18.05.1998

„Sie melken die Story zu Tode“

Der amerikanische Medienunternehmer Ted Turner über sein Leben, das Nachrichtengeschäft und seinen Feind Rupert Murdoch
Robert E. ("Ted") Turner, 59, formte in drei Jahrzehnten aus der Plakatwand-Firma seines Vaters ein Medienimperium. Er erfand den Nachrichtensender CNN und gründete über ein Dutzend weitere Kabelkanäle. Im Jahr 1996 wurde seine Firma für 7,4 Milliarden Dollar von Time Warner übernommen, wo er heute das TV-Geschäft lenkt.
SPIEGEL: Mr. Turner, Sie waren Ihr ganzes Leben Ihr eigener Boß. Seit zwei Jahren sind Sie nur noch Vize, bei Time Warner, dem größten Medienkonzern der Welt. Wann werden Sie Ihren Chef Gerald Levin entthronen?
Turner: Das habe ich nicht vor. Ich bin nicht wie Brutus und steche meinem Herrn den Dolch in den Rücken. Ich habe zwar keinen Treueschwur abgegeben, aber ich habe versprochen, Jerry zu unterstützen. Natürlich könnte ich hinter den Kulissen gegen ihn agieren. Aber das würde Krieg bedeuten. Das wäre nicht gut für die Firma und nicht gut für uns, denn wir sind seit langem Freunde. Außerdem macht Jerry im allgemeinen seinen Job sehr gut.
SPIEGEL: Gerald Levin hat nicht gerade das gleiche Temperament wie Sie, viele haben erwartet, daß Sie aneinandergeraten. Sind Sie ruhiger geworden?
Turner: Nun, ich wußte, daß ich mich verändern mußte, ich kenne Jerry seit 25 Jahren. Sicher bin ich ein bißchen gelassener als früher. Aber ich arbeite noch immer hart. Ich denke, wir sind ein gutes Team.
SPIEGEL: Sie vermissen es nicht, Ihr eigenes Unternehmen zu steuern?
Turner: Ich habe mein eigenes Unternehmen geführt, seit ich 24 war. Ich mußte immer mit viel größeren Konzernen kämpfen, und nach so einer langen Zeit bleibt natürlich etwas hängen. Du steckst eine Menge Treffer ein - wie ein Kämpfer, wie Muhammad Ali. Das sieht man einem nicht unbedingt an, aber innen bleiben Verletzungen zurück. Die meisten Manager stehen ja erst mit 55 an der Spitze eines großen Unternehmens. Dann machen sie es 10 Jahre und ziehen sich zurück. Ich habe es 33 Jahre lang gemacht.
SPIEGEL: Fällt es Ihnen nicht schwer, plötzlich anderen zu folgen?
Turner: Natürlich, das Härteste ist, wenn einer nein zu dir sagt. Aber als ich noch Chairman von Turner Broadcasting war, hatte ich auch einen Aufsichtsrat, der nicht alles genehmigte. Und beim Segeln gehörte ich auch mal zur Crew. Die totale Freiheit gibt es nirgends. Und richtige Gewinner wissen zu verlieren, selbst wenn es manchmal verdammt unangenehm ist. Ich will beweisen, daß ich ein guter Team-Player bin, nicht nur ein guter Anführer.
SPIEGEL: Seit Sie bei Time Warner eingestiegen sind, hat sich die Finanzlage des Konzerns verbessert, der Aktienkurs verdoppelte sich nahezu. Was lief falsch, als Sie anfingen?
Turner: Nichts. Der Konzern hatte ein schlechtes Image, wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
SPIEGEL: Sie mußten Ausgaben streichen, haben Privatjets abgeschafft, sogar die Bildersammlung verkauft.
Turner: Natürlich mußten wir ein bißchen streichen. Aber insgesamt passen Turner Broadcasting und Time Warner prima zusammen. Time Warner hatte viele Filme und Programme, wir hatten viele Kanäle, aber nicht so viele Filme. Es war wie in Äsops Fabeln: Ein blindes Kaninchen und ein lahmes Eichhörnchen trafen sich. Das Kaninchen trägt jetzt das Eichhörnchen, und das zeigt ihm dafür, wo es hinlaufen soll.
SPIEGEL: Time Warner hat im vergangenen Jahr gerade mal die Gewinnschwelle erreicht, der Konzern hat 16 Milliarden Dollar Schulden ...
Turner: ... das sind ein paar Milliarden weniger als zuvor. Außerdem haben wir einen großen und schnell wachsenden operativen Gewinn. Schulden sind heute ein Teil des Geschäfts. Auch Deutschland hat schließlich Schulden und ist trotzdem ein bewundernswertes Land.
SPIEGEL: Time Warner ist lange nicht so profitabel wie etwa Ihr deutscher Konkurrent Bertelsmann.
Turner: Bertelsmann? Was produzieren die denn schon? Ich habe Herrn Bertelsmann nie getroffen. Gibt es den überhaupt?
SPIEGEL: Er ist schon eine Weile tot.
Turner: Sehen Sie, deshalb habe ich ihn nicht getroffen. Er ist bestimmt sehr alt geworden, wie alle Deutschen.
SPIEGEL: Die Margen verfallen, der Fernsehmarkt zersplittert sich, das Internet macht Ihnen neue Konkurrenz. Wie will Ihr Konzern damit fertig werden?
Turner: Da habe ich keine Angst. Die Zuschauer splittern sich in Gruppen auf, es wird viel mehr Kanäle geben. Aber damit haben Radio und Zeitschriften seit Jahren zu kämpfen, und sie haben überlebt. Genauso werden TV und Nachrichtensender überleben. Bei CNN machen wir vor, wie man eine einzelne Nachricht möglichst effizient ausbeutet: Wir senden sie auf mehreren TV-Kanälen, übers Radio und übers Internet. So machen wir es auch mit Filmen: Wir verteilen sie über Kinos, Fernsehen, Pay-TV, Video-Läden und Internet. Solange wir gute Filme, Musik und Zeitschriften machen, ist alles o. k.
SPIEGEL: Im Filmgeschäft hatte Ihr Konzern im letzten Jahr keine glückliche Hand. Die Fox-Studios Ihres Konkurrenten Rupert Murdoch sind am Kinohit "Titanic" beteiligt, Warner dagegen hat kaum einen bemerkenswerten Film zustande gebracht.
Turner: Warner hatte ein schlechtes Jahr, jeder weiß das. Das kommt immer wieder vor, manchmal laufen die Filme gut, manchmal gibt''s ein paar Flops. Im Moment haben wir wieder den Nummer-eins-Hit, "City of Angels". In einem so großen Konzern finden Sie immer etwas, das verbessert werden kann.
SPIEGEL: Auch Ihr News-Imperium CNN leidet. Die neuen Konkurrenten MSNBC und Fox News drücken die Einschaltquoten auf Tiefststand. Wieviel Nachrichten verträgt der Markt?
Turner: Erfolg wird nur haben, wer sich unterscheidet. Es gibt eine Reihe neuer lokaler News-Sender, die machen sich recht gut. Für unsere direkten Konkurrenten dagegen gibt es eigentlich keinen Bedarf, sie wollen einfach etwas vom Kuchen abbekommen. Doch während CNN viel Geld verdient, verliert die Konkurrenz Geld, viel Geld.
SPIEGEL: Viele beklagen, daß die Nachrichten immer trivialer werden. Was zählt, sind Action, Kriege, Kriminalstorys. Politik bleibt außen vor.
Turner: Das ist eine Gefahr für jeden. Der Tod von Prinzessin Diana fesselt die Massen am Bildschirm; Politik, Umwelt, soziale Not langweilt sie. Wir versuchen unser Bestes, da gegenzuhalten. Wir machen die Diana-Story und senden zwischendrin ein Umweltthema. Und hoffen, daß die Zuschauer nicht wegzappen. Das ist so, wie Sie Kinder dazu bringen, ihre Teller aufzuessen. Den Nachtisch gibt''s nur, wenn sie das Gemüse geschafft haben.
SPIEGEL: Ihr Nachrichtenmagazin "Time" ist nicht gerade Vorbild. Die Titelgeschichten handeln von Jesus, den Mormonen, der Vereinigung der Promise Keepers ...
Turner: ... oh, Sie haben auch Schauspieler vorne drauf. "Time" sollte das Magazin für harte News sein. Aber die Leute wählen nun mal nicht nur das, was sie vernünftigerweise lesen sollten. Und wir wollen trotzdem Magazine verkaufen. Also muß man ihnen etwas entgegenkommen. Die Deutschen haben auch mal Hitler gewählt, den schwersten Fehler, den eine Nation machen konnte.
SPIEGEL: Auch CNN hat die Lewinsky-Affäre von Präsident Bill Clinton bis zum bitteren Ende ausgeschlachtet.
Turner: So ist das Nachrichtengeschäft. Wenn wir eine große Story haben, auch wenn sie seicht ist, dann melken die Medien sie zu Tode. Das macht jeder so, und es beunruhigt mich nicht. Ich glaube, daß es in den USA und der übrigen Welt einen genügend großen Markt für seriöse Nachrichten gibt. CNN International wird überleben. Die "New York Times" wird überleben. Und wenn nicht, dann haben wir wirklich ein ernstes Problem. Denn wenn sich keiner mehr für seriöse Nachrichten interessiert, für Hunger, Immigranten, Bevölkerungsexplosion, wird es schnell vorbei sein mit der Menschheit. Und erst recht mit dem Mediengeschäft.
SPIEGEL: In Deutschland hat CNN mit seiner Beteiligung am Nachrichtensender n-tv bisher nur Geld verloren.
Turner: In diesem Jahr wird n-tv zum erstenmal aus den roten Zahlen kommen. Das war nicht einfach, denn anders als in Amerika zahlen uns die deutschen Kabelbetreiber nichts. Wir müssen ihnen Geld geben, damit sie unseren Sender aufnehmen, eine verkehrte Welt. Das ist, als ob Sie den SPIEGEL verbreiten wollten, ohne Abonnementgebühren zu kassieren. Wer kann da noch etwas verdienen?
SPIEGEL: Warum machen Sie sich dann auch noch selbst Konkurrenz mit deutschen Nachrichtensendungen auf CNN?
Turner: Das ist ein zusätzlicher Service, keine Konkurrenz. In deutscher Sprache wird n-tv unser primärer Nachrichtensender sein, CNN International bleibt überwiegend in englisch.
SPIEGEL: Abgesehen von Spartenprogrammen wie n-tv sind US-Medienunternehmen in Deutschland bisher kaum groß eingestiegen. Bertelsmann dagegen engagiert sich kräftig in den USA. Haben Sie Angst vor Europa?
Turner: Amerikaner haben in Europa viel Geld verloren, zuletzt hat es NBC zugegeben. Die Konkurrenz ist stark, und obendrein gibt es bei Ihnen mächtige öffentlich-rechtliche Sender. Die hätten übrigens auch den USA gutgetan, aber die Verantwortlichen bei uns haben sich anders entschieden. Leider konnte ich damals noch nicht mitreden.
SPIEGEL: Nun sehen Sie auch noch zu, wie der deutsche Pay-TV-Markt verteilt wird, obwohl Sie mit HBO die erfolgreichste Pay-TV-Firma der Welt haben. Ist Kirch für Sie kein Partner?
Turner: Das ist nicht meine Entscheidung. Leo Kirch ist ein Mystery-Man, er kauft bei uns alles, was er kriegen kann. Ich glaube allerdings, daß digitales Pay-TV auch in Deutschland gut laufen könnte. Daß man mit Pay-TV in Europa Geld verdienen kann, machen Canal plus, Premiere und Rupert Murdoch vor. Es kann allerdings noch etwas dauern, und dann mag es zu spät sein für den lieben Leo.
SPIEGEL: Murdoch ist Ihr schärfster Konkurrent, und Sie lassen keine Gelegenheit aus, ihn zu attackieren. Kürzlich haben Sie die halbe Baseball-Welt mobilisiert, um zu verhindern, daß Murdoch für 350 Millionen Dollar das Dodgers-Team aus Los Angeles kauft. Was bringt Sie so in Rage?
Turner: Das ist übertrieben. Herr Murdoch hat eine andere Philosophie als ich, was den Umgang mit Medien angeht. Und die macht es mir eben schwer, ihn zu mögen. Er will soviel Geld machen, wie es irgend geht. Und er will soviel Einfluß auf die Politik nehmen, wie er nur kann. Er kauft ganze Regierungen, erst Maggie Thatcher und nun Tony Blair. Blair telefoniert für ihn eifrig in der Welt herum, ruft den italienischen Ministerpräsidenten an. Murdoch wollte sogar Newt Gingrich kaufen, mit einem Buchvertrag. Gingrich mußte das Geld zurückgeben.
SPIEGEL: Was für eine Verantwortung hat ein Medienunternehmer im Umgang mit Politikern?
Turner: Sie sollen der Öffentlichkeit dienen, daran glaube ich fest. Wir haben niemals versucht, eine Regierung zu kaufen. CNN hat nie einen Kandidaten zur Wahl empfohlen, wie Murdoch das ständig in England macht. Und ich tue das auch nicht. Ich rede über Aufgaben, nicht über Kandidaten. Ich habe doch genug Mühe, mir selbst ein Bild zu machen. Wer bin ich denn, den Leuten in Großbritannien zu sagen, für wen sie gefälligst stimmen sollen? Wenn ich Brite wäre, würde ich mich wahnsinnig darüber aufregen, ich wäre schwer beleidigt, daß meine Regierung macht, was Murdoch will. Eine Regierung sollte die Interessen des Volkes verfolgen, nicht die eines Medienmoguls. Und Murdoch hat noch die Chuzpe, sich nach den Wahlen zu rühmen, daß seine "Sun" die Abstimmung entschieden hat. Das ist einfach ungeheuerlich.
SPIEGEL: Auch auf CNN geht es nicht immer ganz sauber zu. Im Herbst lehnte Ihr Sender Werbespots einer amerikanischen Lobby-Gruppe ab, die gegen den Klimagipfel, die Energiesteuer und die Benzinpreiserhöhung anging.
Turner: Zum ersten sind wir einer der ganz wenigen Sender im Land, die überhaupt derartige Kampagnenspots ausstrahlen. Die meisten anderen Sender lehnen das von vornherein ab. Zum zweiten haben wir die Anzeigen blockiert, weil wir den Inhalt schlicht für unwahr hielten. Nachdem wir die Sache dann näher geprüft hatten, ließen wir die Spots wieder laufen.
SPIEGEL: Das hätten Ihre Leute ja auch vorher tun können. Ihr Sender kam damals schwer unter Feuer ...
Turner: ... hören Sie zu: Feindliches Feuer schreckt mich überhaupt nicht. Weil wir das Tiananmen-Massaker coverten, warfen uns die Chinesen für ein paar Wochen aus dem Land. Auch Saddam Hussein kann uns nicht unbedingt gut leiden. Und bevor es CNN gab, sah man im amerikanischen Fernsehen nur die israelische Position, wenn es um den Nahen Osten ging. Heute sehen Sie Netanjahu und dann gleich danach Arafat. Wir versuchen unser Bestes, immer beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, die Wahrheit herauszubringen.
SPIEGEL: Im jüngsten James-Bond-Film gibt es fast Krieg, weil ein Medienmogul die Welt manipuliert. Pure Phantasie?
Turner: Natürlich gibt es Medienzaren, die die Ereignisse in ihrem Interesse manipulieren. Ich gehöre nicht dazu. Allerdings wollte ich den Kalten Krieg beenden, weil er eine Schande für die Menschheit war. Ich war in Deutschland und habe gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen protestiert. Es war ja ein Wunder, daß Deutschland nicht unter dem Gewicht der Waffen und Raketen in der Nordsee versunken ist. Irgendwann werden die Leute das Spiel durchschauen. Sie merken, wenn es jemandem nur um Macht und Geld geht. Kennen Sie den Film Citizen Cane?
SPIEGEL: Einige haben Sie mal mit Citizen Cane verglichen.
Turner: Nein, das bin ich absolut nicht. Citizen Cane ist sehr reich, aber er stirbt einsam auf seinem Schloß, weil er ein gemeiner Kerl war. Ohne Frau und ohne Freunde, und am Ende zieht ihm die Krankenschwester das Leichentuch übers Gesicht. Das passiert, wenn du ein Stinker bist. Du bist ganz allein. Wir haben mal geprüft: Unseres Wissens hat Murdoch keinen Cent für irgendeine Wohltätigkeit gespendet. Er hat nicht mal eine kleine Stiftung. Hier ist ein Multi-Milliardär, der Politikern Millionen zusteckt, damit sie nach seiner Pfeife tanzen. Aber er gibt keinen Cent dafür aus, die Welt zu verbessern. Nun ist ihm auch noch die Frau weggelaufen. Er ist 67 Jahre alt und ohne Frau. Er muß sehr allein sein.
SPIEGEL: Sie haben kürzlich eine Milliarde Dollar an die Uno gespendet. Warum ausgerechnet die Uno?
Turner: Die Vereinten Nationen brauchten einen Antrieb. Es ist ein Skandal, daß die amerikanische Regierung mit ihren Beitragszahlungen seit Jahren im Rückstand ist. Jeder sollte sich darüber empören. Wir sind die einzige Supermacht, in der Welt herrschen Not und Elend, und wir betreiben mal wieder Isolationismus. Ich will das ändern.
SPIEGEL: Die Vereinten Nationen sind nicht gerade ein Vorbild für effiziente Hilfe.
Turner: Das mag sein, aber sie brauchen Unterstützung. Außerdem bezahle ich nicht die UN-Bürokratie, sondern Hilfsprojekte. Auch die deutsche Regierung oder die amerikanische ist bürokratisch und verschwenderisch. Und dennoch brauchen wir sie. Ich hoffe, daß viele meinem Beispiel folgen werden, wir haben es bitter nötig. Europa ist uns weit voraus, was Sozialprogramme, Umweltschutz und Entwicklungshilfe angeht. Und dennoch denken die meisten Amerikaner, sie seien allen überlegen. Sie lesen keine Zeitung, sie interessieren sich nur für Monica Lewinsky. Ich versuche, ihnen internationale News zu bringen, aber sie sehen sie nicht an. Ich kann sie nicht zwingen, aber ich versuche es.
SPIEGEL: Sie haben immer wieder mit dem Erbe Ihres Vaters gekämpft. Einmal unterbrachen Sie eine Rede, holten ein Magazin hervor, das Sie als erfolgreichsten Unternehmer des Jahres verehrte. Sie hielten es in die Luft und riefen: "Ist das genug Vater?" Müssen Sie sich immer noch rechtfertigen?
Turner: Ich bin zufrieden. Ich werde allerdings auch weiterhin alles tun, die Menschheit auf einen humaneren Weg zu bringen. Wir müssen endlich anfangen, uns wie intelligente, zivilisierte Wesen zu verhalten. Wir müssen aufhören, Landminen zu verlegen und uns gegenseitig zu bombardieren. Es gibt nichts Dümmeres.
SPIEGEL: Haben Sie noch ein persönliches Ziel?
Turner: Ich will dieses Leben zu Ende schaffen, und ich weiß nicht, wie lange es noch dauert. Und wenn ich tot bin, wird auf meinem Grabstein stehen: "Ich habe nichts mehr zu sagen."
SPIEGEL: Mr. Turner, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
* Mit Redakteur Mathias Müller von Blumencron in Turners Büro in Atlanta.
[Grafiktext]
Time Warner - ausgewählte Unternehmen
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* Mit Redakteur Mathias Müller von Blumencron in Turners Büro in Atlanta.
Von Mathias Müller von Blumencron

DER SPIEGEL 21/1998
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