07.09.1998

SWRSPD-Sprecher attackiert TV-Intendanten

Einen skurrilen Streit um Personalien liefern sich Peter Voß (CDU), Intendant des öffentlich-rechtlichen Großsenders SWR, und der rheinland-pfälzische Regierungssprecher Walter Schumacher. Der SPD-Mann hatte auf einer Medientagung die Personalpolitik der "mächtigsten Medienpolitiker Kohl und Fritzenkötter" angegriffen. Selbst "ein veraltetes Format wie Bernhard Vogel" schaffe es noch, "seinen Patensohn in hohen Medienfunktionen" unterzubringen. Und: "Bei uns wählt sich der Intendant selber." Voß reagierte mit einem wütenden Brief: Der "Scherz" genüge "nicht ganz den Ansprüchen, die ich als Staatsbürger an einen Regierungssprecher stellen würde". Auch sei ihm ein Patensohn "von Herrn Ministerpräsident Vogel" nicht bekannt, der beim SWR oder bei dessen Vorgänger SWF Hauptabteilungsleiter geworden wäre. Regierungssprecher hätten manchmal "Mühe, die Grenzen ihrer Kompetenz zu erkennen", so Voß. Die Schumacher-Antwort folgte umgehend: "Soll ich wirklich Namen nennen, die Sie und ich und viele kennen?" Sein "beinahe liebliches Sätzchen" über die Intendantenselbstwahl habe nur satirisch "Ihre schneidigen Auftritte in den Gremien" beschreiben sollen.

DER SPIEGEL 37/1998
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