahl der Aktien und Börsen. So machte nur ein einziger von mehr als hundert angebotenen Asienfonds seit Jahresbeginn 1997 schöne Gewinne. Der "Fleming Pacific Fund" stieg, in Mark umgerechnet, um gut 24 Prozent. Gerade noch rechtzeitig tauschte der Fonds Aktien aus den Tigerländern gegen japanische und australische Papiere.
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Kursverluste der ostasiatischen Börsen
[GrafiktextEnde]
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DER SPIEGEL 9/1998
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