18.06.2012

MUSEENChinesisches Herz

Es soll die erste ernstzunehmende museale Schaufläche für Gegenwartskunst in China werden, und fast alles daran ist europäisch. Der Entwurf für das Museum M+, das bis 2017 in Hongkong entstehen soll, ist Teil eines Masterplans des britischen Architekten Norman Foster. Gründungsdirektor ist der Schwede Lars Nittve, erster Leiter der Tate Modern in London, Chefkurator wird der Deutsche Tobias Berger sein. Und der wichtigste Mäzen ist ein Schweizer. Aber ebendieser Mann sorgt dafür, dass M+ doch so etwas wie ein chinesisches Herz bekommt: Uli Sigg ist Unternehmer, Berater, ehemaliger Botschafter der Schweiz in Peking und der bekannteste Sammler chinesischer Gegenwartskunst. Jetzt hat er der neuen Institution 1463 Werke im Wert von mehr als hundert Millionen Euro geschenkt, davon 26 von Ai Weiwei, dem in seiner Heimat so drangsalierten Weltstar. 47 weitere Werke hat Sigg an M+ für 18 Millionen Euro verkauft. Er sagt, sein Konvolut gebe die Richtung vor, dass "der Fokus des Hauses nun auf zeitgenössischer chinesischer Kunst liegt". Durch seine Sammlung auf diesem Gebiet erreiche es einen "Spitzenplatz, den ihm keine andere Institution streitig machen kann".

DER SPIEGEL 25/2012
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MUSEEN:
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