11.06.2012

DEUTSCHLANDDer Schicksalsaustreiber

Bundestrainer Joachim Löw hat dem Spiel der Nationalmannschaft Methodik und Eleganz verliehen. Bei der EM steht er unter Erfolgsdruck wie nie zuvor - was Löw in sechs Jahren aufbaute, kann ihm in einer Woche entgleiten.
Was macht denn der Löw da? Das gibt's doch nicht. Er hält den Ball in der Luft, ausgerechnet. Er steht auf dem Trainingsplatz von Abbiadori auf Sardinien, hat eine Pause, weil seine Spieler Temporunden laufen, und schnappt sich zum Zeitvertreib ein Bällchen, löffelt es hoch, lässt es auf sein Knie tropfen, dann auf den rechten Fuß, auf den linken, er jongliert, er tänzelt, gekonnt durchaus, wenn auch ein bisschen eckig, weil er nicht mehr ganz so gelenkig ist mit seinen 52 Jahren. Aber er schafft es, den Ball für eine Weile vom Rasen fernzuhalten.
Dabei ist doch der Luftraum eine verbotene Zone für seine Spieler. Sie sollen den Ball flach halten, bläut er ihnen seit Jahren ein, und so wird eine Fußballfloskel, die tief in den Lebensalltag der Deutschen eingedrungen ist, die so oft gesagt wird, dass es schon peinlich ist sie zu sagen, zum Kernsatz einer durchaus edlen Fußballstrategie bei dieser Europameisterschaft. "Den Ball flach halten ist für unsere Spielweise besser geeignet als hoch", sagt Joachim Löw, Bundestrainer seit dem Sommer 2006.
Er streicht dem deutschen Fußball den Himmel, nicht ganz, aber weitgehend, und schon das ist ein ambitioniertes Unterfangen. Aber so ist Löw. Wenn es in den vergangenen Jahren einen Deutschen gegeben hat, der vor großem Denken nicht zurückgeschreckt ist und der damit viel verändern konnte, dann ist das der Bundestrainer. Seit der Weltmeisterschaft 2010 zelebriert die deutsche Mannschaft einen Fußball, der oft herrlich anzuschauen ist und der deshalb große Erwartungen für das Turnier in Polen und der Ukraine geweckt hat.
Jetzt soll der Titel her, jetzt soll das schöne Spiel endlich mit einem Pokal belohnt werden. Aber so wie Fußball ist, kann er große Gedanken und große Pläne schnell schreddern, diesmal vielleicht innerhalb von neun Tagen. In den drei Gruppenspielen müssen die Deutschen mindestens zweimal sehr gut spielen, um das Viertelfinale zu erreichen.
"Um einen Titel zu gewinnen, muss die Zeit irgendwie auch reif sein, muss vieles passen", sagt Löw. Er ist ein Stratege, ein Mann des langen Weges, der viel überlegt, viel plant, viel probiert und viel verändert, bis es passt. Sein wahrer Gegner ist das Schicksal, der Zufall, "die Unwägbarkeit", wie er das nennt. Er kämpft an gegen eine weitere Fußballfloskel: "So ist eben Fußball." Der Satz meint, dass es immerzu Überraschungen geben kann. Löw mag das nicht hinnehmen, will dem Schicksal die Räume eng machen.
Dass er seinen Spielern den Himmel nimmt, ist ein wichtiger Teil dieses Vorhabens und ein gutes Beispiel für die Art, wie Löw seinen Job macht. Der Luftraum der Stadien war gut gefüllt in der Ära des Kick and Rush, als englische Mannschaften den Ball nach vorn droschen und mit einigem Gottvertrauen hinterherwetzten. Das ist seit 20 Jahren bei guten Mannschaften verpönt, aber hohe Bälle sind nach wie vor beliebt, wenn vorn ein Kopfballungeheuer steht, ein Mann wie der Ivorer Didier Drogba. Auch die deutschen Stürmer Mario Gomez oder Miroslav Klose sind keine schlechte Luftwaffe.
Doch der Bundestrainer will nicht in den Himmel schauen und hoffen, dass der Ball da hinunterfällt, wo ihn ein deutscher Spieler erhaschen kann. Ein hoher Ball hat ein hohes Risiko. Er fliegt meist weit, weshalb die Treffsicherheit niedrig ist und die Gegner Zeit haben, ihre Abwehr aufzustellen. Ein hoher Ball ist oft eine Sache des Schicksals.
Gegen das Schicksal setzt Löw den Plan. Er sagt: "Man braucht natürlich auch Spieler wie Drogba, Gomez oder Klose, denn es kommt ja auch mal ein hoher Ball in den Sechzehner. Wenn es nicht anders geht, muss man auch dieses Mittel zur Verfügung haben. Aber wir spielen mehr Kombinationsfußball, und dann ist neben einem Gomez oder einem Klose ein Reus gut. Wenn es eng wird, und der Gegner macht alles zu, brauche ich Spieler, die beweglich sind, die sich schnell um den Gegner drehen, die die Spielweise auf dem Boden sehr gut beherrschen."
Er hat das vor zwei Wochen im Trainingslager in Tourrettes gesagt, im Hotel Terre Blanche, das so weitläufig ist wie die Hacienda eines argentinischen Rinderfarmers. Der Mann, der den Himmel für Bälle abschaffen will, saß in einem offenen Atrium in einem tiefen Sessel, er trug ein weißes T-Shirt mit langen Ärmeln, eine Jeans und Mokassins. Löw sieht ja immer aus wie frisch gebadet und frisch frisiert, also auch hier. Er ist einer der Männer, die einen Look haben, die sich so zurechtmachen, als blätterten sie häufig in Männerzeitschriften, die mit ähnlichen Themen aufwarten wie Frauenzeitschriften. Aus der Ferne wirkt er tatsächlich etwas effeminiert, aber er hat eine energische Art zu reden und ist von einer Männlichkeit, die sich nicht ausstellen muss.
Marco Reus, einst Borussia Mönchengladbach, demnächst Borussia Dortmund, ist kein Mann für hohe Bälle. Er ist nicht groß, er ist schmal, eigentlich Mittelfeldspieler. Wenn er in der Spitze spielt, würde man ihn meist flach anpassen, und so will es Löw. Als er bei der Vorbereitung in Zeitnot geriet, ließ er als Erstes das Üben von Eckbällen streichen. Eckbälle sind nicht so wichtig für ihn, weil sie sich dem Strafraum meist auf dem Luftweg nähern. Aus Ecken würden nicht viele Tore erzielt, sagte Löw in Tourrettes.
19. Mai 2012, München, Bayern München gegen Chelsea, Endspiel der Champions League, 88. Minute: Juan Mata tritt eine Ecke hoch hinein, Didier Drogba springt und köpft, ein Himmelsball, den Manuel Neuer im Tor der Bayern nicht abwehren kann. 1:1, Grundstein für den Sieg von Chelsea.
Was sagt Löw dazu? Viel. Er erklärt Laufwege, Angreifer, Verteidiger, ein Zufall hier, ein Fehler dort, hätte, wäre. Manche Tore seien eben nicht zu verhindern, sagt er schließlich. Für ihn ist das ein seltsamer Satz, ein Satz der Schicksalsergebenheit.
Die Geschichte des Fußballs ist eine Geschichte der Schicksalsaustreibung. Das Spiel ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten systematischer, schematischer geworden. Den einzelnen Spielern wurde ein großer Teil der Individualität genommen. In der Defensive müssen sie sich in Ketten aufstellen und bewegen. Den Libero gibt es nicht mehr, den klassischen Zehner kaum noch - das sind die Positionen mit den höchsten Freiheitsgraden. Was Kollektivierung und Planwirtschaft angeht, hat der Fußball das Erbe des Sozialismus angetreten.
Joachim Löw ist der Leiter der deutschen Gosplan, wie die oberste Planungsbehörde der Sowjetunion hieß. Er lässt Daten zu jedem Spieler erfassen, Ballkontaktzeiten, Laufwege, Passsicherheit, er lässt das alles haarklein auswerten und zieht seine Schlüsse daraus. Was früher der Bauch eines Trainers war, ist heute seine Statistik. Wenn die Zahlen nicht stimmen, werden die Spieler ins Gebet genommen, bekommen einen individuellen Trainingsplan, damit sie so spielen können, wie es für das Kollektiv am besten ist.
Löw ist der ideale Mann für diesen Wandel vom Bauch zum Kopf. Er ist ein Didakt durch und durch. Er redet gleichförmig, reißt aber alle paar Dutzend Silben die Stimme hoch, wie es Lehrer tun, die die Aufmerksamkeit ihrer Schüler leiten wollen. Seine Emotionen hat er im Griff. Hohe Erwartungen? "Ich empfinde das nicht als negativen Druck, der mich in irgendeiner Weise stört und meine Energien bremst", sagte Löw in Tourrettes.
Fast reglos saß er in seinem Sessel, kleine Gesten, manchmal betrachtete er seine Fingernägel, als wäre die Maniküre morgens nicht so gewesen, wie es für einen Beau wünschenswert ist. Beim Spiel gegen die Schweiz in Basel, bei dem seine Mannschaft 3:5 unterging, erlaubte er sich hin und wieder einen Zorneshüpfer, aber das war wenig im Vergleich zu Kollegen wie Jürgen Klopp von Borussia Dortmund oder Giovanni Trapattoni von Irland, die wild rumspringen.
Für einen emotionalen Menschen ist das Schicksal leichter zu ertragen als für einen rationalen. Das Ausgeliefertsein ist ihm vertraut; um nicht zu verzweifeln, muss er akzeptieren, dass höhere Mächte als das eigene Gehirn seine Worte und Taten bestimmen. Der rationale Mensch dagegen glaubt, dass er beinahe alles kontrollieren und bestimmen könne.
Fußball ist eine besondere Herausforderung für diesen Typus. Nur in einer langen Meisterschaftssaison holt am ehesten der den Titel, der am besten geplant und trainiert hat. Ein Bundestrainer muss sich in Turnieren bewähren, die über K.-o.-Runden entschieden werden, in einzelnen Spielen also. Da hängt vieles vom Schicksal ab, von verschossenen Elfmetern, von Eckbällen, die mehr oder weniger zufällig den richtigen Kopf treffen, von roten Karten, falschen Abseitspfiffen und schlechter Tagesform. Für einen wie Löw ist das eine Zumutung.
Am vergangenen Mittwoch bekam er Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Trainingscamp in Danzig. Vereint waren da die beiden Menschen, die Deutschland in diesen Tagen regieren. Sie machen das auf eine ähnliche Weise.
Es gibt Theorien, die sich dazu versteigen, dass Politik und Fußball kongruent verlaufen. Das ist Unsinn, aber manchmal gibt es Parallelen. Helmut Kohl und Berti Vogts passten in den neunziger Jahren gut zusammen in ihrer Bräsigkeit und Provinzialität. In den Zeiten von Merkel und Löw ist Deutschland einer Doppelherrschaft der Rationalität unterworfen.
Merkel hat einen wissenschaftlichen Ansatz, Politik zu machen. Aus Daten versucht sie Wahrscheinlichkeiten zu ermitteln, mit welcher Politik sie erfolgreich sein kann. Emotionen zeigt sie nur spärlich, sie ist gelassen wie Löw, dabei aber lustiger. Beide halten keine großen Reden und können brutal sein. So kalt wie Merkel ihren Umweltminister Norbert Röttgen feuerte, entledigte sich Löw seines Kapitäns Michael Ballack. Solche Entscheidungen treffen sie nach Nützlichkeitskalkül.
Beide haben Karrieren gemacht, die niemand erwartet hätte, als sie Mitte dreißig waren. Merkel lebte als Wissenschaftlerin in der DDR, Löw hatte eine mäßige Spielerkarriere in der Ersten und Zweiten Bundesliga hinter sich. Er wurde dann Trainer, blieb aber auch hier Mittelmaß, wurde Pokalsieger mit dem VfB Stuttgart und Meister mit Tirol Innsbruck. Ansonsten wurde er entlassen oder ging von selbst, weil es nicht auszuhalten war.
Merkel und Löw kommen aus der Verhuschtheit, dem kleineren, zurückgezogenen Leben, was man ihnen bei öffentlichen Auftritten noch anmerkt. Ihnen fehlt die Selbstverständlichkeit der Präsenz, das Ausgreifende, auch Übergriffige derer, die sich immer schon in großen Lebenslagen wähnten. Der Umgang mit den beiden ist daher angenehm. Wahrscheinlich sind sie selbst überrascht, dass sie jetzt Bundeskanzlerin und Bundestrainer sind.
Ein Unterschied zwischen ihnen ist, dass Merkel nur auf die Ergebnisse schaut. Ihre Frage heißt: Was kommt raus? Löw schaut auch auf den Prozess, seine Frage heißt: Wie komme ich in Schönheit zu einem guten Ergebnis?
Das ist das Paradoxe an seinem Ansatz: Auf den ersten Blick entzaubert er den Fußball, indem er ihn der Herrschaft der Daten unterwirft und die Spieler begrenzt, fesselt, ihnen den Himmel nimmt, sie auf vertikale Kurzpässe und geringe Ballkontaktzeiten einschwört. Sie sollen nicht losrennen und dribbeln und zaubern, sie sollen den Ball schnell und direkt nach vorn weiterleiten. Sie sollen Relaisstationen auf einem großen Schaltplan sein, nicht Heroen der Spontaneität.
Aber Löw ist eben auch der Mann, der dem deutschen Fußball die Schönheit zurückgegeben hat. Seine Definition davon sieht so aus: "Schöner Fußball ist für mich nicht, naiv draufloszustürmen, sondern schön ist, wenn es ein Gleichgewicht gibt in der Mannschaft: eine gute Defensivarbeit, eine gute Balleroberung, gute Laufwege, viel arbeiten und dabei die spielerische Leichtigkeit beibehalten." Man könnte sein Projekt die Maschinisierung der Schönheit nennen.
Wenn der Plan aufgeht wie bei der Weltmeisterschaft 2010 gegen England und Argentinien, wie in manchem Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft, dann ist das richtig schöner Fußball, dann wird aus der Entzauberung Zauberei, dann wird der Schaltplan unsichtbar, und die deutsche Mannschaft wirkt wie eine Rasselbande der Kreativität. Auch das gehört zum Schema: Aus dem planvollen
Spiel heraus sollen die Geistesblitze und Fußkunststücke die entscheidende Lücke reißen und das Tor möglich machen. Fußball ist nie eindeutig. So haben die Systemfanatiker des FC Barcelona den weltbesten Zauberer hervorgebracht, Lionel Messi.
Einen Mann wie ihn hat Löw nicht, aber für sein Mittelfeld gibt es sieben, acht Kandidaten von hoher Klasse, darunter Mesut Özil, Thomas Müller und Sami Khedira. Die Spieler schätzen diesen Bundestrainer, weil sie den Eindruck haben, dass sie von ihm etwas lernen können, über sich und die Gegner. Ob sie dann das machen, was er ihnen aufgetragen hat, ist eine andere Frage. Er kann sie noch so viel mit Daten füttern, mit Übungen für das nächste Spiel trimmen - wenn 50 000 Leute brüllen und der Gegner anrennt, gerät mancher Plan in Vergessenheit.
Über die Jahre aber ist Löws Konzept bislang aufgegangen. Anders als Merkel hatte er eine Vision, die Vision vom modernen Fußball in Deutschland. Das schnelle, direkte Spiel mit kurzen Pässen hat nicht er erfunden, da waren andere schneller, vor allem die Trainer des FC Barcelona. Aber immerhin hat er die Strukturen des Deutschen Fußball-Bunds so verändert, dass die Spieler nun schon in den Jugendmannschaften zeitgemäßes Spiel üben. Und die Bundesliga hat vieles von seinem strategischen Denken übernommen. Das bleibt sein Verdienst, egal wie diese Europameisterschaft ausgeht.
In den Augen der Fußballwelt waren die Deutschen lange die "Panzer", die leider viele Titel holen. Dann waren sie die Panzer, die zum Glück keine Titel mehr holen. Jetzt sind sie die Sportwagen, die zweite und dritte Plätze belegen. Deshalb gibt es zwei Fragen an Löws Konzept bei dieser Europameisterschaft: Setzt die deutsche Mannschaft um, was ihr Trainer geplant hat, und zeigt sie schöne Spiele? Kann sie den Titel holen?
"Auf hässliche Weise gewinnt man heute keine Titel mehr", hat Löw dem Magazin "11 Freunde" im Februar gesagt. Er verband also beide Aspekte, die Schönheit wird zur Voraussetzung für den Titel. Aber wie konnte dann Chelsea die Champions League gewinnen? Gegen die stürmischen, spielerisch hochüberlegenen Mannschaften von Barcelona und München flochten die Engländer einen Maschendrahtzaun um ihren Strafraum und siegten schließlich durch verschossene Elfmeter von Lionel Messi, Arjen Robben, Ivica Olić und Bastian Schweinsteiger. Das Schicksal hatte höhnisch ins Stadion gegrinst und allen gezeigt, dass es sich so leicht nicht abschaffen lässt.
Was sagt Löw dazu? "Von zehnmal gewinnt Barcelona achtmal gegen Chelsea. Und wenn es normal läuft, gewinnt auch Bayern das Endspiel gegen Chelsea bei so vielen Chancen." Er antwortete also mit Wahrscheinlichkeiten. Gäbe es eine größere Anzahl von Spielen, würde das Normale zur Geltung kommen, also das spielerisch bessere Team gewinnen. Löw versetzte sich in eine Situation, die er nicht hat, weil er dem K.-o.-System ausgeliefert ist. Es ist leicht, im Irrealis recht zu haben.
Er sagte in Tourrettes aber auch: "Einen Titel zu gewinnen ist immer erstrebsam, klar, aber für mich ist auch wichtig, dass die Spieler weiterhin einen Fußball mit großer Schnelligkeit und Offensivkraft spielen, und das ist manchmal ohne letzte Erfolgsgarantie." In diesem Satz sind Schönheit und Erfolgschance plötzlich Gegensätze.
Hat er seine Haltung geändert? Nein. Der Satz ist Ausdruck der Ambivalenz in der Fußballwelt, in der es wahre Sätze praktisch nicht gibt, auch keine Eindeutigkeiten. Nach jedem Spieltag ist die Welt neu erfunden, ein einziges Ergebnis kann alles auf den Kopf stellen, was Experten gedacht und gesagt haben. Chelsea gewinnt die Champions League, Griechenland wurde Europameister, die Deutschen spielen plötzlich ängstlich und defensiv.
Aber das spricht nicht gegen den Plan, gegen das Schema. Auch wenn es immer ein unwahrscheinliches Ergebnis geben kann, muss einer wie Löw alles dafür tun, den Sieg der eigenen Mannschaft wahrscheinlich zu machen. Anders gesagt: Er muss alles tun, um das Schicksal abzuschaffen, aber mit Demut ertragen, wenn es zuschlägt.
Es gibt natürlich auch den Fall, dass andere Mannschaften besser sind, kann ja sein. Dann hilft manchmal ein schönes Schicksal: Wenn die Deutschen lausig spielen und Khedira aus Verzweiflung einen Ball lang und hoch in den Himmel jagt, und von dort fällt er auf den Kopf von Marco Reus, prallt ab, segelt ins Tor.
So ist eben Fußball, würden die Experten sagen. ◆
(*) Philipp Lahm, Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Marco Reus am vorigen Mittwoch im EM-Quartier der deutschen Mannschaft in Danzig.
Von Dirk Kurbjuweit

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