23.02.1998

ARCHÄOLOGIERadarblick in die Vergangenheit

Mit ihren 1000 Tempeln auf einer Fläche von 260 Quadratkilometern gilt Angkor, die im 9. Jahrhundert gegründete Hauptstadt des Khmer-Imperiums, als ausgedehnteste je von Menschenhand gebaute Tempelanlage, der Haupttempel Angkor Wat als größtes religiöses Monument. Mit Hilfe von Radaraufnahmen haben Archäologen im kambodschanischen Dschungel nun weitere Ruinen außerhalb des bislang bekannten quadratischen Tempelbezirks und zugleich Hinweise auf eine noch frühere Kultur entdeckt. Erste Spuren hatten die Wissenschaftler schon auf Radarfotos gefunden, die eine Raumfähre der Nasa 1994 aufgenommen hatte. Die Kartierung des Bereichs mit Hilfe eines Nasa-Spezialflugzeugs und einer Aufnahmetechnik, die das dichte Blattwerk besser durchdringt, brachte dann die entscheidenden Hinweise für die Forscher. "Die Radardaten", so teilte die Londoner Archäologin Elizabeth Moore auf einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena mit, "ermöglichten es uns, eine Reihe kreisförmiger prähistorischer Hügel und bislang unbekannte Tempel weit nordwestlich von Angkor aufzuspüren."

DER SPIEGEL 9/1998
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