14.12.1998

GESTORBENKlaus Matthiesen

57. Der streitlustige und machtbewußte Landarbeitersohn aus Gangerschild bei Flensburg arbeitete sich zielstrebig nach oben: Der gelernte Postbeamte und Sozialpädagoge war zunächst von 1973 bis 1983 SPD-Oppositionsführer im schleswigholsteinischen Landtag. Anschließend stieg er zum Landwirtschafts- und Umweltminister (bis 1995) in der Regierung von Ministerpräsident Johannes Rau in Nordrhein-Westfalen auf. Lange als Nachfolger Raus im Amt des Ministerpräsidenten gehandelt, übernahm er nach Bildung der rot-grünen Koalition in Düsseldorf als SPD-Fraktionschef den Part eines wortgewaltigen Grünen-Schrecks. Erst vor einem Monat überraschte er mit seinem letzten Rollenwechsel: Als Vorstandschef eines Kölner Entsorgungsunternehmens plante der rastlose Macher auch noch eine Wirtschaftskarriere. Klaus Matthiesen starb in der Nacht zum 9. Dezember im Schlaf in seinem Haus in Düsseldorf.

DER SPIEGEL 51/1998
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