23.11.1998

DRESDNER BANKÄrger im Vorstand

Dresdner Bank-Chef Bernhard Walter hat seinen Vorstand für das Privatkundengeschäft, Heinz-Jörg Platzek, weitgehend entmachtet. Zum 1. Januar tauscht Platzek seinen Aufgabenbereich mit Joachim von Harbou, der bisher für Verwaltungsfragen und bankeigene Immobilien zuständig ist. Neben Bernd Fahrholz, seit März für das Firmenkundengeschäft verantwortlich, hat Walter mit Harbou einen weiteren engen Vertrauten in eine Schlüsselposition berufen. Allerdings erwäge die Bank, so eine Sprecherin, Platzek noch mit "einigen Zusatzaufgaben" zu betrauen. Weiterer Ärger droht beim laufenden Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe der Dresdner Bank zur Steuerhinterziehung. Im Vorstand wird nun ein Freiwilliger gesucht, der einen Strafbefehl im Namen der Bank akzeptiert und so weitere Rechtsschritte verhindert. Gerhard Eberstadt, dessen Vorstandsvertrag 1999 ausläuft, weigerte sich, das Bauernopfer zu spielen. Er hofft, so Insider, den Chef des Aufsichtsrates, Alfons Titzrath, abzulösen. Möglicher Kandidat für den Strafbefehl: Absteiger Platzek.

DER SPIEGEL 48/1998
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DRESDNER BANK:
Ärger im Vorstand

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