23.11.1998

Heimatlose Jazzer

Nachdem der Südwestrundfunk (SWR) die Jazzprogramme drastisch reduziert hat, wird der Sender mit wütenden Protesten von Hörern überhäuft. Mitte der siebziger Jahre hatte der Südwestfunk, der seit Oktober mit dem Süddeutschen Rundfunk den SWR bildet, monatlich noch 33 Stunden Jazz angeboten; davon sind nun noch 9 Stunden geblieben. Joachim Ernst Berendt, Mitbegründer des Südwestfunks und einstiger Jazzpapst, sieht in der neuen Programmgestaltung ein Indiz für das allgemeine kulturelle Defizit des SWR. "Kulturbeflissene Menschen" im Südwesten seien "heimatlos" geworden; junge Musiker, die auf regelmäßige Jazzsendungen angewiesen seien, würden nicht mehr bedient. Die Deutsche Jazz Föderation läßt nun prüfen, ob der SWR seinem Kulturauftrag noch gerecht wird.

DER SPIEGEL 48/1998
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