12.10.1998

JUNGE UNIONZank unter Wilden

Ostdeutsche Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) haben die Kandidatur des derzeitigen Bundesvorsitzenden der JU, Klaus Escher, für das Präsidium der CDU heftig kritisiert. Der Berliner JU-Chef Thorsten Reschke und sein Brandenburger Kollege Sven Petke fürchten um den Einfluß der Jugendorganisation in der CDU. Hintergrund: Als JU-Vorsitzender hat Escher, 33, zwar gute Chancen, auf dem Sonderparteitag Anfang November in die CDU-Führung einzurücken - Ende November aber wird Escher sein Amt in der Jungen Union niederlegen. Seine potentielle Nachfolgerin Hildegard Müller, 31, wird hingegen Schwierigkeiten haben, einen CDU-Führungsposten zu erhalten, weil sie zum Zeitpunkt des Parteitags noch gar nicht im Amt ist. "Dann sind wir als CDU-Jugend abgenabelt - auch vom Geld der Partei", fürchtet Reschke. Der Brandenburger Petke wirft Escher gar gezielte Manipulation um der eigenen Karriere willen vor: Escher habe das Treffen der Jungen Union absichtlich auf Ende November verschoben, rund drei Wochen nach dem CDU-Konvent. Petke: "Das hat er doch nur gemacht, um sich noch als JU-Chef das Fenster für seine Kandiatur zum Präsidium zu öffnen."

DER SPIEGEL 42/1998
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