04.06.2012

USAVerzögerter Prozess

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Hintermänner der Terroranschläge vom 11. September 2001 vor dem militärischen Sondergericht im US-Gefangenenlager Guantanamo gerät ins Stocken. So wurde der zweite Prozesstermin vom Gericht nun um zwei Monate auf Anfang August verlegt. Grund für die Verzögerung sind Beschwerden der Verteidiger, die mehr Zeit verlangen, um sich mit ihren Mandanten vorzubereiten. Außerdem beantragten sie, Ex-Präsident George W. Bush und auch Barack Obama vor das Militärtribunal zu laden. Beide hätten durch ihre Verurteilungen der Angeklagten in der Öffentlichkeit einen fairen Prozess unmöglich gemacht. Die Verschiebung des Termins zeigt, dass das Gericht die Beschwerden ernst nimmt. Der Jahrhundertprozess wird nun wohl erst 2013 richtig starten; er soll mehrere Jahre dauern. Ob er dann noch gegen alle fünf Angeklagten gleichzeitig geführt wird, ist ungewiss. Militärrichter James Pohl deutete an, er wolle die Verfahren möglicherweise trennen, da eine gemeinsame Beweiserhebung zu kompliziert werde.

DER SPIEGEL 23/2012
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