23.11.1998

Kino in Kürze„Hinter dem Horizont“

85 Millionen Dollar hat diese unglaubliche Trief-und-Schnief-Oper (Regie: Vincent Ward) verschlungen, und offenbar wurde davon kein einziger ins Drehbuch gesteckt. Der Kinderarzt Chris Nielsen (Robin Williams) tapst durch ein Totenreich, in dem durchgeknallte Special-effects-Experten die halbe Kulturgeschichte des Abendlandes untergebracht haben - mal streift Nielsen durch Caspar-David-Friedrich-Kulissen, mal landet er in der Van-Gogh-Abteilung. Der knuddlige Orpheus mit dem Jammerblick sucht seine geliebte Ehefrau Annie (Annabella Sciorra); nur ist die leider nicht im Himmel gelandet, sondern wesentlich weiter unten - im Land des Heulens und Zähneklapperns. Dorthin sollte die Filmgeschichte schleunigst auch dieses teuflisch mißratene Tränen-Oratorium verbannen

DER SPIEGEL 48/1998
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