01.10.2011

ENERGIEIntransparente Preise

Der sogenannte Transparenzgipfel, an dem am vergangenen Freitag Vergleichsportale wie Toptarif und Energiehändler wie Flexstrom teilgenommen haben, könnte sich für die Beteiligten zu einem Eigentor entwickeln. Etablierte Strom- und Gasanbieter und auch einige im Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) zusammengeschlossene Konkurrenten wittern hinter diesem Treffen eine verbotene Kartellabsprache und erwägen eine Beschwerde bei den zuständigen Behörden. Es könne nicht sein, sagt etwa Thomas Mecke, Geschäftsführer beim früheren Nuon-Ableger Lekker Energie, dass einige durchaus marktrelevante Unternehmen sich zu einem "Gipfel verabreden und dort möglicherweise Konditionen und Provisionen für den Strom- und Gasmarkt absprechen". Kritik an dem Treffen hatte es im Vorfeld auch schon von Verbraucherorganisationen und Verbänden gegeben. Wer nach welchen Kriterien zu dem Treffen eingeladen wurde, so etwa der bne, sei offen.
Tarifportale, wie zum Beispiel Verivox, waren in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen gekommen, weil ihre Preisberechnungen für Strom, Gas oder Versicherungsleistungen wegen verdeckter Provisionszahlungen möglicherweise weit weniger unabhängig sind, als sie vorgeben. Mit dem Transparenzgipfel wollten die Teilnehmer weiteren Schaden abwenden.

DER SPIEGEL 40/2011
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