02.05.2011

BriefeZum Gott gewuppt

Nr. 16/2011, Gespräch mit Michel Onfray über seinen Generalangriff auf Freud
Es ist die "größte freudsche Fehlleistung des 20.Jahrhunderts", so lautete nach sorgfältigen Recherchen schon 1986 das abschließende Urteil des renommierten Wissenschaftsautors Dieter E. Zimmer über das Lebenswerk von Sigmund Freud. Dessen weitgehend unwissenschaftliche Vorgehensweise und seine Neigung zu vorschnellen Trugschlüssen deckte Zimmer in seinem Buch "Tiefenschwindel" akribisch auf.
Markdorf (Bad.-Württ.),
Dr. Dietmar Kammel
Freud konnte sich von einer Witzfigur zum Gott wuppen. Seit eine allgemeine Religion auf ihm basiert, wird die Witzfigur wieder sichtbar.
Frankfurt am Main,
Joachim Grüner
Ein großes Kompliment an die beiden Redakteure! Als kritische Ausbildungskandidatin an einer psychoanalytischen Akademie kann ich nur bestätigen, dass sich die heute gelehrte und praktizierte Psychoanalyse als Behandlungsform stark weiterentwickelt hat seit den Thesen Sigmund Freuds. Gerade die Tatsache, dass Freud seine eigene Metatheorie immer wieder selbst revidiert hat, schmälert keineswegs sein Verdienst, die Aufmerksamkeit von Ärzten, Psychologen und Pädagogen auf das Innenleben von Patienten, die Energie der Triebe und die Macht des Unbewussten gelenkt zu haben.
München,
Vivian Mussgay
Kulte decken nicht auf, sondern verdecken. Und die Hofierten sind selbst ihre ersten Anhänger. Freud war Freudianer, Stalin Stalinist, Mao Maoist.
Ellwangen (Bad.-Württ.),
Dr. Harald Willjung
Soso, nach den Religionen muss bei Monsieur Onfray nun Freud dran glauben. Sehr schade, dass in dem Gespräch nicht mehr auf Michel Onfrays alternative Psychoanalyse eingegangen wurde. Face-to-Face, ohne Couch und Ödipus-Komplex: Das ist Geschwurbel, heiße Luft eines selbstgefälligen Polemikers - mehr nicht.
Leipzig,
Marko Kuhn

DER SPIEGEL 18/2011
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