23.11.1998

RENTENPrognose: Beitragssätze steigen

Einen weiteren Anstieg der Rentenbeiträge sagt das Prognos-Institut voraus. Der Beitragssatz von derzeit 20,3 Prozent könne nur dann bis zum Jahr 2010 in etwa stabil gehalten werden, wenn das Rentenniveau - wie von der alten Regierung beschlossen - von derzeit 70 auf 64 Prozent abgesenkt werde. Diese Rechnung machen die Prognos-Experten in ihrer noch unveröffentlichten Langfristprognose "Deutschlandreport". Die rot-grüne Regierung in Bonn, die nach kontroversen Debatten in der vergangenen Woche die geplante Rentenreform verschoben hatte, will das heutige Rentenniveau auch mittelfristig halten. Deshalb, so die Prognos-Fachleute, werde der Beitragssatz bis 2010 um zwei weitere Punkte ansteigen. Damit würde die in den nächsten Jahren geplante Absenkung der Rentenbeiträge, finanziert durch die Ökosteuer, wirkungslos verpuffen. Die regierungskritische Prognos-Analyse dürfte vor allem in der Familie des Bonner SPD-Wirtschaftsstaatssekretärs Siegmar Mosdorf für Diskussion sorgen: Seine Frau Susanne ist Geschäftsführerin der deutschen Prognos GmbH.

DER SPIEGEL 48/1998
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