23.11.1998

Kino in Kürze„Teurer als Rubine“

Bilder gelten chassidischen Juden als sündig, deshalb dringt selten eine Kamera tiefer in ihre abgekapselte, gegen die gottlose Gegenwart abgeschottete Lebenswelt ein. Ihre Strenge mag überlebensnotwendig sein, wie der Regisseur Boaz Yakin anschaulich macht, dessen Film "Teurer als Rubine" im chassidischen Milieu Brooklyns spielt. Was diese Strenge an Selbstverleugnung verlangt, zeigt der Film aber auch - am Beispiel der jungen Sonia, der es nicht gelingt, sich nach der Verheiratung mit einem Rabbi in die Rolle der stets gehorsamen und gebärfreudigen Ehefrau zu fügen: Sonia (Renée Zellweger) rebelliert, bricht aus und riskiert damit, von der Gemeinde verstoßen zu werden. Die Erzählweise bleibt dabei eher betulich und sentimental,doch das fremde Milieu gibt der Geschichte einen herben exotischen Reiz

DER SPIEGEL 48/1998
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„Teurer als Rubine“

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