08.08.2011

JAPANSteuergeld für Opfer

Bauern und Fischer aus der Region um das Katastrophen-AKW Fukushima verlangen vom Betreiber Tepco schnelle Entschädigung. Um Druck zu machen, trieb ein Bauernverband Kühe vor die Tepco-Zentrale in Tokio, wo 40-stöckige Hochhäuser stehen. Einwohner und Unternehmen aus der Evakuierungszone sollen bislang insgesamt über 900 Millionen Euro erhalten haben, pro Haushalt rund 8000 Euro. Über 80 000 Menschen waren gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, Zehntausende flohen aus eigenem Antrieb. Sie kämpfen ebenfalls um Entschädigung. Das japanische Parlament beschloss jetzt ein Gesetz, wonach die Forderungen zumindest zum Teil mit Steuergeld bezahlt werden sollen. Der Staat stellt zunächst 18 Milliarden Euro für einen Fonds, in den Tepco und alle anderen japanischen Energieversorger jährlich einzahlen. Die Regierung übernehme mit dem Gesetz die "soziale Verantwortung" für die Unterstützung der Atomenergie.

DER SPIEGEL 32/2011
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