21.11.2011

UMWELTKrebsgefahr im Wasser?

Nirgends schlucken so viele Frauen die Antibabypille wie in Deutschland: 53 Prozent aller 15- bis 49-Jährigen verhüten hormonell - und gefährden damit womöglich die Gesundheit der Männer. Forscher der Universität Toronto warnen, dass ein Teil der Östrogene über den Urin ins Trinkwasser gelangt. Finden die Hormone dann den Weg in den männlichen Körper, könnten sie dort das Wachstum von Prostatatumoren fördern. Im Journal "BMJ Open" berichten die Wissenschaftler, dass in Gegenden, wo vorwiegend mit der Pille verhütet wird, auch besonders viele Männer Prostatakrebs bekommen. Diese Krebsart zählt zu den häufigsten Tumorarten; in den Industriestaaten erkranken heute doppelt so viele Männer daran wie noch vor 30 Jahren. Besonders betroffen ist Westeuropa - und damit genau jene Weltregion, in der der Pillenkonsum am höchsten ist. Zum Vergleich: In Südostasien nutzt ein Großteil der Paare Kondome, nur sechs Prozent verhüten mit Hormonen. Zugleich ist dort die Prostatakrebsrate weltweit am niedrigsten.

DER SPIEGEL 47/2011
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